Der erste Olympia-Skandal: Nach "Fuck the EU" warnen die USA vor Abhörgefahren

Der erste Olympia-Skandal: Nach "Fuck the EU" warnen die USA vor Abhörgefahren

Die Olympischen Spiele in Sotschi haben noch gar nicht richtig begonnen, da gibt es schon den ersten Skandal: Nach dem peinlichen YouTube-Video, in dem zu hören ist, wie der US-Diplomatin Victoria Nuland beim Telefonat mit dem US-Botschafter in der Ukraine ein "Fuck the EU" herausrutscht, hat das Außenministerium der USA eine ungewöhnliche Reisewarnung für US-Bürger bei den Olympischen Spielen in Sotschi ausgegeben

"Fuck the EU" - wenn das einer Diplomatin der USA herausrutscht ist das peinlich und ein Skandal. Wenn dieser Sager in einem YouTube Vide veröffentlicht wird, ist es gleich ein zweiter. Wenn das Telefonat in dem Video illegal mitgeschnitten wurde ein dritter. Wenn dahinter der russische Geheimdienst steht ein vierter und wenn die USA darauf patzig mit einer Reisewarnung für alle US-Bürger in Sotschi reagiert ein fünfter.

Hier zur Erinnerung der Stein des Anstoßes - das berüchtigte Video mit dem Telefonat und dem "Fuck the EU" Sager bei Minute 3:02.

Solcherart gehen die gerade einmal eröffneten Olympischen Spiele in Sotschi in ihren ersten Wettkampftag. Das US-Außenministerium in Washington hat Touristen - und wohl auch Sportler und Funktionäre gewarnt, dass sie sich bewusst sein müssen, dass sie "keinen Schutz ihrer Privatsphäre erwarten dürfen, wenn sie vertrauliche oder persönliche Informationen über das russische Telekommunikationsnetz austauschen".

Eine Reaktion oder ein Statement von offizieller russischer Seite steht noch aus, es ist jedoch zu erwarten, dass die Schlagabtausche abseits der olympischen Sportanlagen weitergehen. Ganz abgesehen davon hat das US-Außenministerium wohl recht. Wer im Glashaus sitzt sollte allerdings nicht mit Steinen werfen: Wie der international NSA-Abhörskandal zeigt könnte Russland im Gegenzug die gleiche Reisewarnung für die USA aussprechen.

Ukrainischer Geheimdienst dementiert

Der ukrainische Geheimdienst SBU hat am Samstagnachmittag jede Beteiligung am abgehörten Telefonat der US-Spitzendiplomatin Victoria Nuland zurückgewiesen. Der Geheimdienst habe "in keiner Weise an der Veröffentlichung des Materials mitgewirkt", sagte Behördensprecherin Lada Safonowa. "Die Ermittler des Sicherheitsdienstes der Ukraine führen keine Untersuchungen zu dem Vorfall durch", fügte Abteilungsleiter Maxim Lenko am Samstag hinzu.

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