Wimbledon: Österreicher gehen sang- und klanglos unter

Wimbledon: Österreicher gehen sang- und klanglos unter

Mit Tamira Paszek, Yvonne Meusburger und Andreas Haider-Maurer sind am Dienstag alle drei am zweiten Turniertag im Einzel engagierten Österreicher beim Tennis-Grand-Slam-Turnier in Wimbledon ohne Satzgewinn ausgeschieden.

Während Meusburger gegen die als Nummer vier gesetzte Favoritin Agnieszka Radwanska aus Polen mit 1:6,1:6 den Kürzeren zog, verloren Paszek und Haider-Maurer gegen in der Weltrangliste schlechter platzierte Spieler.

Für den einzigen Tagessieg sorgte Alexander Peya an der Seite des Brasilianers Bruno Soares im Doppel. Für die an der Church Road als Nummer drei gesetzten, dreifachen Turniersieger des Jahres 2013 begann die Wimbledon-Kampagne 2013 damit nach Plan.

Nur noch Melzer dabei

Aus Einzel-Sicht ist vom ÖTV nach diesem "schwarzen Dienstag" aber nur noch Jürgen Melzer im Hauptbewerb der All-England-Tennis-Championships mit dabei. Der Niederösterreicher hatte seine Partie schon am Montag gewonnen, er trifft am Mittwoch (3. Partie nach 12.30 Uhr) in Runde zwei auf den Deutschen Julian Reister.

Meusburger war als letzte der ÖTV-Abordnung am Dienstagabend an der Reihe und gegen die favorisierte Polin Radwanska wie befürchtet chancenlos. In nur 55 Minuten war die fehlerhafte Vorarlbergerin (18 unerzwungene Fehler) ausgeschieden. Ihr Trost waren dank der Erhöhung des Preisgeldes für 2013 beachtliche 23.500 Pfund (27.600 Euro) für das Verlieren in Runde eins. "Ich bin schon enttäuscht, dass es so glatt ausgegangen ist. Sie hat sehr clever gespielt, gar nicht mit sehr viel Druck, aber sehr platziert und mit Länge", sagte Meusburger nach dem raschen Aus. "Ich hatte mir vorgenommen, die Initiative zu ergreifen. Denn gegen eine Nummer vier braucht man nicht auf Fehler zu warten. Man muss es selbst anpacken, aber das war zu wenig von mir. Ich hätte mir schon eine bessere Auslosung gewünscht, aber so ist es eben", schloss die Vorarlbergerin das Kapitel.

Favoriten weiter

Einen Tag nach dem Schock-Aus von Rafael Nadal gaben sich die Favorits keine Blöße. Der als Nummer eins gesetzte Serbe Novak Djokovic fertigte den Deutschen Florian Mayer problemlos und unter zwei Stunden in drei Sätzen ab, gab sich danach aber ganz und gar nicht überheblich. "Ich kenne seine Qualitäten, also war ich voll konzentriert", sagte Djokovic bei seinem ersten Auftritt seit seiner epischen Halbfinal-Niederlage in Paris gegen Nadal.

In Runde zwei wartet mit Bobby Reynolds oder Steve Johnson ein US-Spieler, der Serbe blieb vorsichtig. "Wie alles im Leben entwickelt sich auch der Tennissport weiter."

Die Show des Tages bei den Damen lieferte Kimiko Date-Krumm. Die 42-jährige Japanerin, die nach Rücktritt und zwölfjährigen Pause wieder voll mitmischt, ließ der 18-jährigen Deutschen Carina Witthöft bei deren Grand-Slam-Debüt in nur 44 Minuten mit einem 6:0,6:2 keine Chance. Hätte Paszek nicht eine bittere 2:6,5:7-Niederlage gegen die 30 Plätze hinter ihr liegende Rumänin Alexandra Cadantu erlitten, wäre die Österreicherin Zweitrundengegnerin der japanischen Legende gewesen.

Dates deutsche Erstrundengegnerin war ein Jahr alt, als die Japanerin 1996 das erste Mal zurücktrat. 59 Spielerinnen des diesjährigen Turniers waren noch nicht geboren, als Date-Krumm 1989 in Wimbledon debütierte. "Die Jungen haben viel Kraft in den Schlägen, aber wenig Varianten. Sie dreschen einfach auf den Ball, nutzen aber nicht den ganzen Platz", erklärte die mit dem deutschen Autorennfahrer Michael Krumm verheiratete Japanerin.

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