US-Open: Rafael Nadal ist der Favorit

US-Open: Rafael Nadal ist der Favorit

Lange Zeit galt Andy Murray als hoch talentierter Tennis-Profi, dem in entscheidenden Momenten die Nerven versagten. Seit dem Olympiasieg und dem Fünfsatz-Finaltriumph bei den US Open 2012 sind die Kritiker des Schotten aber verstummt. Der 26-Jährige reist erstmals als amtierender US-Open-Sieger und Gewinner von Wimbledon nach New York. In der Favoritenrolle befindet sich aufgrund der jüngsten Ergebnisse jedoch ein anderer: Ragael Nadal.

"Es ist eine neue Erfahrung für mich. Ich weiß nicht, wie ich darauf reagieren werde", meinte Murray unmittelbar vor seinem ersten Grand-Slam-Turnier als Titelverteidiger. Der Brite setzt dabei auf die positiven Erfahrungen aus dem Vorjahr. "Ich nächtige im selben Hotel und versuche, meinen Tagesablauf ähnlich zu gestalten", erklärte Murray.

Zuletzt war der Schotte aber überraschend gegen den Tschechen Tomas Berdych im Viertelfinale des Turniers in Cincinnati ausgeschieden. Der Finalsieger hieß dort zum bereits neunten Mal in dieser Saison Rafael Nadal. Der Spanier baute damit seine imposante Bilanz auf Hartplatz auf 15:0 aus. Erstmals seit dem US-Amerikaner Andy Roddick vor zehn Jahren gelang es mit Nadal einem Spieler, die Masters-Events in Montreal und Cincinnati direkt nacheinander zu gewinnen. Ein gutes Omen, denn Roddick triumphierte danach auch bei den US Open 2003.

"Wenn man es einmal geschafft hat, ist es leichter, es noch einmal zu tun"

Nadal, US-Open-Sieger von 2010, gilt auch deshalb bei der 142. Auflage in Flushing Meadows als Topfavorit. Und der Mallorquiner weiß, was es heißt, einen Grand-Slam-Titel erfolgreich zu verteidigen. "Wenn man es einmal geschafft hat, ist es leichter, es noch einmal zu tun", meinte der 27-Jährige. Der Respekt vor dem Spanier ist hoch, sogar der Weltranglistenerste, der Serbe Novak Djokovic, adelte ihn zuletzt: "Seit Rafa wieder da ist, ist er der beste Spieler der Welt." Auch Nadals möglicher Gegner im Achtelfinale, Lokalmatador John Isner, meinte: "Rafa ist auf jeden Fall der Favorit für New York."

Djokovic verabschiedete sich im letzten ATP-Masters vor den US Open wie Roger Federer bereits im Viertelfinale. Federer rutschte deshalb auf Platz sieben im ATP-Ranking ab und wurde bei der Auslosung am Donnerstag zum vierten Mal in diesem Jahr dem gleichen Tableauviertel wie Nadal zugelost. Damit droht Federer bereits im Viertelfinale sein 32. Duell mit dem Iberer - es wäre der erste Vergleich der beiden im "Big Apple".

Obwohl Nadal die zwei bisherigen Duelle in Nordamerika gewann, ging der 32-jährige Federer nach der jüngsten Niederlage in Ohio positiv gestimmt vom Platz. "Ich nehme aus dieser Woche definitiv mehr Sachen mit als aus den vergangenen drei Monaten", sagte der Schweizer.

Bei den Damen hat Serena Williams den Nimbus der Unbesiegbaren am vergangenen Wochenende ablegen müssen. Die in der Weltrangliste überlegen führende Amerikanerin verlor das Endspiel von Cincinnati gegen Viktoria Asarenka 6:2,2:6,6:7(6). Nach der Niederlage schickte die 31-jährige Williams indirekt eine Kampfansage an die sieben Jahre jüngere Weißrussin: "Ich habe mich die ganze Woche nicht besonders gut gefühlt."

Asarenka, im Vorjahr erst in drei Sätzen im Finale an Serena Williams gescheitert, schob ihrer Konkurrentin danach fast vorsichtshalber die Favoritenrolle zu: "Wir sind hier in den Vereinigten Staaten und Serena ist die Titelverteidigerin. Ich denke, dass sie trotzdem die Favoritin ist."

Williams, die am Donnerstag gemeinsam mit Murray die Lose zog, bekommt es in der ersten Runde in Francesca Schiavone aus Italien mit der French-Open-Siegerin von 2010 zu tun, Asarenka trifft auf die Deutsche Dinah Pfizenmaier. Die Siegerin von Wimbledon wird dagegen in New York fehlen: Die Französin Marion Bartoli beendete erst vor einer Woche völlig überraschend ihre Karriere.

---
Rechtzeitig zu den US-Open hat FORMAT für Sie die besten Reise-Tipps für einen Aufenthalt in New York.

Missbrauchsvorwürfe gegen ÖSV-Trainerlegende Charly Kahr

Sport

Missbrauchsvorwürfe gegen ÖSV-Trainerlegende Charly Kahr

Wirtschaft

Formel 1 will mit "Cable Cowboy" neu durchstarten

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft

Wirtschaft

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft