Sponsor-Ankick bei Rapid

Sponsor-Ankick bei Rapid

Die Meisterschaft ist für den SK Rapid (enttäuschend) vorbeigegangen, doch in der Präsidiums-Kabine wird eifrig an der Aufstellung für ein Mega-Projekt gefeilt.

Finanzchef Werner Kuhn hat in den vergangenen Tagen und Wochen die Suche nach Sponsoren intensiviert. Vor allem mit Unternehmen aus der Glücksspiel-Branche wie den Österreichischen Lotterien und Novomatic wurden Gespräche über monetäre Unterstützung geführt.

Als Großsponsor fällt Novomatic wahrscheinlich aus, denn der Glücksspielkonzern will beide Wiener Großklubs gleich behandeln. Hoffnungen legt Rapid auf die Versicherungs-Branche, hier insbesondere auf die VIG-Gruppe. Denn mittlerweile scheint fix: Die Grün-Weißen wollen ein neues Stadion bauen und brauchen dafür viel Geld.

Als Vorbild haben sich die Hütteldorfer das Stadion des deutschen Erstligisten Mainz 05, die Coface Arena, ausgeguckt. Eine ähnliche Spielstätte in Wien mit rund 30.000 Zuschauerplätzen soll um die 44 Millionen Euro kosten. Wie ein Rapid-Sprecher bestätigt, ist auch ein Branding nicht ausgeschlossen. Ein vergleichbares Beispiel bietet Meister Austria mit der Generali-Arena. Mit modernem Ambiente und zeitgemäßen Sky-Boxen will man bei Rapid den Anhang über den Verlust des St. Hanappi trösten.

Zeitplan fürs Stadion-Projekt

Bereits diesen Freitag tritt eine Satzungs- und Strukturkommission zusammen, die Rapid bis zur Hauptversammlung im November zukunftsfit machen soll. Gleichzeitig befindet sich die Baukosten-Studie im vollen Gange. Hier soll die Entscheidung schon im August fallen. Fix ist, dass die Stadt Wien rund 20 Millionen Euro zum Stadionbau an Subventionen beisteuern wird. Einen kleinen einstelligen Millionbetrag hat Rapid aus dem eigenen Budgetrahmen freigeschaufelt. Wie viel das genau ist, will die Plattform "Rapid bin ich“ bei einer außerordentlichen Hauptversammlung herausfinden. Dort sollen sämtliche Finanzberichte seit dem Jahr 2010 offengelegt werden.

Knackpunkt ist neben den Kosten die Standortfrage. Abriss und Neubau in Wien-Hütteldorf oder Verlegung an einen anderen, weniger tradtionsreichen Ort - darüber wird heftig gestritten. Hardliner der Anhängerschaft und die Klubführung bestehen auf Ersterem, während Reformer für verkehrs - und infrastrukturmäßig geeignetere Standorte plädieren. Fix scheint nur, dass der Vereinssitz, also die Geschäftsstelle, im 14. Bezirk bleiben muss.

Jetzt müssen nur auch wieder sportliche Erfolge her, denn mit ähnlich mäßigen Leistungen wie in der abgelaufenen Saison wird sich der Zuschauerschnitt von 16.400 weder halten noch steigern lassen.

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