Salzburger haben vierte EL-Gruppenphase im Visier

Salzburger haben vierte EL-Gruppenphase im Visier

Red Bull Salzburg will gegen Schalgiris Vilnius zum vierten Mal in die Gruppenphase der Europa League. Von 2009 bis 2011 war das dreimal in Serie gelungen. Die Salzburger gelten gegen Schalgiris als klarer Favorit. Die Litauer haben in der laufenden Qualifikation aber bereits mit dem Aufstieg gegen Lech Posen überrascht.

Salzburgs Co-Trainer Oliver Glasner hat Vilnius am Montag vor einer Woche in der Liga gegen Dainava Alytus (1:0) beobachtet. Die Generalprobe des litauischen Cupsiegers am Wochenende wurde abgesagt. Mehr Aufschlüsse haben die Bullen aber ohnehin aus den Duellen mit Lech Posen gewonnen. "Der Gegner in der Meistschaft war nicht so gut, dass man sehr viel sehen konnte", sagte Salzburg-Trainer Roger Schmidt.

In der litauischen A-Lyga liegt Schalgiris nach 20 Runden mit nur einer Niederlage klar auf Meisterkurs. Es wäre der vierte Meistertitel der Clubgeschichte, der erste seit 1999. Das Team vertraut auf eine kompakte Defensive. Gefährlichster Offensivakteur ist der Pole Kamil Bilinski, Trainer dessen Landsmann Marek Zub. "Gegen Lech hat man gesehen, dass sie sehr gut organisiert sind, defensiv sehr stabil sind und auf Konterfußball setzen", warnte Schmidt.

Wie in der heimischen Liga dürfte es also an den Bullen liegen, das Spiel zu machen. Das haben die Salzburger auch in der Champions-League-Qualifikation getan, scheiterten dort aber als zumindest im Hinspiel deutlich stärkere Mannschaft an der Effizienz von Fenerbahce Istanbul. Die Frustration darüber ist noch nicht verflogen. Auf dem Weg in die Europa League werde man daher "keine Kompromisse eingehen", versicherte Schmidt.

"Es wartet keine einfache Aufgabe auf uns. Aber wir wollen in die Gruppenphase und dort einen guten Eindruck machen", betonte der Deutsche, der zusehends auf mehr Optionen zurückgreifen kann. "Es kommen jetzt Schritt für Schritt Spieler zurück", meinte Sportdirektor Ralf Rangnick.

Dusan Svento etwa wurde am Samstag gegen Sturm Graz (1:1) erstmals nach seinem Bänderriss im Knöchel eingewechselt. Innenverteidiger Rodnei absolvierte am Sonntag einen 70-minütigen Test gegen die Reservisten des Ligarivalen Grödig. Ein Einsatz im Europacup dürfte aber noch zu früh kommen, gelten die Youngsters Martin Hinteregger und Andre Ramalho im Abwehrzentrum doch derzeit ohnehin als gesetzt.

Die Alternative Franz Schiemer dürfte wegen Rückenproblemen noch einige Zeit benötigen (Schmidt: "Es ist eine komplizierte Verletzung"). Youngster Valentino Lazaro wird nach Operation seines zweiten Mittelfußbruches noch im Herbst einsteigen, Isaac Vorsah dagegen fällt mit Kreuzbandriss bis Frühjahr aus. Neben Kapitän Jonatan Soriano dürfte trotz zuletzt mäßiger Form Alan stürmen. Havard Nielsen ist mit seiner Schulterverletzung fraglich.

Bei den Litauern fehlt Stürmer Andrius Velicka wegen einer Roten Karte, die er in der Schlussphase in Posen gesehen hatte, sowohl im Hin- als auch im Rückspiel (29. August) gesperrt. Als Ersatz verpflichtete Schalgiris vergangene Woche den 21-jährigen Franzosen Serge Nyuiadzi.

Im Vorjahr war der Hauptstadtclub in der dritten Quali-Runde an Admira Wacker Mödling gescheitert. Einem 1:1 in Vilnius folgte in der Südstadt ein klares 1:5. "Salzburg ist wahrscheinlich stärker als Admira, aber auch wir sind in diesem Jahr stärker", versicherte Mittelfeldspieler Mantas Kuklys. "Wir haben auf jeden Fall eine Chance, auch wenn es sehr, sehr schwer wird."

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