Salzburg-Einspruch gegen Quali-Spiel von Fenerbahce

Salzburg-Einspruch gegen Quali-Spiel von Fenerbahce

Red Bull Salzburg hat beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne einen Dringlichkeitsantrag gegen die Austragung des Play-off-Hinspiels der Champions-League-Qualifikation zwischen Fenerbahce Istanbul und Arsenal eingebracht. Das bestätigten Sportdirektor Ralf Rangnick und Geschäftsführer Jochen Sauer am Mittwoch. Eine Entscheidung werde ebenfalls noch am (heutigen) Mittwoch vor Spielbeginn erwartet.

Hintergrund ist der ursprüngliche Ausschluss von Fenerbahce aus dem Europacup wegen der Verurteilung in einem Manipulationsskandal 2010/11, den das CAS Mitte Juli vorübergehend aufgehoben hat. Salzburg schied daraufhin in der dritten Quali-Runde gegen die Türken (1:1,1:3) aus. In einem ähnlichen Fall hat die UEFA vergangene Woche Metalist Charkiw ausgeschlossen. PAOK Saloniki rückte trotz des Aus gegen die Ukrainer ins Play-off gegen Schalke 04 auf.

Darauf hätte auch Salzburg gehofft. "Wir haben bei der UEFA und beim CAS eine Beschwerde eingelegt, in unserem Sinne Maßnahmen zu ergreifen, die darauf abzielen, den Spielplan anzupassen", erklärte Sauer. Die UEFA hat den Antrag der Salzburger bereits am Dienstag abgewiesen, das CAS hat seine endgültige Entscheidung im "Fall Fenerbahce" erst für 28. August angekündigt - einen Tag nach dem Rückspiel gegen Arsenal.

"Es ist nicht so, dass wir eine große Hoffnung haben, dass jetzt alles in eine andere Richtung geht", gestand Sauer. "Aber wir fühlen uns nicht ganz gerecht behandelt." Zwar kenne man die Details der Fälle Metalist Charkiw und Fenerbahce nicht. Sauer: "Solange die Unterschiede für uns von außen aber nicht ersichtlich sind, haben wir aber die für uns möglichen Schritte eingeleitet."

Deutliche Worte fand Sportchef Rangnick, der einer vergebenen Chance auf die Königsklasse nachtrauert. "Für mich ist es völlig unverständlich, wie man als UEFA einen Wettbewerb und eine Auslosung starten kann, bei dem man vorher schon weiß, dass Verfahren laufen", betonte der frühere Schalke-Trainer. "Die Verfahren sind ja nicht neu, nicht vom Himmel gefallen."

Besonders sauer stößt Rangnick die Ungleichbehandlung auf. "Man müsste sich einmal vorstellen, wenn das statt uns Bayern München oder Manchester United oder einen anderen Topverein in Europa betreffen würde, was da los wäre", erinnerte der Deutsche. Den Manipulationsverdacht gegen Fenerbahce wollte er nicht geringreden. Rangnick: "Wenn du in der Land wie der Türkei von einem eigenen Gericht verurteilt wirst, kann man davon ausgehen, dass das nicht ohne Grund passiert."

Erst am Tag vor der Auslosung hatte Fenerbahce vom CAS die vorübergehende Spielerlaubnis erhalten, die UEFA musste das Urteil akzeptieren. Mittlerweile droht ein Chaos - nicht nur bei den Terminen. "Ehrlich gesagt habe ich die Befürchtung, dass die bei der UEFA selber nicht mehr ganz durchblicken, was da passiert", sagte Rangnick. "Das ist nicht mehr nur nicht sauber, das stinkt zum Himmel."

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