Roger Federer feiert Turniersieg in Halle

Roger Federer feiert Turniersieg in Halle

Beim Rasen-Turnier in Halle gewann Roger Federer am Sonntag das packende Endspiel gegen den Russen Michail Juschni mit 6:7(5),6:3,6:4.

Zehn Jahre nach seinem ersten Erfolg in Westfalen feierte der 31-Jährige seinen sechsten Titelgewinn bei diesen Rasenturnier und bewies den Kritikern, dass in Wimbledon mit ihm in diesem Jahr wieder zu rechnen sein wird.

Der 17-fache Grand-Slam-Turnier-Sieger beendete mit seinem Erfolg eine lange Durststrecke. Letztmals hatte er im August 2012 in Cincinnati triumphiert - für den erfolgsverwöhnten Federer fast eine Ewigkeit. Gutes Omen: Vor zehn Jahren gewann die langjährige Nummer eins der Welt nach seinem Premierensieg in Halle wenig später auch zum ersten Mal in Wimbledon.

"Ich habe schon viel gewonnen, aber zuletzt eben nicht so viel. Heute habe ich es wieder geschafft, obwohl Michail sehr gut gespielt hat. Es ist ein wunderschönes Gefühl", sagte Federer, der für seinen ersten Halle-Erfolg seit 2008 ein Preisgeld in Höhe von 123.400 Euro kassierte. "Im dritten Satz war ich einen kleinen Tick besser, vielleicht hat das am Ende den Ausschlag gegeben."

Die zuvor 14 Duelle mit Juschni hatte Federer alle gewonnen, Sonntag hatte er allerdings seine Mühe. Denn der Russe ließ sich von dieser Bilanz nicht einschüchtern und trumpfte unbekümmert auf. Nachdem Federer im ersten Aufschlagsspiel gleich vier Breakchancen nicht genutzt hatte, tat er sich auf dem voll besetztem Center Court schwer, seinen Rhythmus zu finden. Juschni bestimmte mit druckvollen Grundlinienschlägen und variablem Spiel das Geschehen.

Auch im zweiten Durchgang fand Federer zunächst keine Mittel. Während der Russe weiter top spielte, unterliefen dem Schweizer ungewohnt viele leichte Fehler. Doch dann legte Federer los, machte acht Punkte nacheinander, nahm Juschni zum 5:3 zu Null den Aufschlag ab und schaffte nach 1:29 den Satzausgleich. Im finalen Satz gelang Federer erst zum 4:3 mit einem technisch perfekten Rückhand-Passierschlag das entscheidende Break. Nach 2:02 Stunden verwandelte Federer seinen ersten Matchball.

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