Ried zerlegt Sturm Graz

Ried zerlegt Sturm Graz

Ried ist in der Fußball-Bundesliga weiter ungeschlagen. Die Oberösterreicher feierten am Samstag zum Auftakt der sechsten Runde einen 3:0-(2:0)-Heimsieg gegen Sturm Graz und übernahmen damit zumindest bis zum Sonntag auch die Tabellenführung.

Julius Perstaller (12.) bei seinem Startelf-Debüt im Ried-Dress und Clemens Walch mit einem Doppelpack (35., 68.) sorgten vor 5.800 Zuschauern in der Keine-Sorgen-Arena für die Entscheidung. Die Innviertler - mit dem überraschend schnell wieder fit gewordenen Thomas Reifeltshammer - legten damit auch ihren Sturm-Fluch ab, hatten sie doch in der vergangenen Saison alle vier direkten Duelle verloren.

Das deutlich größere Selbstvertrauen der Rieder wurde am Platz deutlich, sie waren vor der Pause aggressiver, zweikampfstärker und vor allem zielstrebiger. Und Coach Michael Angerschmid hatte auch ein goldenes Händchen. Der für den gesperrten Rene Gartler in die Startformation gerückte Perstaller durfte sich über einen Einstand nach Maß freuen. Patrick Möschl setzte sich gegen drei Grazer durch und spielte ideal auf den Ex-Innsbrucker, der vom 16er ins lange Eck traf (12.).

Die Rieder waren in der Folge dem 2:0 näher, Sandro Wieser sorgte via Freistoß (17.) und Weitschuss (21.) für Gefahr. Der zweite Treffer ging auf das Konto von Walch nach einem herrlichen Spielzug. Robert Zulj bediente Walch mit einem tollen Zuspiel über die Abwehr in den Lauf und der Mittelfeldspieler schloss ins lange Eck ab, Christian Gratzei konnte nicht mehr entscheidend abwehren (35.).

Bei den Grazern war alles nur Stückwerk, es fehlte die Genauigkeit, vor allem auch beim letzten Pass oder im Abschluss. Ein Wolf-Querpass landete auf der Ferse von Marcel Ziegl, Daniel Beichler wäre in der Mitte völlig freigewesen (20.). Ein Wolf-Abschluss ging drüber (23.), und bei der besten Aktion brachte der alleine auf Thomas Gebauer zulaufende glücklose Robert Beric den Ball nicht im Tor unter, Rieds Schlussmann rettete in höchster Not (44.).

Zur Pause musste Perstaller in der Kabine bleiben, er verspürte ein leichtes Ziehen im Oberschenkel. Die Rieder gingen es mit dem komfortablen Vorsprung im Rücken ruhiger an, die Grazer waren etwas präsenter, blieben aber weiter vieles schuldig. Beric setzte einen Kopfball weit daneben (58.). Auf der anderen Seite waren die Oberösterreicher Meister der Effizienz und machten in Tor-des-Jahres-Manier den Sack zu. Nach einem Konter spielte Sandro schnell auf Walch, der den vor seinem Tor stehenden Gratzei von der Seite herrlich überhob (68.).

Die Grazer - bei denen auch der Ex-Rieder Anel Hadzic bei seinem ersten Auftritt gegen seinen Ex-Club farblos blieb - gaben sich nicht auf, hatten aber nicht die Mittel, um einen Treffer zu erzielen. Daniel Offenbacher hatte mit einem Schuss an die Latte auch Pech (73.). Auch der Ausschluss von Sandro änderte nichts mehr, der zur Pause eingewechselte Brasilianer sah wegen einer Schwalbe zurecht Gelb-Rot (84.). In der Nachspielzeit hätten die Rieder in Unterzahl sogar noch einmal erhöhen können, ein Kragl-Schuss sprang aber von der Stange zurück (92.).

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