Red Bull gibt Webber-Nachfolger doch noch nicht in Spa bekannt

Red Bull gibt Webber-Nachfolger doch noch nicht in Spa bekannt

Der Formel-1-Rennstall Red Bull Racing will die Entscheidung über Sebastian Vettels neuen Teamkollegen auch beim kommenden Grand Prix in Belgien (Sonntag, 14.00 Uhr/RTL und Sky) nicht bekannt geben.

Einen Vorteil hatte es ja stets für Sebastian Vettel. Mark Webber als Teamkollege war der Beweis für das Ausnahmetalent des Weltmeisters, an dem seit Jahren vor allem die Konkurrenten immer wieder zweifeln. Dass Vettel einen anerkannt starken und erfahrenen Stallrivalen derart deutlich dominiert, zeigte, dass die Erfolge des Heppenheimers nicht allein auf den starken Red-Bull-Boliden zurückzuführen sind.

Es blieb seit 2009 jedoch der einzige Vorteil. Während etwa bei Ferrari mit Fernando Alonso vor Felipe Massa klare Kräfteverhältnisse herrschten, wollte sich Webber nie in eine solche Rolle fügen. Der Australier fährt seit 2007 für Red Bull, als zweimaliger WM-Dritter hat er gewisse Ansprüche. Und so knirschte es regelmäßig, nicht nur einmal kamen sich die Alpha-Tiere auf der Strecke in die Quere.

Auch vor diesem Hintergrund wäre die Entscheidung für Daniel Ricciardo und gegen Kimi Räikkönen, wie sie nun anscheinend getroffen wurde, die richtige. Denn, so ungewöhnlich es klingt für einen dreimaligen Weltmeister, Vettel stiege damit auf zur klaren Nummer eins bei Red Bull. Im jungen Ricciardo bekommt der Heppenheimer einen starken zweiten Mann, der jedoch erstmal den nächsten Schritt seiner Karriere gehen muss - im Schatten des Champions.

Für Vettel ist das die beste Lösung. Ein Duo Vettel/Räikkönen wäre für die Fans spektakulär gewesen, aus Sicht des Teams hätte sie womöglich neue Probleme provoziert - trotz der Freundschaft der beiden Top-Piloten. Denn Räikkönen will noch einmal Weltmeister werden. Nur deshalb ist er 2012 zurückgekehrt, nur deshalb würde ein Wechsel zum derzeit stärksten Rennstall für ihn Sinn machen. Die gleichen Ziele hat Vettel, Anspruch und Ehrgeiz gleichen sich zu sehr, um gemeinsame Erfolge zu begünstigen.

Ein Zuschlag für Ricciardo wäre somit die klare Entscheidung für weitere Erfolge Vettels - und für den lang ersehnten Frieden im Team.

Räikkönen-Manager: Ferrari ist "eine Option"

Kimi Räikkönens Manager hat eine mögliche Rückkehr des Finnen zu Ferrari zumindest als "eine Option" bezeichnet. "Es ist mein Job, mit allen Teams zu reden, die ein verfügbares Cockpit haben, und das werde ich tun", kündigte Steve Robertson am Dienstag vor dem Formel-1-Grand-Prix von Belgien an. Spekulationen, dass schon alles klar sei mit Ferrari, wies Robertson allerdings klar zurück.

Räikkönen, der Ende 2009 seinen Platz bei der Scuderia für Fernando Alonso räumen musste, zieht aber eine Rückkehr zum italienischen Traditionsteam durchaus in Betracht. Ferrari hat jedoch mehrfach verlauten lassen, momentan kein Interesse am Fahrermarkt zu haben. Es kann sich also alles noch hinziehen, in zweieinhalb Wochen steht das Heimrennen der Tifosi in Monza an.

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