Rapidler gehen Selbstbewusst ins 306. Wiener Derby

Rapidler gehen Selbstbewusst ins 306. Wiener Derby

Die Hütteldorfer kämpfen am Sonntag zu Hause gegen das Ende einer Negativserie im Prestigeduell und dürfen sich aufgrund des guten Saisonstarts berechtigte Hoffnungen machen. Vor allem auch, da die Favoritner noch auf der Suche nach ihrer Meisterform sind.

Die Austria hatte vor der Partie einen Tag mehr Pause, war sie doch schon am Mittwoch beim torlosen Remis gegen Hafnarfjördur in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League im Einsatz. Die Leistung auf Island war allerdings alles andere als berauschend. Die Hütteldorfer besiegten hingegen nach einem besseren Auftritt am Donnerstag Asteras Tripolis in der Retourpartie der dritten Europa-League-Qualifikationsrunde mit 3:1 und schafften damit eine gelungene Generalprobe.

"Wir wollen den Zuschauern wieder etwas bieten. Die Burschen sind gut drauf, treten selbstbewusst auf und spielen einen guten Fußball", war Rapid-Trainer Zoran Barisic optimistisch. Die Vorfreude auf die Partie sei daher sehr groß. "Solche Spiele sind wichtig für die Entwicklung der jungen Mannschaft, die bringen uns weiter", ergänzte der 43-Jährige.

Die Rapidler sind mit sieben Punkten aus drei Spielen noch ungeschlagen, die Austrianer halten bei vier Zählern und konnten bisher nicht wie in der Meistersaison überzeugen. Von einer Favoritenrolle will man im Hütteldorfer Lager trotzdem nichts wissen. "Es gibt meiner Meinung nach keinen Favoriten, es ist alles offen", sprach Barisic Klartext. Mit dem Gegner will sich der Rapid-Coach gar nicht zu viel beschäftigen. "Wir schauen auf uns."

Die zuletzt angeschlagenen Marcel Sabitzer und Christopher Dibon sind eventuell Alternativen für Sonntag. "Ich will keine Folgeverletzungen, werde daher kein Risiko eingehen", sagte Rapids Trainer aber auch ganz deutlich. Louis Schaub dürfte nach seinem Doppelpack gegen Tripolis in die Startelf rücken, den aufgetretenen Hype um den Jungstar sieht Barisic nicht gerne. "Mir ist das nicht recht. Louis ist aber sehr bodenständig und kann sicher mit der Situation umgehen. Ich werde mich aber mit ihm unterhalten und ihm mitteilen, dass er fokussiert bleiben muss und sich nicht verrückt machen lassen darf."

Jan Novota wird bei den gegen die Austria neun Spiele sieglosen Rapidlern wieder das Tor hüten, sein Einsatz ist ein gutes Omen für die Barisic-Truppe. Der 29-jährige Slowake ist im Derby noch unbesiegt, war allerdings erst einmal - beim jüngsten Duell in der Generali-Arena (2:2) - im Einsatz. Auch insgesamt ist seine Bilanz beachtlich, wurden doch mit ihm von 19 Bundesligaspielen nur drei verloren. "Ich will dafür sorgen, dass es auch am Sonntag nicht mehr wie drei Niederlagen und sechs Unentschieden sind", hoffte Novota auf einen vollen Erfolg. Es wäre der erste Rapids gegen die Austria seit 13. März 2011 (1:0 dank Salihi-Tor) in Favoriten.

Auf eine Aufbesserung seiner eigenen Derby-Bilanz hoffte Sportdirektor Helmut Schulte. "Im ersten Derby haben wir gut gespielt und verloren, im zweiten haben wir ordentlich gespielt und Unentschieden gespielt. Mein drittes Derby steht vor der Türe, die Reihenfolge ist klar", sagte der Deutsche. Der 55-Jährige blickte mit "realistischem Optimismus" in Richtung Sonntag. "Die Mannschaft hat sich das nötige Selbstvertrauen erarbeitet und sollte das jetzt nutzen."

Die Partie wird von Harald Lechner geleitet, 16.700 Zuschauer werden im Hanappi-Stadion Platz nehmen, darunter auch 1.700 Anhänger der Gästemannschaft. Die Organisatoren raten, öffentlich zum Stadion anzureisen.

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