Rapid in Grödig auf Revanche aus

Rapid in Grödig auf Revanche aus

Da die Chance auf den Aufstieg ins Sechzehntelfinale dadurch aber deutlich kleiner wurde, stiegen die Wiener mit gemischten Gefühlen in den Bus in Richtung Grödig. Gegen den Aufsteiger sind die Hütteldorfer nach dem 0:1 in Wien am Sonntag (16.30 Uhr) in der Untersbergarena in der 15. Bundesliga-Runde auf Revanche aus.

"Wir haben mit Grödig noch eine Rechnung offen. Diesmal wollen wir die Mannschaft sein, die die Punkte mit nach Hause nimmt", gab Rapids Außenverteidiger Christopher Trimmel die Marschroute vor. Am 25. August hatten die Wiener im Hanappi-Stadion im direkten Duell mit 0:1 den Kürzeren gezogen.

Mittlerweile hat sich bei den Rapidlern aber vieles zum Positiven gewendet. "Unsere Entwicklung ist sehr gut, das bekommt jeder mit. Jetzt muss jeder hart weiterarbeiten, damit wir nächstes Jahr wieder international spielen können“, sagte Rapid-Trainer Zoran Barisic.

Vier Runden ist seine Truppe in der Meisterschaft ohne Niederlage, zuletzt gab es einen 1:0-Sieg im prestigeträchtigen Wiener Derby und den 4:2-Erfolg in Unterzahl gegen Schlusslicht Admira Wacker Mödling. "Mit jedem Spiel haben wir mehr Selbstvertrauen“, meinte Goalie Jan Novota.

Die Partie gegen Genk wurde analysiert. "Jetzt gilt die volle Konzentration dem Grödig-Spiel, das schwer genug wird“, rechnete Barisic mit harter Gegenwehr des Tabellennachbarn. Die Rapid-Spieler wissen, was es gegenüber dem starken Auftritt am Donnerstag zu verbessern gibt. "Wir haben in der Defensive kleine Fehler und vorne zu wenig Tore gemacht. Das muss besser werden“, war sich Trimmel bewusst. Und Doppeltorschütze Terrence Boyd ergänzte: "Wir müssen vor dem Tor eiskalter werden.“

Bei den Hütteldorfern stand im Vorfeld des Spiels Regeneration im Vordergrund. Aufgrund der intensiven 90 Europa-League-Minuten dürfte es ziemlich sicher die eine oder andere personelle Veränderung geben. "Es gilt die richtige Balance zu finden, was die physische Sache betrifft“, sagte Rapids Trainer. Möglich ist, dass Guido Burgstaller nach überstandener Verletzung erstmals wieder in der Startformation steht. Fix ist, dass die Innenverteidigung umgebaut werden muss, da Christopher Dibon gesperrt ist.

Die Grödiger sind zuletzt etwas zurückgefallen, in den jüngsten sechs Runden gab es nur einen Sieg. Im eigenen Stadion warten sie seit dem 4:3 gegen den WAC am 17. August auf einen vollen Erfolg, kassierten dabei in vier Spielen drei Niederlagen, darunter zuletzt zwei in Folge. "Wir haben seit fast drei Monaten kein Spiel mehr zu Hause gewonnen, es wäre jetzt an der Zeit wieder einmal ein Erfolgserlebnis zu feiern", meinte Grödig-Trainer Adi Hütter.

Der 1:0-Sieg im Hanappi-Stadion macht den Salzburgern Mut. "Wir haben schon bewiesen, dass wir sie schlagen können. Wir haben in Wien gut gespielt und verdient gewonnen", erinnerte der Vorarlberger. An der Ausgangslage habe sich aber nichts geändert. "Wenn wir gewinnen würden, wäre es keine Top-Sensation mehr, aber noch immer eine Sensation", betonte Hütter.

Grödigs Coach verfolgte Rapids Europa-League-Auftritt und war positiv angetan. "Sie haben ein gutes Spiel gemacht, sind sehr gefährlich im Umschalten von Defensive auf Offensive und waren auch physisch in einem guten Zustand", analysierte Hütter. Deshalb rechnete er im Duell der beiden kopfballstärksten Teams der Liga auch nicht mit körperlichen Problemen der Rapidler.

In seiner Mannschaft gibt es Änderungen gegenüber dem 1:1 beim WAC. Ione Cabrera und Mario Leitgeb kehren nach ihren Sperren zurück, dafür fehlt der gesperrte Sascha Boller und aller Voraussicht nach auch Lukas Schubert (krank) und Robert Strobl (angeschlagen). Für die Tore soll der erstmals ins Nationalteam einberufene Toptorschütze Philipp Zulechner sorgen.

Eine besondere Partie ist es für Grödigs Manager Christian Haas, für den ein persönlicher Lebenstraum in Erfüllung geht. "Es ist eine Riesenfreude für mich, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht und wir Rapid hier in Grödig begrüßen dürfen. Aber am Ende des Tages ist es nichts anderes als ein Bundesligaspiel, das wir gewinnen wollen, um Rapid in der Tabelle wieder zu überholen und in die Top 3 zurückzukehren", sagte Haas. Die Grödiger haben als Vierter nur zwei Zähler Rückstand auf Rapid.

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