Rapid vs. Admira – Katzer trifft auf alte Bekannte

Rapid vs. Admira – Katzer trifft auf alte Bekannte

Der Neo-Südstädter Markus Katzer steht nach neun Jahren beim Rekordmeister Rapid wieder gemeinsam mit Steffen Hofmann und Co. auf dem Platz - diesmal allerdings als Gegner.

Von 2004 bis zum Ende der vergangenen Saison trug Katzer das grün-weiße Trikot, gewann mit Rapid in dieser Zeit zwei Meistertitel (2005, 2008), stand einmal in der Champions-League-Gruppenphase (2005) und dreimal in der Europa-League-Gruppenphase (2009, 2010, 2012). "Natürlich ist das ein besonderes Spiel für mich. Ich habe mit Rapid viel Positives erlebt, es war eine unglaublich schöne Zeit", sagte der 33-Jährige.

Nach dem Anpfiff aber gibt es 90 Minuten lang keinen Platz für Sentimentalitäten. "Ich bin jetzt bei der Admira, und es gilt, alles für den Verein zu tun, damit er so schnell wie möglich wieder von unten wegkommt", erklärte der Linksverteidiger des Schlusslichts.

Die Voraussetzungen dafür sind laut Katzer gegeben. "In der Mannschaft sind viele gute Fußballer und nette Charaktere." Deshalb schmerzt der Abschied vom Rekordmeister auch nicht mehr. "Ich bin stolz, für die Admira spielen zu dürfen und gebe mich nicht mit der Vergangenheit ab."

Führungsspieler

Die Gegenwart spielt sich für Katzer in der Südstadt ab, wo eine Mannschaft mit vielen jungen Eigenbauspielern die Routine des Ex-Teamspielers benötigt. "Ich war bei Rapid ein Führungsspieler und es liegt auf der Hand, dass ich auch bei der Admira einer bin. Ich habe mich auf jeden Fall von der ersten Minute voll eingebracht", betonte Katzer.

Der Wiener stieß in einer turbulenten Zeit zu den Südstädtern - am Dienstag der vergangenen Woche wurde der Vertrag unterschrieben, drei Tage später war Trainer Toni Polster Geschichte. "Für mich war das überraschend, aber der Verein hat so entschieden, und das ist zu akzeptieren."

Von Polsters Nachfolger Oliver Lederer hat Katzer eine hohe Meinung. "Man merkt, dass er ein akribischer Arbeiter ist, der ein hervorragendes Verhältnis zur Mannschaft hat. Er ist jung, ambitioniert und arbeitet sehr modern. Das taugt mir und kommt gut an", sagte der Defensivspieler über seinen nur knapp zwei Jahre älteren Coach.

Lobende Worte hat Katzer auch für Rapid-Trainer Zoran Barisic parat. "Rapid hat bisher körperlich einen guten Eindruck hinterlassen und im spielerischen Bereich gezeigt, dass viel in der Mannschaft steckt. Da sieht man, dass Barisic absolute Top-Arbeit leistet."

Was für die Hütteldorfer in dieser Saison noch herausschauen könnte, wagte Katzer nicht zu prophezeien. "Jetzt wünsche ich ihnen einmal, dass sie in die Europa-League-Gruppenphase kommen. Was die Meisterschaft betrifft, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts Konkretes sagen, aber die Richtung stimmt auf jeden Fall."

Am Sonntag soll der positive Trend von Rapid zumindest unterbrochen werden - wenn möglich sogar mit einem Katzer-Tor. "Aber wenn es so sein sollte, bin ich so respektvoll, dass es keinen frenetischen Jubel geben wird", kündigte der Verteidiger an.

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