Österreich vs. Griechenland – Verdiente Schlappe des ÖFB-Teams

Österreich vs. Griechenland – Verdiente Schlappe des ÖFB-Teams

Mach dem 1:2 gegen Wales und dem 0:3 gegen die Elfenbeinküste musste sich die ÖFB-Auswahl am Mittwochabend in Salzburg dem Weltranglistenelften Griechenland verdientermaßen 0:2 (0:1) geschlagen geben. Kostas Mitroglou erzielte vor 23.400 Zuschauern beide Treffer (39., 67.) für die Gäste.

Damit verpatzten die Österreicher die Generalprobe für die entscheidende Phase der WM-Qualifikation, die mit den Spielen gegen Deutschland (6.9. in München) und Irland (10.9. in Wien) eingeleitet wird. Auch der von Teamchef Marcel Koller erhoffte Entwicklungsschritt blieb aus.

Dabei startete Österreich bis auf eine Ausnahme - Aston-Villa-Stürmer Andreas Weimann ersetzte den verletzten Marc Janko - mit derselben Elf wie zuletzt am 7. Juni beim 2:1-Heimsieg in der WM-Qualifikation gegen Schweden. Bei den Griechen fehlten dagegen einige prominente Spieler, da Teamchef Fernando Santos Stars wie Georgios Karagounis, Theofanis Gekas, Georgios Samaras oder Dimitrios Salpingidis für das Testspiel erst gar nicht nominiert hatte.

Die ÖFB-Mannschaft tat sich trotzdem von Beginn an gegen den defensiv eingestellten Ex-Europameister (2004) extrem schwer. Das Pressing funktionierte nur teilweise, das schnelle Umschalten nicht wunschgemäß, und dazu fehlte es auch noch an Präzision. Dementsprechend chancenarm war die Partie.

Bayern-Legionär Alaba, der anfänglich von seinen Mitspielern ständig gesucht und von den Griechen oft gefoult wurde, sorgte mit einem Freistoß, der von Torhüter Karnezis gerade noch an die Stange gelenkt wurde, für den ersten Höhepunkt im Spiel (18.). Der griechische Schlussmann hatte auch mit Fernschüssen von Junuzovic (24.) und Arnautovic (57.) Probleme.

Die Hellenen erwiesen sich im Gegensatz zu den Gastgebern wieder einmal als Meister der Effizienz und verwerteten gleich ihre erste Möglichkeit: Nach einem Ballverlust des ÖFB-Teams nutzte Katsouranis einen schweren Lapsus der Innenverteidigung und bediente mit einem weiten Pass über das halbe Spielfeld genau in die Schnittstelle Stürmer Mitroglou perfekt. Dieser setzte sich gegen Pogatetz durch und ließ auch Schlussmann Almer keine Chance.

Schock im ÖFB-Team

Nach diesem Gegentor wirkte das Team von Marcel Koller geschockt. Auch drei Wechsel zur Pause brachten gegen den diszipliniert und konsequent spielenden Gegner keine Besserung, vor allem weil weiterhin die Passgenauigkeit zu wünschen übrig ließ. Und die Abwehrreihe machte auch in Hälfte zwei keinen sicheren Eindruck. Mitroglou (67.) nützte dem ihm sich bietenden Platz mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zum 2:0.

Wenig später verhinderte bei einer ähnlichen Szene - diesmal zog Kone kurz vor dem Sechzehner ab - nur die Latte den dritten Gegentreffer (71.). Im Finish scheiterte dann auch noch Holebas an der Querlatte (86.). Unterm Strich war Österreich also mit dem 0:2 noch gut bedient, auch wenn Dragovic in der 91. Minute das Kunststück zuwege brachte, alleinstehend am Fünfer am Tor vorbeizuköpfeln.

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