ÖFB-Teamchef Koller fordert höchste Konzentration – Weimann möglicher Janko-Ersatz

ÖFB-Teamchef Koller fordert höchste Konzentration – Weimann möglicher Janko-Ersatz

Österreich gegen Griechenland heißt es am Mittwoch und Teamchef Koller will nichts dem Zufall überlassen: Nachlässigkeiten wie in den jüngsten Freundschaftspartien in Wales (1:2) und daheim gegen die Elfenbeinküste (0:3) sollten tunlichst vermieden werden, so der Schweizer Marcel Koller.

"Wir wollen eine gute Leistung bringen und nicht das Spiel nebenbei machen", erklärte Koller. "Das werden wir auch den Spielern sagen. Wir werden versuchen, das in die Köpfe zu bringen."

Ohne die richtige Einstellung könnte man gegen die Nummer elf der FIFA-Weltrangliste große Probleme bekommen. "Griechenland ist ein absolutes Top-Team, da wollen wir zeigen, dass wir guten Fußball spielen können."

Trotz einiger prominenter Abwesender bei den Griechen - es fehlen unter anderen Georgios Karagounis, Theofanis Gekas (an den der Teamchef aus seiner Bochum-Zeit gute Erinnerungen hat), Georgios Samaras oder Dimitrios Salpingidis - ist Kollers Respekt vor dem Europameister von 2004 nach wie vor groß. "Das ändert nichts an der Ausgangsposition. Die Griechen haben eine Klassemannschaft, die schwer zu bespielen ist. Vielleicht nützen sie das Länderspiel auch, um neue Spieler kennenzulernen."

Der ÖFB-Coach hingegen wird auf Experimente weitgehend verzichten. "Ich möchte nicht groß etwas ändern. Wir sind schon in der Vorbereitung auf die nächsten zwei Quali-Spiele, waren längere Zeit nicht mehr zusammen und müssen die Abläufe im Spiel weiter verbessern."

Dass der eine oder andere Teamspieler noch nicht im Meisterschaftsbetrieb steht, ist für den 52-Jährigen sekundär. "Bei manchen geht es eben erst in einigen Tagen los, aber die Spritzigkeit sollte trotzdem schon da sein."

Nach den Absagen von Marc Janko, Franz Schiemer und Veli Kavlak blieb Koller vor dem Testspiel, für das bis Montagmittag 15.500 Tickets abgesetzt wurden, von weiteren Verletzungssorgen verschont. Philipp Hosiner ist trotz einer im Derby erlittenen Blessur einsatzfähig, nur Guido Burgstaller hat noch mit leichten Fußproblemen zu kämpfen.

Weimann in der Pole Position

Im Rennen um den Platz des verletzten Marc Janko als Mittelstürmer der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft befindet sich Andreas Weimann in der Pole Position. Wie auch ÖFB-Teamchef Marcel Koller bestätigte, ist der England-Legionär für das Testspiel am Mittwoch in Salzburg gegen Griechenland eine Option für diese Position.

Weimann selbst fühlt sich bereit. "Ich spiele zwar bei Aston Villa rechter Stürmer, aber ich glaube schon, dass ich auch Mittelstürmer spielen kann", erklärte der Wiener.

Für Weimann wäre es nach dem 1:2 in Wales - damals auf dem rechten Flügel - sein zweites Länderspiel von Beginn an. In seinen bisherigen sechs ÖFB-Auftritten ging der 22-Jährige leer aus. "Jetzt wäre es schön, wenn mir mein erstes Tor gelingen würde."

Bei Aston Villa brachte es Weimann in der vergangenen Saison immerhin auf zwölf Pflichtspiel-Treffer - wohl auch ein Grund, warum er beim Club aus Birmingham ab sofort die Nummer zehn tragen darf. "Mein Co-Trainer hat mich gefragt, ob ich diese Nummer will - da konnte ich nicht Nein sagen. Es ist für mich eine riesige Ehre, auch wenn es nicht wirklich einen Unterschied ausmacht, welche Nummer ich habe", betonte Weimann.

Mit dem Nationalteam hat der Ex-Rapidler die Teilnahme an der WM 2014 in Brasilien im Visier, auf Vereinsebene will er sich eine ähnlich aufreibende Saison wie 2012/13 ersparen. Damals befand sich Aston Villa in der Premier League bis kurz vor Schluss im Abstiegskampf. "Hoffentlich können wir uns schnell weiter oben festsetzen. Doch da bin ich optimistisch, denn wir sind eine junge Mannschaft, die jetzt ein Jahr reifer geworden ist", meinte Weimann.

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