Innsbrucker fertigen Wr. Neustadt 4:0 ab, Austria siegt beim WAC 1:0

Innsbrucker fertigen Wr. Neustadt 4:0 ab, Austria siegt beim WAC 1:0

Die Tiroler fertigten in der 15. Runde Wr. Neustadt daheim 4:0 (3:0) ab und feierten den ersten Erfolg seit 27. Juli. Mann des Spiels war der 20-jährige Alexander Gründler, der bei seinem Startelfdebüt für Wacker die Treffer zum 1:0 (10.) und 2:0 (37.) erzielte.

Auch Neo-Teamkicker Lukas Hinterseer avancierte beim für Wacker erlösenden Sieg vor 4.000 Zuschauern zum Doppeltorschützen. Hinterseer verwertete souverän zwei Foul-Elfmeter (45.+3, 59.). Der Vorsprung der achtplatzierten Wr. Neustädter auf den Vorletzten aus Innsbruck ist damit auf einen Punkt geschmolzen.

Beide Teams starteten mit Offensivdrang in die Partie. Ein schwerer Schnitzer von Wr. Neustadt-Verteidiger Manuel Wallner ermöglichte den Innsbruckern die frühe Führung. Manuel Wallner, der von Alexander Hauser attackiert wurde, fabrizierte einen Rückpass genau in den Lauf von Gründler. Der Wacker-Stürmer bedankte sich höflich, umkurvte Goalie Jörg Siebenhandl und traf zum 1:0.

Damit wurde Wacker-Trainer Roland Kirchler rasch für seine Personalrochade in der Offensive bestätigt. Denn Gründler bekam diesmal den Vorzug vor Roman Wallner, der nur auf der Ersatzbank Platz nahm. Der Treffer beendete die ambitionierten Wr. Neustädter Angriffsbemühungen mit einem Schlag, mit der Führung im Rücken hatten die Tiroler das Geschehen sicher im Griff.

Obwohl Wacker-Mittelfeldmann Andreas Kuen mit Verdacht auf eine Bänderverletzung ausgewechselt werden musste, blieb Wacker voll auf Kurs und erhöhte in der 37. Minute auf 2:0. Nach Stanglpass von Daniel Schütz war neuerlich Gründler zur Stelle. Der 20-Jährige war schneller als Manuel Wallner am Ball und verwertete aus kurzer Distanz.

Noch vor der Pause schaffte Wacker die endgültige Entscheidung. Siebenhandl foulte den heranbrausenden Schütz, sah dafür die Gelbe Karte und verschuldete einen Elfmeter. Hinterseer verwertete souverän zum 3:0 (45.+3). Dasselbe Elfmeter-Duell gab es in Minute 59 zu sehen. Diesmal wurde Hinterseer von Peter Hlinka zu Fall gebracht, der Gefoulte verwertete neuerlich ohne Probleme zum 4:0.

Damit war der erste volle Wacker-Erfolg seit dem 2:1 in der 2. Runde auswärts gegen die Admira endgültig amtlich, die beste Chance auf den Ehrentreffer der nun schon sechs Partien sieglosen Gäste vergab Witteveen (67.).

Meister siegt beim WAC mit viel Glück 1:0

Die Austria hat am Samstag in der 15. Runde der Fußball-Bundesliga einen schmeichelhaften 1:0 (0:0)-Heimerfolg gegen den Wolfsberger AC gefeiert. Die Wiener, die ihrer Meisterform weiterhin deutlich hinterherhinken, setzten sich dank eines Treffers von Thomas Murg (53.) durch. Die Gäste aus Kärnten trafen zweimal die Latte und einmal die Stange.

Für den WAC setzte es damit im zehnten Pflichtspiel unter Trainer Dietmar Kühbauer die erste Niederlage. Die Austria hielt mit dem Sieg Anschluss an die Salzburg-Verfolger Ried, Rapid und Grödig, der WAC ist weiterhin Siebenter.

Am vorläufigen Ende der englischen Wochen mit Champions League und Bundesliga setzte Nenad Bjelica sein Rotationsprinzip munter fort. Diesmal fanden sich u.a. die vor einer Woche noch aussortiert gewesenen Markus Suttner, Tomas Jun und Philipp Hosiner wieder in der Startelf. Doch Bjelicas Hoffnung, eine frische und hungrige Austria zu sehen, löste sich rasch in Luft auf.

Der WAC war die klar bessere Mannschaft. Die Austria enttäuschte mit Ausnahme einer Hosiner-Großchance (38.), brachte kaum einen gelungenen Angriff zustande und musste sich von den eigenen Fans ein Pfeifkonzert anhören. Denn Ex-Austrianer Michael Liendl knallte den Ball aus halbrechter Position aus 18 Metern an die Latte (13.), nach einem Bilderbuchkonter parierte Heinz Lindner einen Schuss von Gernot Suppan (15.).

Und in der 43. Minute hatte die Austria Glück, dass ein Handspiel von Kaja Rogulj im eigenen Strafraum ohne Folgen blieb. Das Glück stand den Wienern vor den Augen von Teamchef Marcel Koller auch nach der Pause treu zur Seite. Denn nach Liendl-Freistoß landete ein Kopfball von Daniel Segovia an der Latte (48.), ein Fernschuss von Liendl verfehlte das Tor ebenfalls nur knapp (48.). Und zum Drüberstreuen traf Manuel Kerhe nach Liendl-Schuss und Lindner-Abwehr auch noch die Stange (52.).

Praktisch im Gegenzug stellte die Austria das Geschehen völlig auf den Kopf. Der bis dahin kaum in Erscheinung getretene Jun bediente den frei stehenden Murg, und der 19-Jährige traf durch die Beine von Christian Dobnik zum 1:0 (53.). Für Murg war es beim 13. Bundesliga-Einsatz der erste Treffer. Der WAC, der erstmals in der Generali Arena verlor, blieb trotz des bitteren Rückschlags am Drücker, David De Paula (67.) und Segovia (77.) vergaben aber weitere Hochkaräter. Die Möglichkeiten aufs 2:0 vergaben im Finish Hosiner (89.), Roman Kienast (92.) und Marin Leovac (93.).

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