Heinz Lindner heute wieder in der Champions-League-Auslage

Heinz Lindner heute wieder in der Champions-League-Auslage

Heinz Lindner hat seine Chance genutzt. Austrias Schlussmann hat sich - wenn auch notgedrungen - in der Champions League ins Rampenlicht gespielt.

In der Fußball-Königsklasse zeigte der gebürtige Linzer durchwegs starke Auftritte und schaffte es sogar ins "Team der Runde".

"Natürlich ist die Champions League eine Auslage, jeder versucht sein Bestes zu geben für die Mannschaft und sich selbst. Ich denke, das hat man gesehen, wie wir aufgetreten sind", meinte Lindner vor dem vorerst letzten Auftritt im höchsten Europacup-Bewerb gegen Zenit St. Petersburg. "Noch einmal die Atmosphäre genießen", stand für den Oberösterreicher deshalb auf dem Programm.

An Beschäftigung mangelte es ihm in der Champions League nicht. In Madrid raubte Lindner Atletico-Star Diego Costa lange Zeit den Nerv und wurde trotz einer 0:4-Niederlage von der spanischen Presse ausdrücklich gelobt. Beim 1:1 in Porto hielt er sein Team mit zahlreichen Paraden im Spiel und wurde danach von der UEFA in die Elf der Runde gewählt. Tadellose Auftritte gab es auch in den übrigen Partien.

Insgesamt 25 Paraden zeigte Lindner in den ersten fünf Runden. In dieser Wertung lagen nur Matus Kozacik von Viktoria Pilsen (35) und Johan Wiland vom FC Kopenhagen (27) vor ihm. Doch Lindner hängt dies nicht an die große Glocke.

So betonte der bei der Austria bis Sommer 2015 unter Vertrag stehende Goalie unentwegt, dass die Leistung der Mannschaft an erster Stelle steht. Seine Leistungen ordnet er stets selbstkritisch ein. Selbst die UEFA-Auszeichnung stufte der im Vergleich zu anderen Kollegen schlaksig wirkende Lindner als Ehre, aber auch Momentaufnahme ein: "Gerade bei uns Tormännern kann es sehr schnell in die andere Richtung gehen."

Lindners Richtung ging in den vergangenen Monaten aber vornehmlich aufwärts. Kein anderer Meisterkicker der Violetten steigerte seinen Marktwert in den vergangenen Monaten ähnlich wie der von der Liga zum Torhüter der Saison 2012/2013 ausgezeichnete Oberösterreicher. Erreicht hat er dies durch harte Trainingsarbeit und einem gewissen Grad an Geduld.

Der aus der Fußballakademie Linz in jungen Jahren zur Stronach-Akademie gestoßene Lindner gab am 13. Februar 2010 in Kapfenberg als Joker für den verletzten Szabolcs Safar sein Oberhaus-Debüt. 2010/11 avancierte er zum Stammkeeper. 2011/12 musste er für den neu verpflichteten Pascal Grünwald Platz machen, konnte den Platz zwischen den Pfosten aber wieder zurückerobern. Seither ist der fünffache Internationale im Austria-Tor nicht mehr wegzudenken.

Dabei hat Lindner mit nun 23 Jahren noch viele Profi-Jahre vor sich. Und auch wenn er sich bei der Austria laut eigenen Angaben im Moment wohlfühlt, ist der Traum eines Wechsels in eine große Liga immer im Hinterkopf. Einen weiteren Schritt dahin könnte Lindner im Herbst getan haben. Aus der Champions League mitgenommen hat er jedenfalls "sehr viel Erfahrung. Das ist wichtig für die Entwicklung, damit wir weiter an uns arbeiten können".

Missbrauchsvorwürfe gegen ÖSV-Trainerlegende Charly Kahr

Sport

Missbrauchsvorwürfe gegen ÖSV-Trainerlegende Charly Kahr

Wirtschaft

Formel 1 will mit "Cable Cowboy" neu durchstarten

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft

Wirtschaft

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft