Glückliches 2:2 für Rapid gegen Grödig

Glückliches 2:2 für Rapid gegen Grödig

Auch der Kampfgeist machte sich für die spielerisch überforderte Rapid bezahlt. Dominik Starkl (74.) und "Joker" Steffen Hofmann aus einem Foul-Elfer (85.) verwandelten gegen Grödig quasi in der Rapid-Viertelstunde ein 0:2 noch in ein 2:2, dank dessen man nun fünf Ligaspiele ungeschlagen ist und den Angriff der Salzburger in der Tabelle erfolgreich abwehrte.

Drei Tage nach dem 2:2 gegen Genk in der Europa League wurde eine personell stark umgestellte Rapid vor allem die erste Hälfte nach Belieben dominiert und sah nach Treffern von Tomi (14.) und Neo-ÖFB-Teamstürmer Philipp Zulechner (66.) schon wie der sichere Verlierer aus.

Rapid-Coach Zoran Barisic ließ Steffen Hofmann ebenso auf der Bank wie Branko Boskovic, nahm insgesamt sechs Änderungen im Vergleich zum Genk-Spiel vor und begründete das mit den kräftezehrenden Partien der jüngsten Vergangenheit. So agierten Petsos, Behrendt und Wydra im defensiven Bereich des Mittelfelds, offensiv werkten Starkl, Boyd und der ins ÖFB-Team nachnominierte Burgstaller.

Doch die erhoffte Wirkung blieb aus. Ein ums andere Mal hebelten die Salzburger auf dem vom Regen durchnässten Geläuf mit schnellen Vorstößen die Rapid-Defensive aus, agierten zudem klar zweikampfstärker. Die Folge: Boyd und Co. fanden überhaupt nicht in die Partie, kamen im Grödiger Powerplay vor dem Seitenwechsel nur zu einer einzigen Halb-Chance: Stankovic eilte bei einem Wydra-Konter aber rechtzeitig aus dem Strafraum (33.). Rapid agierte verunsichert, ein schwerer Boyd-Schnitzer im eigenen Strafraum, den Cabrera für einen Schuss ins Außennetz nützte (27.), war sinnbildlich für die grün-weiße Verfassung.

Zur Pause hätte es auch 4:0 für die Hausherren stehen können, die den Gegner förmlich überrollten. Mehrmals waren die Künste von Goalie Novota gefragt (7., 12., 25., 37., 42.), zudem mussten je einmal Pichler (18.) und Trimmel (37.) in höchster Not retten, schoss Tomi nur knapp am langen Eck vorbei (19.). Fünf Minuten zuvor war der Spanier aber nicht zu halten gewesen: Der vor dem Fünfer postierte Tomi nahm die Hereingabe von Huspek herunter und schloss sicher ein.

In der Halbzeit brachte Barsisic Schaub für Wydra, Grün-Weiß verzeichnete eine leichte Leistungssteigerung. Die reichte vorerst aber nur für einen Abseitstreffer durch Burgstaller (49.) nach Eckball, den Ton gaben weiter die Gastgeber an. Innerhalb einer Minute prüfte Huspek Novota, kurz darauf klopfte Zulechner an der Latte an (55.).

Zehn Minuten später öffnete einer von zahlreichen Rapid-Schnitzern den Grödigern den Weg zum zweiten Tor: Nach einem Auswurf Novotas zu Palla und dessen Rückpass auf Pichler ließ dieser den Ball weit zu Tomi abspringen, der noch uneigennützig auf Torschütze Zulechner ablegte (66.).

Die zahlreichen vergebenen Chancen (Tomi an die Latte/70., zwei Zulechner-Schüsse vor der Linie gerettet/78., 81.) sollten sich für Grödig noch rächen. Wie aus dem Nichts gelang Starkl mit einer schönen Soloaktion im Strafraum der Anschlusstreffer (74.), nach einem Taboga-Foul an Schaub sorgte der kurz zuvor eingewechselte Hofmann in seinem 400. Pflichtspiel für den Endstand.

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