Wiener Derby: Rapid "mit gutem Gefühl"

 Wiener Derby: Rapid "mit gutem Gefühl"

Nach einer zufriedenstellenden Vorbereitung hofft Trainer Zoran Barisic, mit einem prestigeträchtigen Sieg in die Bundesliga-Rückrunde zu starten.

"Wir freuen uns auf dieses Spiel und gehen mit einem guten Gefühl ins Derby", erklärte der Wiener. Ein Erfolg über den Erzrivalen würde die Hütteldorfer ihren Saisonzielen näherbringen. "Wir wollen einen internationalen Startplatz und die Nummer eins von Wien bleiben." Vorentscheidenden Charakter hat die Sonntag-Partie laut Barisic aber nicht. "Das Derby ist richtungsweisend, doch wir haben danach noch immer 14 Spiele."

Derzeit liegt Rapid als Tabellendritter einen Punkt vor der viertplatzierten Austria. Damit dieser Vorsprung auf vier Zähler anwächst, ist laut Barisic ab der ersten Sekunde höchste Konzentration gefragt. "Wir wollen von Beginn an offensiv auftreten und gefährlich nach vorne kommen." Die Offensive war in den jüngsten Duellen zwischen den Wiener Clubs aber nur selten Trumpf - in den vergangenen acht Derbys fielen lediglich 13 Tore. "Es treffen zwei Mannschaften auf Augenhöhe aufeinander, da können Kleinigkeiten entscheiden. Und in einem Derby will niemand im Defensivspiel einen Fehler machen", so die Begründung von Barisic.

Sein Club ist daheim seit fünf Spielen ungeschlagen, aber auch seit insgesamt vier Bundesliga-Partien sieglos. Seit 2008 warten die Grün-Weißen auf einen siegreichen Frühjahrsauftakt, seit dem 14. März 2010 (2:0) wurde kein Heim-Duell mit der Austria mehr gewonnen. Dem hält Barisic entgegen, als Rapid-Coach kein einziges Derby, das 90 Minuten dauerte, verloren zu haben.

Tatsächlich schauten in den drei Kräftemessen mit den Violetten seit seinem Amtsantritt zwei Unentschieden und ein Sieg heraus. Das Derby am 22. Mai 2011, bei dem Barisic nach der Trennung von Peter Pacult als Interimscoach auf der Bank saß, wurde wegen des Platzsturms von Rapid-Fans im Hanappi-Stadion beim Stand von 0:2 nach 26 Minuten abgebrochen und mit 3:0 für die Austria strafverifiziert.

Gedanken an das "Derby der Schande" will Barisic nicht mehr verschwenden, viel lieber beschäftigt sich der Ex-Teamspieler mit der gegenwärtigen Verfassung seiner Mannschaft. "Ich hoffe, dass sich meine Spieler im Vergleich zum Herbst weiter verbessern, dynamisch nach vorne spielen, hoch attackieren und schnell ins Gegenpressing kommen. Ich will eine hoch motivierte und disziplinierte Mannschaft sehen." Fehlen werden bei diesem Vorhaben jedoch Stürmer Terrence Boyd, Siegestorschütze beim jüngsten 1:0 in Wien-Favoriten, sowie Innenverteidiger Christopher Dibon wegen Sperren.

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