UEFA Champions League: Red Bull Salzburg kämpft gegen Malmö um Millionen

UEFA Champions League: Red Bull Salzburg kämpft gegen Malmö um Millionen

Der Einzug in die Champions League wäre auch für Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg von finanzieller Bedeutung. 8,6 Millionen Euro schüttet die UEFA allein als Prämie für das Erreichen der Gruppenphase aus. Das sind zehn bis 15 Prozent des Jahresumsatz des Vereins. Von der Wertsteigerung der Spieler einmal ganz abgesehen.

Heute Abend geht es für den österreichischen Fußball-Meister Red Bull Salzburg darum, den Jackpot zu knacken. Zumindest den Einzug in die Gruppenphase der Europa-League haben die Salzburger mit ihren bisherigen Leistungen bereits fixiert, doch sie wollen mehr: Nach sechs vergeblichen Anläufen zum ersten Mal in der Clubgeschichte in die Gruppenphase der UEFA Champions League .

Die Österreicher gehen mit einem 2:1 Vorsprung in das Rückspiel der letzten Qualifikationsrunde für die Gruppenphase der UEFA Champions League Saison 2014/15 gegen den schwedischen Meister Malmö FF . Den Salzburgern reicht somit ein Unentschieden zum Aufstieg. Malmö muss gewinnen, hat aber den Vorteil des Auswärts-Tores. Spielbeginn im Malmö Stadion ist um 20:45 Uhr. Das siegreiche Team, das den Aufstieg schafft, bekommt vom europäischen Fußballverband UEFA eine Prämie von 8,6 Millionen Euro.

Trotz der Millionen von Red Bull in der Hinterhand wäre diese Prämie auch für den für österreichische Verhältnisse finanziell ohnehin schon herausragenden Club eine willkommene Finanzspritze. 8,6 Millionen Euro sind etwa 15 Prozent des Jahresumsatzes von rund 60 Millionen Euro.

In der Champions League lässt die UEFA die Kassen der Clubs klingeln. 2,1 Millionen hat Red Bull Salzburg in der eben angelaufenen Saison bereits für das Erreichen des Play-offs erhalten. In der Gruppenphase winken dann auch noch Sieg- und Punkteprämien - eine Million Euro für jeden Sieg, eine halbe Million für jedes Unentschieden - und Einnahmen aus dem Marktpool, der nach den Fernsehmärkten der teilnehmenden Vereine aufgeteilt wird. Für Österreich fällt dieses Kuchenstück zwar relativ klein aus, aber selbst der Austria Wien wurden aus diesem Pool im Vorjahr noch rund 2,2 Millionen Euro zugeteilt. In der Endabrechnung der UEFA für die Saison 2013/14 hat selbst das Schlusslicht der 32 Vereine in der Gruppenphase noch 12,24 Millionen Euro verdient. "Dem stehen zwar auch zusätzliche Ausgaben gegenüber. Es ist aber immer noch ein ordentlicher Batzen Geld, der für uns übrig bleibt", erklärte Salzburg-Geschäftsführer Jochen Sauer im Gespräch mit der APA Redakteur Florian Haselmayer.

Das große Geld

Dazu würden nicht nur drei sehr gut besuchte Heimspiele beitragen. "Wir haben auch Sponsoren, bei denen eine außergewöhnliche sportliche Leistung honoriert wird", sagte Sauer. Die Zusatzkosten dagegen betreffen etwa das restriktive UEFA-Branding im Stadion oder temporäre Zubauten, um die Medienkapazität zu erhöhen. Dazu kommen Prämienzahlungen, die die Spieler beim Erreichen der Champions League fix in ihren Verträgen verankert haben.

Während bei Play-off-Gegner Malmö FF im Erfolgsfall am Mittwochabend 400.000 Kronen (43.700 Euro) an jeden Spieler ausbezahlt werden, bevorzugt Salzburg individuelle Regelungen. "Bei uns gibt es für die Gruppenphase keinen Pauschalbetrag", verriet Sauer, seit 2012 im Amt. Die Champions-League-Prämie sei bei den einzelnen Spielern stattdessen Gegenstand der jeweiligen Vertragsverhandlungen.

"Wenn wir einen hochtalentierten Spieler holen wollen, dann locken wir ihn am Ende auch mit der Champions League, damit er zum Beispiel nicht in die deutsche Bundesliga geht", begründete der Geschäftsführer. "Das ist für ihn sportlich interessant, und dazu gibt es auch noch eine Prämie." Die falle bei einem Schlüsselspieler natürlich anders aus als bei einer Nachwuchskraft.

Nur an den direkten Einnahmen will Sauer, einst bei Hertha BSC Berlin und VfL Wolfsburg tätig, die Königsklasse allerdings nicht messen. "Wenn du einen jungen Spieler günstig verpflichtest, der sich in der Champions League gut weiterentwickelt, und du ihn dann viel teurer verkaufen kannst, ist das mehr, als in einer Plus-Minus-Rechnung erkennbar ist", erklärte der 42-jährige Deutsche. "Topvereine schauen immer, ob ein Spieler in der Champions League mithalten kann." Salzburg sieht sich demnach auch als Sprungbrett zur großen Karriere.

Infos zum Spiel, TV-Übertragung und Livestream

Malmö-Trainer Aage Hareide schiebt Salzburg vor dem Rückspiel die klare Favoritenrolle zugeschoben. "Sie haben die Champions League jetzt sechsmal verpasst. Dadurch sind sie mehr unter Druck als wir", meinte der Norweger. "Die Investoren haben viel Geld in den Club gesteckt, jetzt wollen sie dafür auch etwas zurück."

Ob der Trainer recht behält, davon können sich österreichische Fußballfans, die nicht nach Schweden gereist sind, via Puls4 live im Fernsehen (Übertragung ab 20:10 Uhr, Spielbeginn um 20:45 Uhr oder auch via Livestream im Internet überzeugen und mitfiebern.

FF Malmö vs FC Salzburg wird außerdem wie alle Spiele der UEFA Champions League live vom Pay-TV-Sender Sky in HD übertragen. Via Sky Go bietet Sky außerdem wieder die gewohnten High-Quality-Livestreams zur UEFA Champions League.

Der Ort des Geschehens: Das Malmö-Stadion

Mögliche Aufstellungen

Mögliche Aufstellungen CL-Play-off Malmö - Salzburg =

Malmö:
Olsen - Tinnerholm, E. Johansson, Helander, Konate - Kroon, E. Adu, Halsti, Forsberg - Thelin, Rosenberg

Ersatz: Azinovic - Concha, Hammar, Rakip, Cibicki, Mehmeti, Nazari, M. Eriksson

Es fehlen: Ricardinho (Innenbandverletzung im Knie), Molins (Kreuzbandriss), Thern (Wadenbeinbruch), Blomqvist (fehlende Spielpraxis nach Kreuzbandriss)

Salzburg:
Gulacsi - Schwegler, Ramalho, Hinteregger, Ankersen - Kampl, Ilsanker, Ch. Leitgeb, Bruno - Alan, Soriano

Ersatz:
Walke - Laimer, Schmitz, Keita, Lazaro, Sabitzer, Quaschner

Es fehlen:
Mane (nicht im Kader), Ulmer (Bänderrisse in der Schulter), Schiemer (Muskelverletzung im Adduktorenbereich), Rodnei (Leistenprobleme), Vorsah (Knieverletzung), V. Berisha (Kreuzbandriss), Sörensen (Sprunggelenksverletzung), Carleta-Car (in der Champions League nicht spielberechtigt)

Fraglich: Hinteregger (Oberschenkelprobleme)

Hinspiel: 1:2 - Der Aufsteiger steht in der Gruppenphase der Champions League (Auslosung am Donnerstag/18.00 Uhr in Monaco), der Verlierer in der Gruppenphase der Europa League (Auslosung am Freitag/13.00 Uhr in Monaco).

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