Teuer, aber wichtig: Sky setzt weiter auf die Bundesliga

Teuer, aber wichtig: Sky setzt weiter auf die Bundesliga

Der Bezahlsender Sky Deutschland kämpft mit den hohen Kosten für die Bundesliga-Rechte. Trotzdem wollen die Manager auch bei der nächsten Ausschreibung wieder den Zuschlag bekommen.

Trotz der hohen Kosten für die Übertragungsrechte bleibt die Fußball-Bundesliga der Traumpartner für den Bezahlsender Sky Deutschland (ISIN DE000SKYD000) . "Die Bundesliga ist ein Produkt, mit dem wir am liebsten für die nächsten Jahrzehnte verbunden bleiben wollen", sagte der Finanzchef des Fernsehsenders, Steven Tomsic, in einem Interview der "Börsen-Zeitung" (Samstagausgabe).

Die Kosten für Bundesliga-Rechte liegen nach den Worten des Managers derzeit bei 486 Millionen Euro pro Jahr, die vorherige Tranche hatte noch mit 250 Millionen Euro pro Jahr zu Buche geschlagen. Allerdings seien die Rechte inzwischen umfangreicher. Ziel sei, den Konzern so zu rüsten, dass er stark genug sei, "bei der nächsten Ausschreibung wieder den Zuschlag zu bekommen."

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hatten die Bundesliga-Rechte ein Loch in die Zwischenbilanz von Sky Deutschland gerissen : Der Nettoverlust war um 42 Prozent auf 53 Millionen Euro gestiegen. Operativ schrieb die Tochter des US-Medienkonzerns 21st Century Fox von Rupert Murdoch einen Verlust (Ebitda) von 8,6 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte hier noch ein Gewinn von 5,8 Millionen Euro gestanden.

Keine Angst vor Netflix

In Online-Videotheken wie Netflix, dem zu ProSiebenSat1 zählenden Dienst Maxdome oder Watchever, der zum französischen Vivendi -Konzern gehört, sieht Tomsic keine Konkurrenz. "Wir haben bisher (...) noch keinerlei Auswirkungen auf die Zahl unserer Abonnenten festgestellt", sagte der Finanzchef. "Ganz im Gegenteil: Wir glauben, es kann nur gut für das Pay-TV im Ganzen sein, wenn hierzulande mehr darüber gesprochen wird."

Erst in der vergangenen Woche hatte die US-Firma Netflix angekündigt, noch in diesem Jahr in Deutschland an den Start gehen zu wollen. Derzeit hat die börsennotierte Firma weltweit 48 Millionen zahlende Kunden, 36 Millionen davon in den Vereinigten Staaten.

Auch Österreichs TV-Sender wappnen sich gegen Netflix. Mehr dazu unter diesem Link.

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