Rapid Wien: Ankick in der "Grünen Hölle" mit Millionengewinn

Rapid Wien: Ankick in der "Grünen Hölle" mit Millionengewinn

Neue "Grüne Hölle": Aus "Gerhard-Hanappi-Stadion" wurde "Allianz-Stadion".

Der Wiener Traditionsklub wird am Samstag mit großem Spektakel seine alte Heimstätte in neuem Glanz eröffnen. Angenehmer Nebeneffekt: Die Finanzen von Rapid Wien sind ein Lichtblick. Zur Eröffnung ist ausverkauft. Mit dem Dauerkartenverkauf ist die Rapid-Geschäftsführung zufrieden, aber es gibt "noch Luft nach oben".

Wien. Wolfgang Ambros gehört nicht zu den Künstlern, die am Samstag in zur Stadioneröffnung in Wien-Hütteldorf aufgeigen. "Der ist Austrianer, also eher net", meinte Rapid Wien-Stadionsprecher und Merchandising-Chef Andy Marek. Dafür werden ab 15 Uhr im Rahmenprogramm eine ganze Reihe heimischer Künstler auftreten. Willi Resetarits alias "Dr.Kurt Ostbahn" sowie die Wiener Sängerknaben dürfen freilich nicht fehlen. Um 18 Uhr erfolgt dann der Anpfiff zum Eröffnungsspiel: Rapid Wien spielt gegen den Londoner Chelsea FC.

Das neue Stadion wurde an der alten Stätte des einstigen "Gerhard-Hanappi-Stadion" errichtet. Das 28.600 Zuschauer fassende Stadion wurde in 17 Monaten Bauzeit errichtet. Das Spielfeld wurde um 90 Grad gedreht. Und künftig trägt es den Namen "Allianz-Stadion" nach dem Namen des gleichnamigen Versicherungskonzerns, der bis 2026 die Namensrechte für die Fußballarena gekauft hat. Die Errichtungskosten des neuen Stadions belaufen sich auf 47,5 Millionen Euro, 20 Millionen steuert die Stadt Wien bei. Die Kosten des Stadions insgesamt belaufen sich wie kalkuliert auf 53 Millionen Euro, also inklusive Kosten für den Generalunternehmer, der mit der Planung bis hin zur Fertigstellung des Stadions beauftragt wurde.

Der Ankick in dem neuen Stadion kann der SK Rapid Wien quasi mit vollen Taschen vornehmen. Im abgelaufenen Jahr konnte Rapid Wien einen Umsatz von rund 40 Millionen Euro erzielen, bestätigte SK Rapid GmbH-Chef Christoph Peschek dem trend. Und unterm Strich? "Ein siebenstelliger Betrag." Wie hoch der Millionenbetrag wirklich ausfällt, hänge noch von den Spieler-Transfers ab. Die Bilanz des Geschäftsjahres 2015/16 per Ende werde außerdem gerade erstellt. Im Vergleich dazu: Rapid hat im vorigen Geschäftsjahr (2014/15) gerade noch einen Gewinn von 50.344 Euro erzielt bei einem Umsatz von 24,64 Mio. Euro.

Für die laufende Saison 2016/17 kalkuliert Rapid mit einem Umsatz von rund 30 Millionen Euro - darin sind noch nicht Umsätze und Prämien aus Spielen der UEFA-Europa League inkludiert, für die sich Rapid erst noch qualifizieren muss.

Die neue in grünen Farben des Vereins gehaltene Heimstätte soll jedenfalls zur "Grünen Hölle" (Anm. für den Gegner) werden. Die Voraussetzungen dazu scheinen gut, auch wenn den Vereinsoberen noch ein wenig Bange scheint für die Zeit nach dem Eröffnungsspiel. "Ja, für das erste Meisterschaftsspiel gegen Ried gibt es noch Karten", wie Rapid-Stadionstimme Marek sagt.

Angesichts des Dauerkartenverkaufs bleibt man bei Rapid optimistisch. Der Klub rechnet mit einem Zuschauerschnitt von 20.000 Zuschauern bei den Heimspielen in der Meisterschaft. Seit März konnten 12.500 Dauerkarten abgesetzt werden. Dazu kommen noch 2.500 sogenannter Business-Pakete. In der vorigen Saison konnte Rapid insgesamt 8.500 Dauerkarten verkaufen.

"Wir haben in der abgelaufenen Saison im Ernst-Happel-Stadion einen Zuschauerschnitt von 17.000 Zuschauen gehabt, so hoch wie im Rekordjahr 1953", meint Peschek. Im neuen Stadion sollte daher in der laufenden Saison noch eine leichte Steigerung möglich sein.

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