Primera Division: Barca verliert Titel und Trainer; Atletico Madrid Meister

Primera Division: Barca verliert Titel und Trainer; Atletico Madrid Meister

Nach nur einem Jahr und ohne Titel tritt Gerardo "Tata" Martino als Trainer des FC Barcelona zurück. Nach dem Aus in der Champions League hat Barcelona in der letzten Runde der Primera Division auch die spanische Meisterschaft im direkten Duell an Atletico Madrid verloren.

Einfach nur siegen, ein letztes Mal. Das war der Auftrag an die Stars des FC Barcelona im letzten, entscheidenden Spiel der spanischen Primera Division. Das Los hatte es so gewollt, das der Traditionsclub in der allerletzten Runde der Meisterschaft auf den direkten Titelkonkurrenten traf. Im Heimspiel im Camp Nou sollten es Messi und Co richten. Drei Punkte und damit den 23. Titel in der Geschichte des Vereins holen.

Es sollte nicht sein. Die Barca-Stars gingen zwar durch Alexis Sanchez in der 34. Minute mit 1:0 in Führung, Atleticos Godin erzielte allerdings in der 49. Minute durch einen Kopfball von Godin den Ausgleich und hielt das für den Meistertitel entscheidende 1:1 Unentschieden bis zum Schlusspfiff.

Mit dem Schlusspfiff war dann auch das Ende von Gerardo "Tata" Martino als Trainer des FC Barcelona besiegelt. "Ich bin hier kein Trainer mehr. Die Entscheidung wurde von beiden Seiten gemeinsam getroffen. Ich bedanke mich bei allen", sagte der 51-jährige Argentinier am späten Samstagabend nach dem 1:1 gegen den neuen Meister Atletico Madrid.

Tata war nur ein knappes Jahr bei Barcelona. Im Juli 2013 war er als Nachfolger des krankheitsbedingt zurückgetretenen und im April an den Folgen der Krebserkrankung gestorbenen Tito Vilanova verpflichtet worden. Er konnte in der Saison außer dem unwichtigen Supercup keinen Titel holen. Ein zweiter Platz in der spanischen Meisterschaft - ein Resultat, von dem andere Trainer ein Leben lang zehren - ist eben nicht genug, wenn man beim FC Barcelona arbeitet.

Trainer entschuldigt sich

Barca hätte vor eigenem Publikum einen Sieg benötigt, um seinen 23. Titelgewinn feiern zu können. "Es tut mir leid, dass ich die vom Verein gesetzten Ziele nicht erreichen konnte. Ich entschuldige mich bei den Fans", erklärte Martino, der daraufhin, ohne weitere Fragen zu beantworten, den Presseraum des Camp Nou verließ.

Die Enttäuschung bei den Fans und Spielern war ebenso groß wie die des Trainers. "Wir sind sehr entäuscht, dass wir dieses besondere Spiel verloren haben", sagte Barcelonas Andres Iniesta.

Jubel bei Atletico

Tatas Pendant, Atletico-Coach Diego Simeone, sprang hingegen nach dem Schlusspfiff auf die Tribüne, um seinen extra aus Argentinien angereisten Vater lange zu herzen. Dann sagte der 44-Jährige, der beim bis dahin letzten Titelgewinn von Atletico Madrid im Jahr 1996 als Aktiver dabei war: "Die Freude, die ich spüre, kann man gar nicht beschreiben. Unser Rezept? Arbeit, Arbeit, Arbeit. Und keine Kompromisse. Unser Erfolg zeigt, dass im Fußball verschiedene Wege zum Erfolg führen können."

Ein ähnliches Statement kam vom Gold-Torschützen Godin: "Wir haben beeindruckende Arbeit abgeliefert. Real Madrid und Barcelona während 38 Runden die Stirn zu bieten, war sehr schwierig."

Der neue spanische Meister hat am 24. Mai beim UEFA Champions League Finale in Lissabon gegen den Stadtrivalen Real Madrid die Gelegenheit, die Saison mit der nächsten großen Trophäe zu krönen. Die "Colchoneros"(Matratzenmacher) müssen allerdings vor dem Finale um den Einsatz des spanischen Teamstürmers Diego Costa und Spielmacher Arda Turan bangen. Beide schieden in Barcelona schon in der ersten Hälfte in der 15. und der 23. Minute verletzt aus.

Fußball

Gazprom wird Sponsor bei FK Austria Wien

Wirtschaft

Ankick für Österreichs Fußballklubs zum globalen Spiel

Ronaldo-Wechsel: Zwischen Euphorie und Streik der Fiat-Arbeiter

Fußball

Ronaldo-Wechsel: Zwischen Euphorie und Streik der Fiat-Arbeiter