Österreich - Uruguay und weitere Länderspiel-Tests - die Ergebnisse

Marc Janko schenkte Teamchef Marcel Koller zum Auftakt des kurzen Länderspieljahres einen Treffer zum 1:1 gegen Uruguay. Eigentlich eine Überraschung, denn Uruguay ist immerhin der regierende Copa-America-Meister und wurde zuletzt bei der WM in Südafrika vierter. Bei den anderen Testspielen des Abends setzen sich großteils die Favoriten durch.

Österreich - Uruguay und weitere Länderspiel-Tests - die Ergebnisse

Testspiele im Fußball sind für Zuschauer immer eine etwas zwiespältige Angelegenheit. Einerseits ist es schön, wenn die Heim-Mannschaft, der man die Daumen drückt, auf einen attraktiven Gegner trifft, dessen Spieler man sonst kaum zu sehen bekommt. Andererseits weiß jeder, der bei einem solchen Spiel dabei ist, dass dessen Ausgang eigentlich völlig irrelevant ist und die Spieler daher auch mit etwas angezogener Handbremse agieren.

Da können sich die Fußballer, Trainer, Stadionsprecher und Fernsehmoderatoren vor dem Match noch so sehr bemühen - das richtige Knistern wird sich nicht einstellen. Zweikämpfe werden nicht mit letzter Konsequenz geführt - es will sich schließlich niemand verletzen. Gerannt wird auch nicht mit letztem Einsatz - es gibt da ja noch andere, wichtigere Aufgaben - Meisterschaften, Cups, Europa-League oder die Champions League. Und dann sind da noch die Trainer, die die Mannschaften rotieren lassen, Spieler an ungewohnten Positionen einsetzen oder auch mit B- oder gar C-Garnituren auftauchen.

Österreich gegen Uruguay 1:1
Unter diesen Voraussetzungen war es fast ein Wunder, dass sich in Klagenfurt, wo die ehemalige EM-Arena am Wörthersee auch wieder einmal getestet wurde, ein recht flottes Spiel zwischen Österreich und Uruguay einstellte. Und dass keines der beiden Teams mit dem Zweit- oder Drittanzug ans Werk ging. Nach 14 Minuten gelang es Marc Janko, der wieder einmal die Kapitänsbinde im ÖFB-Aufgebot tragen durfte, die energischer auftretenden Österreicher in Führung zu bringen. Janko schaltete am schnellsten, als ein Fersler von Junuzivic den Ball Richtung uruguayanisches Tor bewegte, zog trocken ab und stellte auf 1:0 für Österreich. Es folgten noch ein paar gute Chancen der Österreicher. Das ÖFB-Team zeigte sich konsequent und spielte beinahe so als ginge es tatsächlich um etwas.

Wer erst nach der Pause zusah bekam dagegen eine ganz andere Partie zu sehen. Das berüchtigte Testspiel eben. Eine zerfahrene, von zahlreichen Wechseln geprägte Angelegenheit, bei der sich die befürchtete Zuschauer-Langeweile einstellte. In Minute 66 hatten dann die Urus das Glück am Fuß und holten sich in Klagenfurt mit einem Abstauber-Tor von Pereira einen virtuellen Punkt. Danach passierte so gut wie nichts mehr. Uruguay war stärker, die Österreicher liefen etwas hinterher, aber immerhin nicht so weit, dass sie das Match noch verloren hätten. Der Teamchef attestierte hernach, das Spiel sei wie jenes gegen Schweden gelaufen: Stark begonnen und dann stark nachgelassen Am Ende blieb ein gerechtes Remis und die Erkenntnis, dass man sich im Herbst, wenn es in der EM-Qualifikation tatsächlich wieder um etwas geht, mehr ins Zeug legen werden muss. Das war allerdings auch vor dem Spiel schon klar.

Deutschland - Chile 1:0
Auch in Stuttgart kam es zu einem deutschsprachig-lateinamerikanischen Duell. Deutschland probte gegen Chile. Im Schwabenland war Deutschland allerdings weniger in Spiellaune als die Gäste. Die Chilenen agierten frecher, witziger und engagierter und hätten sich den Sieg verdient. Den fixierte jedoch entgegen dem Spielverlauf der Dortmunder Bayer Mario Götze mit seinem Treffer zum 1:0.

Südafrika - Brasilien 0:5
Der alte WM-Gastgeber hatte den nächsten zu Gast, aber im Stadion von Johannesburg hatten die Südafrikaner gegen die Favoriten von jenseits des Atlantiks nichts zu bestellen. Südafrika war für Brasilien ein leichter Sparringpartner. Barcelona-Star Neymar hätte vielleicht auch alleine gegen elf spielen können. Er machte jedenfalls auch so drei von fünf Toren - während die Gastgeber ohne zählbaren Erfolg blieben - und fachte damit an der Copa Cabana die Begeisterung vor der WM noch weiter an.

Spanien - Italien 1:0
Das Prestigeduell - die Neuauflage des EM-Finales von 2012 - entschieden in Madrid die Spanier für sich. So weit weg vom Sieg wie im Jahr 2012 waren die Italiener aber nicht mehr. Pedro erzielte in der 63. Minute den einzigen und entscheidenden Treffer des Abends für Spanien.

Portugal - Kamerun 5:1
Weltfußballer Cristiano Ronaldo führte die Portugiesen zum ungefährdeten 5:1 Heimsieg gegen Kamerun. Ronaldo steuerte dabei selbst zwei Treffer bei. Mit dem nächsten Tor in der Nationalmannschaft kann er seinen 50er feiern.

Rumänien - Argentinien 0:0
Neymars Teamkollege bei Barcelona, der Serien-Weltfußballer Lionel Messi, hatte dagegen in Bukarest mit seinen argentinischen Landsmännern keinen so guten Abend. Die Argentinier waren zwar tonangebend, Torwart Tatarusanu hielt die Null aber bis zum Schluss und ließ die Rumänen am Ende jubeln.

Frankreich - Niederlande 2:0
Eindeutiger als erwartet verlief die Begegnung zwischen Frankreich und den Niederlanden. Der Vize-Weltmeister hatte gegen die 2010 so blamabel aufgetretenen Franzosen nichts zu bestellen. Karim Benzema und Blaise Matuidi demonstrierten, dass sie bei Real Madrid und Paris St. Germain nicht ohne Grund zu den Torgaranten gehören. Beide netzten je einmal zum 2:0 Endstand ein. Die Niederlande hatten das Spiel vielleicht auch nicht so richtig ernst genommen.

Ukraine - USA 2:0
Ebenfalls 2:0 endete das in Zypern ausgetragene Heimspiel der Ukraine gegen die USA. Angesichts der politischen Situation in der Ukraine dürfte dieses Testspiel-Ergebnis aktuell aber kaum jemand wirklich jucken.

Wales - Island 1:3
Eine Partie, deren Ausgang nur aus dem Grunde interessant ist, dass Island einer der nächste Gegner der Österreicher in der Vorbereitung zur Qualifikation zur EURO 2016 in Frankreich ist. Ein Gegner, den man, wenn man in Frankreich dabei sein will, auf jeden Fall schlagen muss. Wie das geht haben die Waliser gezeigt.

Türkei - Schweden 2:1
Vielleicht lohnt sich für das ÖFB-Team eine Video-Studie der Begegnung zwischen der Türkei und Schweden als Vorbereitung für die EM-Qualifikation . Obwohl wie man Zlatan Ibrahimovic abmontiert sollten die Österreicher eigentlich auch selbst noch wissen. Der spielte in der Türkei übrigens nur eine Halbzeit lang, das Ergebnis dieses Tests sollte man daher auch nicht überbewerten.

Russland -Armenien 2:0
Wenig Mühe hatten auch EM-Quali-Gegner Russland gegen Armenien. Die Sbornaja setzte sich mit 2:0 durch, die Treffer erzielten Aleks Kokorin und Dimitri Kombarow. Zwei Namen, die die ÖFB-Kicker demnächst einmal Googeln sollten.

Liechtenstein - Georgien 0:2
Moldawien - Andorra 3:0
England-Dänemark 1:0
Bosnien-Herzegowina - Ägypten 0:2
Schweiz - Kroaten 2:2
Tschechien-Norwegen 2:2
Ungarn - Finnland 1:2
Polen - Schottland 0:1
Belgien - Elfenbeinküste 2:2
Israel - Slowakei 1:3
Montenegro - Ghana 1:0
Zypern - Nordirland 0:0
Australien - Ecuador 3:4
Irland - Serbien 1:2
Gibraltar - Estland 0:2

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