Österreich - Tschechien: Letzter Einsatz vor dem Ernstfall

Beim letzten Einsatz vor dem Ernstfall am 8. September gegen Schweden will Teamchef Marcel Koller weitere Alternativen testen und vor allem eines sehen: mehr Effizienz vor dem gegnerischen Tor.

Österreich - Tschechien: Letzter Einsatz vor dem Ernstfall

Bleiben die Österreicher im Andruv-Stadion ungeschlagen, hätte man erstmals seit 2006/07 fünf Partien in Folge nicht verloren. Im Falle eines Sieges wäre es nach dem 3:0 auf den Färöern der zweite Auswärtserfolg in Serie, das gab's sogar seit 1998/99 nicht mehr. Der bis dato letzte Auswärtserfolg in einem Freundschaftsmatch ist auch schon lange her, der gelang 2006 mit 2:1 in Liechtenstein.

"Wir werden den einen oder anderen Wechsel vornehmen", kündigte Koller nach dem 1:1 am Freitag in Innsbruck gegen Island an. Im Tor wird Kollers eigentlicher Einser-Goalie Robert Almer beginnen. Ansonsten lässt sich der Schweizer wie gewohnt nicht in die Karten blicken. Möglicherweise kommen aber diesmal in der Innenverteidigung Sebastian Prödl und Emanuel Pogatetz zum Einsatz, im defensiven Mittelfeld könnte Julian Baumgartlinger in der Startelf stehen.

Offen ist auch, ob Marc Janko, der beim FC Porto und Trabzonspor in den vergangenen Jahren kaum Spielpraxis sammeln durfte, neuerlich startet. Für ihn könnte Andreas Weimann zum Zug kommen. Als letzter möglicher Debütant im aktuellen Kader steht Michael Liendl parat.

Um die - punkto Ergebnisse - akute Auswärtsschwäche der Österreicher weiß natürlich auch Koller bescheid. "Wir können nur eines dagegen machen: weiter arbeiten, weiter feilen. Wir wollen aggressiv und kompakt auftreten, auch auswärts unsere Spielidee durchziehen und unsere Chancen nützen. Es ist also immer das gleiche, egal ob daheim oder auswärts", sagte Koller am Montagvormittag auf dem Innsbrucker Flughafen vor dem Abflug nach Prerov.

Die Tschechen treten zwar ohne ihre Toplegionäre wie Petr Cech oder Tomas Rosicky an, unterschätzen dürfe man die Auswahl von Teamchef Pavel Vrba aber keinesfalls. "Das ist eine gute Truppe, die daheim auf Sieg spielen wird und ihre Chance nützen möchte", meinte Koller vor dem Abschluss des zwölftägigen ÖFB-Camps. Defensive Unachtsamkeiten wie beim Ausgleichstor der Isländer müsse man natürlich vermeiden. "Mehr zurufen, mehr Kommunikation", forderte Koller von seiner Abwehr.

"Wir wollen den Lehrgang gut abschließen", sagte Marko Arnautovic. "Wir müssen einfach die Chancen verwerten, dann tun wir uns beim Spielegewinnen leichter", weiß der England-Legionär. Ähnlich sieht auch das Rezept von Zlatko Junuzovic für das Gastspiel in Tschechien aus: "Das Pressing darf nicht zu überhastet sein. Wir wollen uns wie gegen Island viele Chancen herausspielen, aber diese diesmal auch nutzen."

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