Neymar-Transfer: FC Barcelona Präsident Sandro Rosell zurückgetreten

Neymar-Transfer: FC Barcelona Präsident Sandro Rosell zurückgetreten

Sandro Rosell, der Präsident des FC-Barcelona ist zurückgetreten, nachdem ein spanisches Gericht bekannt gegeben hat, den Kauf des brasilianischen Stürmers Neymar im vergangenen Jahr untersuchen zu wollen.

Der Kauf des brasilianischen Starstürmers Neymar im vergangenen Jahr hat den Präsidenten des FC Barcelona nun seinen Job gekostet. Nachdem ein spanisches Gericht bekannt gegeben hat, den Transfer des Fußballers untersuchen zu wollen, hat Rosell am Donnerstag Abend im Rahmen einer Pressekonferenz im Camp Nou Stadion in Barcelona seinen Rücktritt bekannt gegeben. Rosells Nachfolger wird ab sofort der bisherige Vizepräsident Josep Maria Bartomeu. Er war bisher für den sportlichen Bereich zuständig und soll bis zum Ende des Mandats der jetzigen Vereinsführung 2016 die Geschicke von "Barca" leiten.

Rosell bekräftigte bei seiner Rücktritts-Pressekonferenz nochmals, dass bei der Verpflichtung Neymars alles korrekt abgelaufen sei. "Ich will mit meinem Rücktritt verhindern, dass das Ansehen des Vereins durch ungerechtfertigte Angriffe geschädigt wird." Rosell hatte den Vereinsvorstand am Abend zu einer Sondersitzung zusammengerufen, um die Mitglieder von seinem Rücktritt zu informieren. Der Nachfolger Bartomeu betonte, der Vorstand habe die Entscheidung bedauert. Er werde als Clubchef die Linie von Rosell fortsetzen.

Spanische Medien - vor allem die Teitung "El Mundo" - hatten Rosell zuvor unter Druck gebracht, indem sie berichtet hatten, dass die Verpflichtung des Spielers dem Verein weit mehr als die von Rosell angegebenen 57,1 Millionen Euro - nämlich über 90 Millionen Euro gekostet hat. Neymar wäre damit der teuerste Spieler der Welt. Der zurückgetretene Präsident hatte dies heftig bestritten.

Neymar war im Sommer 2013 vom FC Santos nach Barcelona gewechselt. Der FC Barcelona hatte für den Transfer nach eigener Auskunft 57,1 Millionen Euro gezahlt. "El Mundo" hatte dagegen berichtet, dass bei der Verpflichtung Neymar alleine 40 Millionen Euro an eine Firma gegangen sind, die dem Fußballer gemeinsam mit seinem Vater gehört. Weitere 17 Millionen soll der FC Santos erhalten haben. Die restlichen Millionen sollen den Recherchen der "El Mundo" zufolge wie folgt geflossen sein: Für Optionen dreier weiterer Nachwuchsspieler des FC Santos 7,9 Millionen Euro, für zwei Freundschaftsspiele neun Millionen Euro und für Kommission für Neymars Vater weitere 2,6 Millionen Euro.

"El Mundo" hat die Informationen über die Staatsanwaltschaft erhalten, die bereits in der Causa Neymar ermittelt. Es wird vermutet, dass Rosell falsche Angaben zur Transfersumme gemacht und bei dem Geschäft Geld unterschlagen hat. Rosell hatte betont, die Ermittlungen und eine richterliche Vorladung nicht zu fürchten. Auch Neymar hatte betont, dass an seinem Vertrag "nichts illegal" sei.

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