Nach MH17: FIFA soll Russland die "Rote Karte" zeigen

Nach MH17: FIFA soll Russland die "Rote Karte" zeigen

Die nächste Fußball-Weltmeisterschaft findet 2018 in Russland statt. Nach dem vermutlichen Abschuss der Passagiermaschine der Malaysia Airlines (Flug MH17) im Osten der Ukraine, formiert sich Widerstand gegen den Gastgeber Russland und Wladimir Putin. Erste Politiker fordern die FIFA auf, die WM 2018 neu zu vergeben.

Wenn Russland nicht an der Aufklärung der Umstände aktiv teilnehmen will, wie es zum Absturz des Passagierflugzeuges der Malaysia Airlines Flug MH17 gekommen ist, dann soll der Weltfußballverband handeln. Das fordern nun Politiker in Deutschland und den Niederlanden, die von Russland auch eine aktivere Rolle bei der Aufklärung der Umstände des Flugunglücks fordern, bei dem 298 Passagiere vorigen Donnerstag getötet wurden.

"Die FIFA sollte sich Gedanken darüber machen, ob Russland ein geeignetes WM-Land ist, wenn es noch nicht einmal sichere Luftwege garantieren kann“, sagte der Michael Fuchs, Vize-Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion. Der Union-Politiker legt noch eins drauf: Eine Neuvergabe der WM als Strafe sei viel wirksamer, als die Verhängung von Wirtschaftssanktionen. Auch in den Niederlanden regt sich bereits erster Widerstand gegen Russland als Gastgeber der WM 2018. Der frühere niederländische Nationalspieler John van 't Schip hat zu einem Boykott der Fußball-WM in Russland via Twitter aufgerufen. Und auch Politiker fordern bereits eine Neuvergabe, sollte Russland zur Aufklärung beitragen wollen.

Druck wird auch auf die FIFA und ihrem Präsidenten Sepp Blatter ausgeübt. Die Fifa müsse dem russischen Präsidenten Putin klar machen, dass die Einhaltung des Völkerrechts die Voraussetzung für eine Fußball-Weltmeisterschaft in Russland sei. „Wenn sich Putin nicht ans Völkerrecht hält, sollte die WM in einem anderen Land stattfinden“, sagte der CDU-Sportpolitiker Fank Steffel, der Mitglied im Bundestags-Sportausschuss ist, der Berliner Zeitung.

Russland wird im Ukraine-Konflikt bereits als Schuldiger und tatkräftiger Unterstützer der prorussischen Separatisten ausgemacht. Das Land müsse erst den Weg zum Frieden zurückfinden, seinen Beitrag dafür leisten und für die Einhaltung von Menschenrechten sorgen, bevor dort auch eine Fußball-Weltmeisterschaft stattfinden kann.

Bei der SPD gibt man sich eher noch bedeckt und kritisiert diese von der Union losgetretene Debatte. Sie fordert den diplomatischen Einsatz zu erhöhen.

Der CDU-Abgeordnete Fuchs hat bereits einen Ersatz für Russland als Gastgeber parat: " Deutschland könne zusammen mit Frankreich und Italien „ohne Probleme“ das Turnier übernehmen. „Wir haben genügend Stadien, die WM-tauglich sind“, sagt Fuchs.

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