Marc Janko verlässt Trabzonspor Richtung unbekannt - und ÖFB Team

Marc Janko verlässt Trabzonspor Richtung unbekannt - und ÖFB Team

Nach frustrierenden Monaten als Bankdrücker beim türkischen Verein Tranzonspor kehrt Marc Janko vorerst vereinslos nach Österreich zurück. Im Interview mit Sky Sport News HD spricht er über das ÖFB-Team: "Koller hat mir in der sehr schweren Zeit immer Rückhalt gegeben" und "Ich möchte mit den Jungs eine überragende EM 2016 spielen".

ÖFB-Teamstürmer Marc Janko kehrt zurück - der 30-Jährige verlässt den türkischen Verein Trabzonspor. Wohin die Reise geht, steht noch nicht fest, deshalb will sich Janko jetzt ganz besonders auf das Nationalteam konzentrieren, wie er im Interview verrät.

Wie wichtig ist Teamchef Marcel Koller aus sportlicher und persönlicher Sicht?

Marc Janko: Unwahrscheinlich wichtig! Er hat mir in dieser – vor allem mentalen – sehr, sehr schweren Zeit in der Türkei immer Rückhalt gegeben, hat mir immer Vertrauen zugesprochen, auch öffentlich immer wieder den Rücken gestärkt, wo ja auch immer wieder teilweise die Kritiker schon in den Startlöchern gescharrt haben.

Er hat immer an mich geglaubt, mich stark geredet und ich denke, ich habe es auch in dem einen oder anderen Spiel zurückzahlen können. Das gab mir auch mental einen irrsinnigen Schub und irgendwo ein Wohlgefühl, zum Nationalteam zu kommen und dort einfach gut aufgehoben zu sein. Zu wissen, dass man auf mich baut, mich wertschätzt und ich denke, so geht es jedem Menschen im Leben.

Sobald man Wertschätzung erfährt, dass man dann einfach auch besser funktioniert. So ist jeder Mensch von der Psychologie ganz gleich. So bin auch ich. Ich bin leider auch keine Maschine und probiere zwar immer mein Bestes, aber es klappt eben nicht immer.

Wie stehen Sie zu den offensiven Äußerungen pro Koller seitens der Spieler rund um dessen Vertragsverlängerung?

Janko: Er versteht es, auf dem schmalen Grat zwischen persönlicher Nähe aber auch Autorität perfekt zu wandern. Auf der anderen Seite ist es, denk ich, normal und heute auch Voraussetzung für einen erfolgreichen Trainer, dass man mit den Spielern eine gute Kommunikation hat und dass man mit ihnen auch spricht, wenn sie einmal nicht spielen. Da behaupte ich jetzt nicht, dass man sie tagtäglich streicheln muss, sondern ihnen einfach vernünftig erklärt und ihnen auch sagen muss, woran sie arbeiten müssen, was sie gerne anders sehen würden. Diese Gespräche, die ich in der Türkei dazu hatte, kann ich an einer Hand abzählen

Wie ist aktuell die Stimmung im ÖFB-Team?

Janko: Es ist eine sehr positive Atmosphäre, wo wirklich jeder jedem alles gönnt. Es haben sich alle mit dem David unheimlich gefreut, als er die Champions League oder das Triple gewonnen hat. Die Erfolgsmeldungen reißen ja nicht ab um den Jungen. Dementsprechend freut sich auch jeder immer mit.

Wir haben jetzt aber auch mit den Deutschland-Legionären Martin Harnik und Sebastian Prödl mitleiden müssen. Es ist einfach eine gute Gemeinschaft, die sich einfach gut versteht, auch außerhalb des Platzes und ich denke, das merkt man auch irgendwo in der Öffentlichkeit. Dass da eine Gemeinschaft am Platz ist, die wirklich füreinander da ist, die auch am Feld genau weiß, was zu tun ist. Ich denke, das ist auch Voraussetzung für uns Österreicher, die wir nicht mit so individuellen Hochklassespielern gespickt sind, dass wir nur über den Mannschaftserfolg dorthin kommen können, wo wir hinwollen und das ist die erfolgreiche Qualifikation.

David Alaba ist ein Star, aber noch jung. Kann man als erfahrener Spieler auf ihn einwirken?

Janko: Sagen wir es so: Ich versuche das bei ihm immer sehr vorsichtig zu machen, weil ich dem David jetzt natürlich auch nicht jeden Tag auf die Nerven gehen möchte und ihm irgendwelche Weisheiten von mir an den Kopf werfen will. Ich denke er macht das sehr gut. Er ist immer sehr demütig geblieben nach wie vor und das trotz all dieser Erfolge und dementsprechend wünsche ich ihm von ganzem Herzen, dass alles so weiter geht, dass er gesund bleibt und für Österreich weiterhin so wichtig ist.

Wir sind unwahrscheinlich froh, dass wir so einen Spieler wie ihn in unseren Reihen zu haben, der uns vielleicht die nötigen Prozente geben kann um den ganz großen Erfolg, sprich die erfolgreiche Qualifikation schaffen zu können.

Wie schätzen Sie die Chance für die Qualifikation zur EURO 2016 ein? Österreichs Gegner sind Russland, Schweden, Montenegro, Moldawien und Liechtenstein.

Janko: Es ist immer schwer, sich zu qualifizieren, speziell für eine EM, weil natürlich die Leistungsdichte eine höhere ist als bei einer WM-Qualifikation. Auf der anderen Seite haben wir jetzt doch in den letzten Jahren einen erkennbaren Entwicklungsschritt hingelegt und sind guter Dinge, dass wir diese Qualifikation erfolgreich bestreiten können.

Ich meine, wir trauen uns mittlerweile auch zu gegen die ganz Großen an guten Tagen zu gewinnen oder sie zumindest ärgern zu können und sind mittlerweile auch wirklich in der Lage, uns mit solchen Mannschaften zu messen.

Wo sehen Sie sich selbst in einem Jahr?

Janko: Auf jeden Fall in einem Umfeld, wo ich wertgeschätzt werde, wo ich gebraucht werde und wo das genau sein wird, das liegt leider nicht in meiner Hand, aber ich bin auf jeden Fall guter Dinge, dass das bald so passieren wird.

Wird das Team dann kurz vor der Qualifikation zur EURO 2016 feststehen?

Janko: Genau. Dann möchte ich mit den Jungs einfach eine überragende EM spielen und dann einen schönen Sommer genießen."

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