Lothar Matthäus gegen Rafael Van der Vaart: "Eine Zumutung"

Lothar Matthäus gegen Rafael Van der Vaart: "Eine Zumutung"

Nach dem Abgang von Rafael Van der Vaart vom HSV urteilt Lothar Matthäus: "Van der Vaart war eine Zumutung. Er hat der Mannschaft nicht geholfen."

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Lothar Matthäus:
„Ich bin der Meinung, der HSV hat heute nach langer Zeit wieder mal mit elf Spielern gespielt, nicht mit zehn. Van der Vaart war eine Zumutung für die Mannschaft. Ich glaube, er wird es schwer haben, gerade in diesem Abstiegskampf unter Trainer Slomka, wieder zurückzukommen, wenn sich die Mannschaft weiterhin so präsentiert wie heute. Van der Vaart war ein guter Spieler, aber dass er der Mannschaft in den letzten Wochen nicht geholfen hat, haben wir alle gesehen.“

Mirko Slomka über die These von Lothar Matthäus, dass der HSV ohne Rafael van der Vaart besser ist: „Das halte ich wirklich für eine These, lieber Lothar. Ich habe mit Rafael noch nicht so intensiv zusammenarbeiten dürfen, weil er sich verletzt hat. Ich glaube, dass Rafael van der Vaart für diese Mannschaft wahnsinnig wichtig ist, weil er ein Schlüsselspieler sein kann. Wir haben heute gesehen, es ging auch mal ohne ihn. Aber wir brauchen jeden Spieler. Rafa ist selbstverständlich jemand, der dieser Mannschaft weiterhelfen kann.“

…über sein Debüt: „Es war ein guter Auftakt. Diese Mannschaft des BVB im Zaum zuhalten, erfordert nicht nur Leidenschaft, sondern auch den Willen zu laufen, den Willen zu fighten und den Willen, aus der Position heraus immer wieder anzulaufen, auch wenn man nicht an den Ball kommt. Es hat sich gelohnt, wie man bei den ersten beiden Toren gesehen hat, dass man drin bleibt und nicht aufgibt.“

…über die Gründe für die Wende: „Laufstärke - das hat man gesehen, ich hoffe die Daten sagen das aus. Die Mannschaft hat vieles umgesetzt, was wir verlangt haben. Sie hat vieles wegstecken müssen: heute Nacht den Ausfall von Dennis Diekmeier, beim Aufwärmen noch die Verletzung von Drobny. Die Mannschaft hat taktisch viele Dinge gut gemacht. Sie hat super zusammengearbeitet. Wir sind als Mannschaft aufgetreten, nach außen wie auch im inneren Bereich. Das ist das, was wir brauchen. Aber es gibt sicherlich noch viele Dinge, die wir noch besser machen können, an denen wir in den nächsten Wochen arbeiten müssen.“

…über den Freistoßtreffer von Hakan Calhanoglu: „Ein unfassbares Tor, traumhaft schön. Der Hakan kann das, der Hakan trainiert das. Das ist gut so, wenn er es versucht. Ich fand es relativ mutig, weil ich dachte, wir lassen den Ball laufen und spielen auf Zeit. Aber ein Tor ist natürlich umso schöner.“

Hakan Calhanoglu (Hamburger SV) über seinen Freistoßtreffer: „Ich muss es jeden Tag üben. Wenn man es nicht jeden Tag übt, dann verliert oder vergisst man die Schusstechnik. Deswegen weiß ich, dass ich die Schüsse kann. Ich habe mir gedacht: Konzentrier dich und hau ihn wie im Training rein.“

Rene Adler (Hamburger SV) nach dem Spiel: „Es ist ein ungewohntes Gefühl, endlich mal wieder zu lachen. Aber es ist unheimlich schön. Wir hatten eine sehr intensive und emotionale Trainingswoche. Wenn man sieht, was passiert ist und die Mannschaft ausstehen musste, ist es unbeschreiblich schönes, sich jetzt mal am Ende der Woche zu belohnen.“

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund) nach dem Spiel: „Es gibt diesen alten Spruch: Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss. Den hasse ich wie nichts anderes. Ich finde, ein Pferd hat so hoch zu springen wie es kann. Wir haben heute geguckt, wie hoch wir springen müssen. Und als wir festgestellt haben, dass es nicht so hoch ist, waren wir im Hintertreffen.“

Manuel Friedrich (Borussia Dortmund) nach dem Spiel: „Für die geht es um alles, um Leben oder Tod. Wir können hier nicht einfach mal im Vorbeigehen gewinnen. Das hat man heute gesehen.“

Thomas Schneider (Trainer VfB Stuttgart) über die 1:2-Heimniederlage gegen Hertha BSC: „Natürlich ist das eine sehr sehr prekäre Situation – das war vor dem Spiel schon so und hat sich nicht geändert, eher noch verschlechtert. Vor dem Spiel habe ich die Rückendeckung gespürt. Ich denke, dass sie nach wie vor da ist. Wir werden uns sicherlich zusammensetzen und die Situation in Ruhe analysieren. Und danach geht es sicherlich auch weiter. Ich habe mit Fredi Bobic gesprochen und es ist alles okay. Man kann der Mannschaft heute überhaupt keinen Vorwurf machen. Die Jungs haben wirklich reingeknallt, was geht und sind nicht dafür belohnt worden.“

Georg Niedermeier (VfB Stuttgart) nach dem Spiel: „Wir reißen uns den Arsch auf. Genau so muss das in den nächsten Wochen weitergehen. Der VfB gehört nicht da unten hin. Und das muss man auch auf dem Platz sehen.“

Gertjan Verbeek (Trainer 1.FC Nürnberg) nach dem 2:1-Sieg gegen Eintracht Braunschweig: „Ich hoffe, dass ich 90 Jahre alt werde. Dann kann ich sagen, ich hätte 100 werden können. Aber ich habe in Nürnberg gearbeitet.“

Raphael Schäfer (1.FC Nürnberg) nach dem Spiel: „Es ist zwar schön und macht Spaß, aber ich brauche solche Spiele nicht. Wir sollten die zweite Halbzeit als Maßstab für den 1.FC Nürnberg nehmen und nicht die erste. Die erste war richtig schlecht von uns - da werden wir noch eine Menge aufarbeiten müssen.“

Markus Feulner (1.FC Nürnberg) nach dem Spiel: „Wir haben den Zuschauern ein Spektakel geboten. Es war für alle etwas dabei. Die Mannschaft ist sensationell aus der Kabine zurückgekommen.“

Bayern München fast unschlagbar

Deutschlands Fußball-Rekordmeister Bayern München hat am Sonntagabend seinen 14. Bundesliga-Sieg en suite gefeiert. Der Titelverteidiger setzte sich zum Abschluss der 22. Runde bei Hannover 96 locker mit 4:0 (2:0) durch. Thomas Müller (25., 59. Minute), Thiago (34.) und Mario Mandzukic (65.) erzielten die Treffer für die Münchner, bei denen ÖFB-Star David Alaba als Linksverteidiger durchspielte.

Damit beträgt der Vorsprung der Bayern auf den ersten Verfolger Bayer Leverkusen bereits 19 Punkte. Bayern-Coach Pep Guardiola schonte nach dem 2:0 im Champions-League-Achtelfinale in London gegen Arsenal in der Anfangsformation vier Stammspieler. So konnte etwa auch Tom Starke als Ersatz von Deutschlands Teamtormann Manuel Neuer eine gute Vorstellung zeigen.

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