Inside Bayern München – "Wir verstehen immer mehr, was Pep Guardiola will"

Inside Bayern München – "Wir verstehen immer mehr, was Pep Guardiola will"

Peps Philosophie bereitet nach wie vor Probleme – doch Bayern München sieht sich nach sechs Wochen Guardiola für den Ernstfall gerüstet. "Jetzt geht es richtig los. Wir sind bereit", sagte der Trainer des Triple-Siegers nach dem mühevollen 2:1 (0:0) gegen Manchester City und dem Turniersieg in München.

Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge blickte der Saison am Ende einer langen Vorbereitung "mit viel Optimismus" entgegen. "Auch wenn noch nicht alle bei 100 Prozent sind, denke ich, dass wir gut vorbereitet sind", sagte der Bayern-Boss vor dem Erstrunden-Spiel im DFB-Pokal am Montag beim BSV Schwarz-Weiß Rehden und dem Bundesliga-Auftakt am kommenden Freitag gegen Borussia Mönchengladbach.

Dass beim deutschen Fußball-Rekordmeister immer noch nicht alles rund läuft, nimmt nicht nur Guardiola gelassen zur Kenntnis. "Die Saison ist lang, wir haben noch Zeit, uns zu verbessern", meinte der 42 Jahre alte Spanier cool.

Man verstehe zwar "immer mehr, was der Trainer will", sagte Kapitän Philipp Lahm, "aber wir stecken noch in der Entwicklung. Dass es noch einiges zu verbessern gibt, wissen wir auch. Wir müssen vorne mehr Tore machen und hinten weniger zulassen."

Damit traf Lahm den Punkt. Im ersten internationalen Härtetest gegen Manchester war wie schon beim 2:0 im Halbfinale gegen Sao Paulo über weite Strecken die Chancenverwertung das Manko - was sich beinahe gerächt hätte. Doch Thomas Müller (66., Handelfmeter) und Mario Mandzukic (73.) retteten den Münchner Sieg, nachdem die Citizens durch Alvaro Negredo (61.) in Führung gegangen waren.

Innenverteidigung mit Problemen

Doch auch die Defensive offenbarte einige Lücken. Zwar agierte Bastian Schweinsteiger als alleiniger Sechser solide, doch den beiden Innenverteidigern Javi Martínez und Dante war ihr Trainingsrückstand deutlich anzumerken, weshalb Manuel Neuer mehr beschäftigt war, als ihm und seinem Trainer lieb sein konnte. Doch Guardiola zeigte sich gnädig. Beide könnten noch gar nicht in Topform sein, "ich bin zufrieden mit der Performance".

Immerhin zeichnete sich gegen den englischen Spitzenklub nach vielen Personalrochaden in der Vorbereitung die mögliche Startelf für den Ligastart ab. Vor Neuer bilden demnach Lahm, Martínez, Dante und David Alaba die Viererkette. Erste Alternative wäre Jerome Boateng. Schweinsteiger nimmt seine gewohnte Rolle vor der Abwehr ein. Millionen-Einkauf Thiago übernimmt im Wechselspiel mit dem 29-Jährigen den etwas offensiveren Part. Zudem scheinen Toni Kroos, Franck Ribéry und Arjen Robben im Mittelfeld gesetzt. Als "falsche Neun" ist derzeit Thomas Müller erste Wahl - sehr zum Leidwesen von Mario Mandzukic.

Der Torjäger, in der vergangenen Saison noch unangefochten im Bayern-Angriff, stellt derzeit seine Unzufriedenheit über die Reservistenrolle offen zur Schau. Für Rummenigge stellt dies aber überhaupt kein Problem dar. "Sie werden keinen Spieler bei Bayern München finden, der auf der Bank zufrieden ist", sagte er entspannt.

Für Guardiola wird es dennoch eine schwierige Aufgabe, seinen Luxus-Kader bei Laune zu halten. Zumal bald auch Jungstar Mario Götze zur Verfügung steht. Der 37,5 Millionen Euro teure Einkauf von Borussia Dortmund, in den die Bayern große Hoffnungen setzen, nahm am Freitag erstmals am Mannschaftstraining des Rekordmeisters teil und dürfte bald auch Ansprüche auf einen Platz stellen.

Guardiola und Sportvorstand Matthias Sammer haben angesichts des Überangebots bereits eine Bestandsaufnahme angekündigt. Als mögliche Abgänge werden weiterhin Emre Can, Diego Contento, Mitchell Weiser und Luiz Gustavo gehandelt.

Doch zunächst steht die Pflichtaufgabe im Pokal beim Viertligisten Rehden an. Das Motto für den Titelverteidiger ist klar: verlieren verboten. "Wir haben auch im Pokal wieder Ambitionen", sagte Rummenigge, "wir werden das Spiel seriös angehen und gewinnen."

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