HSV-Jarchow: "Schlechter geht es nicht"

HSV-Jarchow: "Schlechter geht es nicht"

"Herr Jarchow, der HSV kommt nicht zur Ruhe. Jetzt lieferte sich laut Medienberichten Aufsichtsrat Hans-Ulrich Klüver eine Auseinandersetzung mit einem Ordner auf dem Arena-Parkplatz. Wie haben Sie reagiert, als sie am Mittwoch die Zeitung aufgeschlagen haben?"

Carl Jarchow: "Ich hatte es am Dienstag schon mitbekommen, es war keine Überraschung mehr für mich. Ich werde es nicht kommentieren. Klar ist, dass man sich über die aktuellen Schlagzeilen nicht freut."

"Der HSV steht derzeit stark im Fokus. Wie gehen Sie damit um, dass nach dem 1:5 gegen Hoffenheim schon nach dem zweiten Spieltag der Druck sehr hoch ist?"

Jarchow: "Ich finde es überraschend, dass der HSV immer sofort sehr kritisch beurteilt wird. Das war schon vor dem 3:3 gegen Schalke so, dann stimmte die Leistung. Sobald aber der nächste Rückschlag kommt, prallt es mit voller Wucht ein. Das frappierende an der Niederlage gegen Hoffenheim war, dass alles innerhalb von elf Minuten gekippt ist. Insofern liest sich das 1:5 schon als große Niederlage. Wir wissen aber, dass die Mannschaft es kann. Alle Beteiligten machen sich große Gedanken, aber wir werden nicht nach einer Niederlage alles in Schutt und Asche legen."

"Dennis Aogo und Tomas Rincon sind an den freien Tagen im Anschluss an das 1:5 nach Mallorca geflogen. Wie beurteilen Sie die Trips?"

Jarchow: "Ich finde es äußerst enttäuschend, weil sie jegliche Sensibilität für die Situation vermissen lassen und zeigen, dass sie nicht verstanden haben, was so eine Niederlage für den Verein bedeutet. Zwei freie Tage sind nicht dazu gedacht, Party zu machen, sondern dazu, sich Gedanken zu machen. Schlechter geht es nicht."

"Mit welchen Konsequenzen müssen die beiden Profis rechnen?"

Jarchow: "Arbeitsrechtlich können wir nichts unternehmen, weil wir ihnen nicht vorschreiben können, wo sie sich an freien Tagen aufhalten. Von Geldstrafen halten ich eher weniger, aber Folgen wird es sicher haben."

"Was halten Sie von der Entscheidung von Trainer Thorsten Fink, nach der klaren Niederlage zwei Tage frei zu geben?"

Jarchow: "Man kann diskutieren, ob zwei freie Tage richtig sind oder nicht. Aber es ist die Entscheidung des Trainers, die ich respektiere und nicht kommentieren werde. In der öffentlichen Beurteilung wird sich das nach unserem Spiel in Berlin zeigen. Wenn es schlecht ausgeht, werden die freien Tage sicher als Fehler gewertet, wenn wir gewinnen, hat Thorsten Fink alles richtig gemacht."

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