Fußball-WM 2022: Katar weist Korruptionsvorwürfe zurück

Fußball-WM 2022: Katar weist Korruptionsvorwürfe zurück

"Wir haben nichts zu verbergen", versicherten die Veranstalter der umstrittenen WM, die 2022 im Wüstenstaat Katar stattfinden soll. Die britische Zeitung "Sunday Times" berichtete über das Fifa-Exekutivmitglied Mohamed Bin Hammam, das angeblich andere Gremiumsmitglieder bestach, um die WM nach Katar zu holen. Eine Ethikkommission soll die Vorwürfe aufklären, im Juli sollen die Ergebnisse präsentiert werden.

Die Organisatoren der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar haben Korruptionsvorwürfe als unbegründet zurückgewiesen. "Wir haben nichts zu verbergen", erklärte das Komitee Qatar 2022 am Samstag. Bei den Bewerbungen um die WM-Turniere 2018 und 2022 habe es sich strikt an die Regeln des Weltfußballverbandes Fifa gehalten.

Die Organisatoren wandten sich insbesondere gegen einen Bericht der britischen Zeitung "Sunday Times", wonach das Fifa-Exekutivmitglied Mohamed Bin Hammam andere Mitglieder des Gremiums bestach, um die Vergabe der WM an sein Heimatland Katar zu erreichen. Qatar 2022 habe zwar Kontakte zu Bin Hammam gehabt, dieser habe aber nicht dem Bewerbungsteam angehört, hieß es in der Erklärung. Bin Hammam wurde 2012 lebenslang von Tätigkeiten im Fußball gesperrt. Er hat sich seitdem nicht zu der Angelegenheit geäußert.

Auch Vergabe an Russland umstritten

Zum Ausrichter der WM 2018 wurde Russland bestimmt. Beide Vergaben sind umstritten, Korruptionsvorwürfe häufen sich. Die Fifa hat eine Ethikkommission beauftragt, Korruptionsvorwürfen nachzugehen. Chefermittler Michael Garcia will im Juli seine Untersuchungsergebnisse präsentieren. An den zwei WM-Vergaben war als Fifa-Exekutivmitglied auch Franz Beckenbauer beteiligt. Der langjährige Starspieler und Funktionär wurde kürzlich von der Fifa für 90 Tage für jede Tätigkeit im Fußball gesperrt wegen mangelnder Kooperation bei der Aufklärung. Beckenbauer, der 1974 als Aktiver und 1990 als Trainer Weltmeister wurde, reagierte mit Unverständnis auf die Entscheidung und gab an, er habe sich außerstande gesehen, wie gefordert eine Antwort in "Juristen-Englisch" zu liefern.

Auch anlässlich der WM 2014 in Brasilien häuft sich die Kritik am Weltfußballverband FIFA und dessen Präsident Sepp Blatter. Die Verantwortlichen hinter der Fußball-Weltmeisterschaft gelten als korrupt; der Verein zahlt in der Schweiz kaum Steuern.

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