Fußball: Lionel Messi verliert Rückendeckung vom Staatsanwalt

Fußball: Lionel Messi verliert Rückendeckung vom Staatsanwalt

Für den FIFA-Weltfußballer 2015 Lionel Messi wird's nun eng: Der Staatsanwalt hat ihm bisher die Mauer gemacht, die nun wegfällt.

Der argentinische Fußballstar in Diensten vom FC Barcelona Lionel Messi verliert einen wichtigen Fürsprecher. Der Staatsanwalt hatte bisher dem Steuerhinterzieher in Diensten von "Barca" die Mauer gemacht. Spaniens Finanzbeamte waren zuletzt erbost über die Kampagne von Messis Klub.

Barcelona. Musse er nun doch die Haftstrafe im Gefängnis antreten oder wird die Strafe auf Bewährung ausgesetzt? Entschieden ist das noch nicht. Aber eines ist gewiss:
Lionel Messi hat in seinem Steuerverfahren vor der spanischen Justiz einen wichtigen Bündnispartner verloren.

Die Staatsanwaltschaft entschied, das Urteil gegen den Superstar des FC Barcelona nicht anzufechten. Die Anklagebehörde hatte in dem Prozess gegen den Argentinier vor einem Gericht in Barcelona für einen Freispruch plädiert.

Das Gericht verurteilte Messi und dessen Vater jedoch wegen Steuerbetrugs in den Jahren 2007 bis 2009 zu jeweils 21 Monaten Haft. Die Verteidigung will dagegen Berufung vor dem Obersten Gerichtshof einlegen. Wie die spanischen Medien am Donnerstag unter Berufung auf Justizkreise berichteten, entschied die Staatsanwaltschaft, sich dem Einspruch gegen das Urteil der ersten Instanz nicht anzuschließen.

Weshalb die Behörde ihre Strategie in dem Verfahren änderte, wurde zunächst nicht bekannt. Messi wird nun in einem möglichen Berufungsverfahren allein auf die Unterstützung seiner Verteidiger angewiesen sein. Haftstrafen von weniger als zwei Jahren werden in Spanien in der Regel zur Bewährung ausgesetzt, solange die Betroffenen nicht vorbestraft sind.

Veärgerte Finanzbeamte

Die Kampagne des FC Barcelona für den zu einer Haftstrafe verurteilten Superstar Lionel Messi hat bei den spanischen Finanzbeamten Empörung ausgelöst. Die Initiative des spanischen Fußballmeisters und Cupsiegers sei "verantwortungslos", betonte die Gewerkschaft der Finanzbeamten (Gestha). Sie habe deshalb den Club aufgerufen, die Kampagne abzubrechen und das Urteil gegen Messi zu akzeptieren.

Barca hatte seine Fans in einer Kampagne unter dem Slogan "Wir alle sind Messi" dazu aufgerufen, in den sozialen Netzen ihre Unterstützung für den fünfmaligen Weltfußballer zum Ausdruck zu bringen.

Der Club wies die Kritik an seiner Kampagne zurück. "Wir wollten uns niemals in die Arbeit der Finanzbeamten einmischen", sagte ein Barca-Sprecher der Zeitung "El Pais". "Wir ziehen es nicht in Zweifel, dass es notwendig ist, Steuern zu zahlen."

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