Aufräumen in der FIFA: Schweiz liefert Ex-Funktionär aus

Der Ex-Präsident des costa-ricanischen Fußballverbandes und frühere FIFA-Funktionär Eduardo Li steht vor der Auslieferung in die USA. Er ist einer von sechs ehemaligen FIFA-Funktionären, die Ende Mai vor dem FIFA-Kongress in der Schweiz verhaftet wurden.

Aufräumen in der FIFA: Schweiz liefert Ex-Funktionär aus Aufräumen in der FIFA: Schweiz liefert Ex-Funktionär aus

Um den FIFA-Skandal geht es in der Schweiz derzeit rund: Die Schweizer Justiz hat am Dienstag der Auslieferung eines vierten FIFA-Funktionärs, von Eduardo Li aus Costa Rica, an die USA zugestimmt. Und der Ex-Vizepräsident Jack Warner, langähriger Stellvertreter vom Noch-Fifa-Chef Joseph Blatter, wurde lebenslang vom Weltfußballverband gesperrt - für alle Funktionen im Fußball.

Li wird vorgeworfen, beim Verkauf von Marketingrechten für die Qualifikationsspiele der WM 2018 an eine US-amerikanische Firma Bestechungsgelder angenommen zu haben. Dadurch sei der Markt für Sportmarketingverträge und Medienrechte im Zusammenhang mit der WM massiv verfälscht worden.

Zuvor hatte das Bundesamt bereits wegen ähnlicher Vorwürfe durch die US-Justiz die Auslieferung des uruguayischen FIFA-Funktionärs Eugenio Figueredo, des Ex-Präsidenten des venezolanischen Fußballverbands, Rafael Esquivel, sowie des früheren FIFA-Vizepräsidenten Jeffrey Webb gestattet. Webb steht mittlerweile in New York vor Gericht.

Jack Warner hingegen gilt als einer der Hauptfiguren im FIFA-Skandal. Er habe in seiner Zeit als Funktionär eine Hauptrolle beim Anbieten, Annehmen und Akzeptieren von illegalen Zahlungen gespielt, urteilt nun die Fifa-Ethikkommission. Er soll als FIFA-Vize-Präsident weit unter dem Marktwert die TV-Rechte für die beiden WM-Turniere 2010 in Südafrika und 2014 in Brasilien für die Region Karibik erworben haben. Wegen diesem Deal wird seit voriger Woche von der Schweizer Bundesanwaltschaft auch gegen FIFA-Chef Blatter ermittelt. Er soll den Vertrag unterschreiben haben. Blatter wird in dem seit der Vorwoche eingeleiteten Strafverfahren der "ungetreuen Geschäftsführung und Veruntreuung" verdächtigt. Er wurde in der Vorwoche - wie berichtet - bereits einvernommen. Der aus Trinidad & Tobago stammende Warner soll in seiner Einvernahme seinen einstigen Intimus Blatter belastet haben. Gegen Warner läuft ein Ausliferungsverfahren der USA, gegen das er sich stemmt.

Platini im Visier der Justiz?

Nach Recherchen der deutschen Tageszeitung "Die Welt" steht nicht nur FIFA-Präsident Blatter im Visier der Schweizer Justiz. Offenbar soll die Bundesanwaltschaft in der Affäre um dubiose Millionenzahlungen auch gegen den UEFA-Präsidenten Michel Platini Ermittlungen einleiten. Hintergrund sind gemäß "Welt" neue Erkenntnisse zu Platinis FIFA-Engagement von 1999 bis 2001. Erst im Jahr 2011 soll Platini für seine Dienste mit zwei Millionen Franken (1,83 Millionen Euro) entlohnt worden sein.

"Welt"-Quellen behaupten, der Franzose habe viel mehr Geld als die bisher bekannte Summe von zwei Millionen Franken bezogen. Sollten sich diese Vorwürfe bewahrheiten, ist Platini als Kandidat für die Blatter-Nachfolge aus dem Rennen.

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