FIFA verhängt Sanktionen gegen Beckenbauer

FIFA verhängt Sanktionen gegen Beckenbauer

Franz Beckenbauer erhält von der FIFA eine Geldstrafe.

In einem ersten Verfahren wurde Franz Beckenbauer zu einer Geldstrafe in der Höhe von 7000 Franken verurteilt. Beckenbauer hatte sich gegen eine Befragung der Ethikkommission gestemmt.

Zürich Die Ethik-Kommission des Weltfußballverbandes hat Sanktionen gegen den Fußball-Funktionär Franz Beckenbauer verhängt. Er muss unter anderem eine Busse von 7000 Franken bezahlen, teilte die Kommission am Mittwoch mit.

Die FIFA begründet die Strafe damit, dass Beckenbauer "trotz wiederholter entsprechender Aufforderungen, an einer Untersuchung der Ethikkommission mitzuwirken", nicht nachgekommen sei. Es geht dabei um Untersuchungen zur Vergabe der FIFA Fußball-Weltmeisterschaften 2018/2022. Hintergrund: Für die Vergabe der WM 2018 in Russland sowie für Katar im Jahr 2022 sollen Stimmen gegen Geld verkauft worden sein. Beckenbauer geriet danach in den Fokus der internen Ermittlungen der FIFA.

Die deutsche Fußballikone wurde laut aktueller Aussendung der FIFA "u.a. aufgefordert, in einer persönlichen Befragung Auskunft zu geben und schriftliche Fragen zu beantworten, die sowohl englisch als auch deutsch vorlagen". Die Befragung sollte rund um die Fußball-WM in Brasilien im Jahr 2014 stattfinden. Weil Beckenbauer die Befragung ignorierte, wurde er von der FIFA am 13. Juni 2013 gesperrt. 90 Tage durfte er die Stadien offiziell nicht betreten. Zur Fußball-WM in Brasilien durfte Beckenbauer offiziell die Stadien nicht betreten.

Der deutsche Ex-Kapitän und Ex-Nationalspieler hatte mehrfach in Interviews in deutschen Medien behauptet, dass ihm die Unterlagen nur in englischer Sprache zugestellt wurden. Die FIFA hatte dies stets bestritten.

Beckenbauer verstieß in dieser Causa laut FIFA gegen die allgemeinen Verhaltenspflichten, die für Fußballfunktionäre bei Untersuchungen gelten. Die FIFA bezieht sich dabei auf Art. 13 des FIFA-Ethikreglements.

Von der rechtsprechenden Kammer wurde Beckenbauer zudem des Verstoßes gegen Art. 18 (Anzeige- sowie Mitwirkungs- und Rechenschaftspflicht) und Art. 42 (Allgemeine Mitwirkungspflicht) des FIFA-Ethikreglements für schuldig befunden.

Beckenbauer wurde positiv beschieden, dass er sich später doch noch zu einer Kooperation bereit erklärt hatte. Daher wurde gegen ihn eine "Ermahnung" ausgesprochen und eine Geldstrafe in Höhe von 7000 Schweizer Franken (6344 Euro) verhängt. Zuvor war er im Rahmen des vorliegenden Falls "vorübergehend vorsorglich" gesperrt worden, teilte die FIFA mit.

Das Urteil tritt laut FIFA mit deren Mitteilung am 17. Februar 2016 in Kraft.

Noch eine Untersuchung gegen Beckenbauer

Die FIFA erklärte ausdrücklich, dass der die Vorgänge rund um das abgesagt Kulturprogramm bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland nicht Gegenstand im dem vorliegenden Untersuchungen der Ethikkommission war.

In diesem Fall, es geht um das Verschwinden unter anderem von rund 6,7 Millionen Euro, wird weiterhin gegen Beckenbauer und andere ehemalige DFB-Funktionäre ermittelt. Beckenbauer war seinerzeit Chef des Organisationskomitee für die Fußball-WM 2006 in Deutschland.

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