FIFA-Chef Blatter übt heftige Kritik an Brasilien

FIFA-Chef Blatter übt heftige Kritik an Brasilien

Der Präsident des Fußball-Weltverbands (FIFA) hat in einem Interview mit der Schweizer Zeitung "24 Heures" (Sonntag-Ausgabe) vor allem den späten Beginn der Arbeiten für die Weltmeisterschaft von 12. Juni bis 13. Juli 2014 kritisiert.

"Brasilien hat gerade erst begriffen, um was es geht, und viel zu spät die Arbeiten begonnen. Noch nie war ein Land in der Vorbereitung so weit zurück, seitdem ich bei der FIFA bin, obwohl noch kein Gastgeber so viel Zeit, sieben Jahre, hatte", sagte Blatter, der seit 1975 beim Weltverband tätig ist und daher schon die Erfahrung von neun Weltmeisterschaften hat.

6 der 12 Stadien, nämlich Sao Paulo, Curitiba, Porto Alegre, Cuiaba, Natal und Manaus, waren bei der festgelegten Deadline 31. Dezember noch nicht fertiggestellt. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff reagierte umgehend

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff strich als Reaktion auf Blatters Rüge das Positive an Brasilien 2014 heraus. "Wir lieben den Fußball, wir werden diese WM mit Stolz ausrichten und sie zur Weltmeisterschaft der Weltmeisterschaften machen", schrieb Rousseff auf Twitter.

Blatters Reaktion darauf ließ nicht lange warten. "Die ganze Welt, mich inkludiert, freut sich auf die Weltmeisterschaft der Weltmeisterschaften. Brasilien wird ein großartiger Gastgeber", schrieb der offenbar um Deeskalation bedachte Schweizer ebenfalls auf dem Kurznachrichtendienst.

Bei den mittlerweile auf Hochtouren laufenden Vorbereitungen haben sich schon mehrere Tragödien ereignet, mindestens drei Bauarbeiter starben. Die Arbeiten an den Stadien gerieten zudem in den vergangenen Monaten mehrfach ins Stocken, die Kosten explodierten.

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