DFB-Pokal: Die Dorfklubs sind heiß auf Bayern und Dortmund

Beide Klubs haben völlig neue Mannschaften und wollen die klaren Favoriten ärgern. Als die Feierabend-Fußballer von Schwarz-Weiß Rehden zum letzten Test für das Spiel ihres Lebens antraten, waren Pep Guardiola und Franck Ribéry schon allgegenwärtig.

DFB-Pokal: Die Dorfklubs sind heiß auf Bayern und Dortmund

Sechs Kamerateams löcherten Trainer Predrag Uzelac und sein Team wenige Tage vor dem Pokal-Duell mit den Megastars vom Triple-Gewinner Bayern München. Und sie hörten, wie Torwart Milos Mandic ganz vorsichtig und leicht schmunzelnd eine "Kampfansage" in den Süden schickte. "Ziel ist es, so wenig Gegentore wie möglich zu bekommen", sagte der 28-Jährige dem SID: "Wenn ich keinen reinlasse, sind wir eine Runde weiter, oder?"

Richtig gerechnet. Mandic hatte mit seinen Kollegen vor dem ungleichen Duell gerade frisches Selbstvertrauen getankt. Gegen den SV Wilhelmshaven, Regionalliga-Konkurrent und Pokal-Herausforderer von Borussia Dortmund, setzte sich sein Klub mit 1:0 durch. Dennoch ist sich der Keeper bewusst, dass die Aufgabe gegen Robben, Thiago, Müller und Co. am kommenden Montag in Osnabrück (20.30/ARD und Sky) schier unlösbar sein dürfte.

"Wir brauchen jetzt nicht zu viel zu träumen. Die Jungs werden ihr Bestes geben, aber Bayern hat schon gegen die Bundesligisten fast 80 Prozent Ballbesitz", sagte Trainer Uzelac vor dem Spiel gegen "die beste Mannschaft der Welt". Dabei will er die Erwartungshaltung an sein Team nicht zu groß werden lassen. "Die Jungs werden das erste Mal vor den Kameras stehen, ganz Deutschland guckt Rehden gegen Bayern, das ist etwas ganz besonderes. Zusätzlichen Druck brauchen die Jungs überhaupt nicht."

Zumal sie sich erst seit einigen Wochen kennen. Vereinsboss Friedrich Schilling hat 14-mal auf dem Transfermarkt zugeschlagen, der flinke Angreifer Kifuta Kiala Makangu deutete mit seinem Treffer gegen den SVW schon seine Qualitäten an. Doch Uzelac muss in den kommenden Tagen noch eine Einheit aus seinen Amateur-Fußballern zimmern.

Damit ist er vor die gleichen Probleme gestellt wie Wilhelmshavens Trainer Farat Toku. Der Klub von der Nordseeküste verfügt sogar über 19 neue Spieler im Kader und hat mit Dortmund am Samstag (15.30 Uhr/Sky) ein ähnliches Kaliber wie Liga-Konkurrent Rehden vor der Brust. "Unsere Hausaufgaben haben wir erledigt, und es wird ein absolutes Highlight für die Stadt, die ganze Region und vor allen Dingen auch für uns als Mannschaft", sagte der 33-Jährige: "Man hat nicht allzu viele Spiele gegen Mannschaften wie Borussia Dortmund. Die Spieler sind weltklasse, extraklasse, wir freuen uns auf jeden von ihnen."

Toku hat den BVB beobachtet und einen Plan für das Match erstellt. Seine Mannschaft sei jung, hungrig und dynamisch. "Aber ob wir sie ärgern können, das wird man sehen", sagte er: "Wir reden über Borussia Dortmund, und das ist ein Champions-League-Finalist, also sollten wir auch die Kirche im Dorf lassen." Zumal sich ja auch der gegnerische Trainer so seine Gedanken macht. Der heißt Jürgen Klopp, und seine Erfolge sprechen für sich, sagte Toku, "er ist natürlich ein Weltklasse-Trainer".

Das gilt auch für den Trainer des FC Bayern, der Uzelac in Osnabrück die Hand schütteln wird. "Pep Guardiola ist einer der weltbesten Trainer, das hat er mit seinen Titeln bewiesen. Jetzt will er mit den Bayern das Gleiche schaffen, was er in Barcelona gemacht hat", sagte Rehdens Chefcoach fast ehrfürchtig: "Das ganze Dorf lebt für dieses Spiel." Aber ein bisschen ärgern möchte er ihn am Montag schon.

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