Des Kaisers neuer Alaba

Des Kaisers neuer Alaba

Franz Beckenbauer investiert mit seiner Beckenbauer Stiftung nun in ein Sozialprojekt in Nairobi, das neben einer Bäckerei und zwei Schulen auch eine Fußballakademie in den Slums der kenianischen Hauptstadt umfasst. Dahinter stecken oberösterreichische Unternehmer, die Caritas Kärnten und "Jahrhundertstürmer" Helmut Köglberger.

Wenn Voestalpine-Chef Wolfgang Eder, Fußballlegende Franz Beckenbauer, Mirja Sachs, die Witwe von Gunther Sachs, und ÖFB-Teamchef Marcel Koller sowie Präsident Leo Windtner aufeinander treffen, braucht es einen besonderen Anlass: Weit über 1000 Gäste bestaunten im Donauforum der Oberbank Linz den gemeinsamen Auftritt zweier Männer, die Mitte der siebziger Jahre als Fußballer ihrer Nationalmannschaften gegeneinander gekämpft haben.

Die LASK- und Austria-Wien-Legende Köglberger ist die zentrale Figur beim Aufbau der Fußballakademie Acakoro in Nairobi. Sie ist Teil des umfassenden Sozialprojekts "Hope for future" in der Hauptstadt Kenyas, das auch zwei Schulen und eine Bäckerei umfasst und rund 1.000 Kindern aus dem Slum von Korogocho eine Perspektive geben soll. 2,5 Millionen Euro wird das Projekt kosten, 900.000 Euro Grundkapital kommen von der Caritas Kärnten, 300.000 vom Land Oberösterreich, ein annähernd so hoher Beitrag von den Rotariern.

Und weil auch "Kaiser" Beckenbauer meinte, dass "im Kampf gegen die Armut weltweit noch viel zu tun ist", wird seine Beckenbauer Stiftung nun in ein angeschlossenes Gesundheits- und Sozialzentrum 30.000 Euro investieren. Die Fußballschuhe für die aktuell 80 Kinder in der Kickerakademie hat die Mirja Sachs Stiftung gesponsert. Schirmherrschaft: Margarete Pernsteiner-Windtner, die Frau des ÖFB-Chefs.

Hinter dem Projekt steckt der oberösterreichische Malermeister Otto Hirsch, die Bäckereiinfrastruktur und das -Knowhow kommt von Backaldrin-Chef Peter Augendopler. Hirsch sieht Acakoro als "den österreichischen Beitrag zum Fußball-WM-Jahr 2014." Und was den möglichen Output der Fußballakademie betrifft, steckt er die Ziele hoch: "Einen kleinen Alaba erwarte ich mir schon."

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