Chinesischer Geldgeber wird Spielmacher bei Inter Mailand

Fußballklub Inter Mailand übergibt die Mehrheit seines Kapital an Investoren aus China. Suning Commerce übernimmt nun 70 Prozent an dem italienischen Traditionsklub. Der aktuelle Präsident aus Indonesien, Erick Tohir, bleibt aber auf der Kommandobrücke und hält weiterhin 30 Prozent.

Chinesischer Geldgeber wird Spielmacher bei Inter Mailand

Nanjing/Mailand. Beim Fußballklub F.C. Internazionale Milano (hierzulande Inter Mailand genannt) wechselt wieder einmal die Eigentümerschaft. Der chinesische Einzelhandelsriese Suning Commerce übernimmt den 1908 gegründeten italienischen Traditionsklub. Suning bezahle für einen Anteil von knapp 70 Prozent rund 270 Millionen Euro, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung.

Der frühere Inter-Präsident und italiensche Öl-Tycoon Massimo Moratti wird sich Insidern zufolge als Eigner komplett zurückziehen, während der aktuelle Clubchef Erick Thohir den Minderheitenanteil der restlichen gut 30 Prozent behalten werde. Tohir ist mit seiner Investmentgruppe International Sports Capital im Oktober 2013 als Mehrheitseigentümer bei Italiens Traditionsklub eingesteigen. Die von Tohir beherrschte Sports Capital HK Ltd. hatte 70 Prozent der Anteile von Inter übernommen. Die Internazionale Holding S.r.l. hatte 29,5 Porzent der Inter-Anteile und Pirelli noch 0,5 Prozent an Inter.

Damit endet auch die längjährige Eigentümerschaft der Morattis. Der italienische Öl-Tycoon Angelo Moratti, war bereits 1955 bis 1968 Präsident und Haupteigentümer von Inter Milan. Sohn Massimo hatte im Jahr 1995 den Klub wieder übernommen.

Der Glanz der Erinnerung

Die Glanzzeiten des itlaienischen Klubs liegen bereits Jahre zurück. Den letzten großen Triumpf konnte Inter im Jahr 2010 mit der Champions League feiern. Die Transferpoltiik und vor allem das muntere Ein- und Absetzen der Trainer haben Massimo Moratti viel Unmut bei Fans eingebracht. Inter zählt dennoch zu den erfolgreichsten Klubs Italiens und gilt Jahr für Jahr als Titilfavorit in der italienischen Meisterschaft.

Inter konnte seit Gründung im Jahr 1908 18 Landesmeisterschaften , sieben Pokalsiege, fünf Super Cup-Gewinne, drei UEFA Cup, drei Europopakpokal der Landesmeister, ein UEFA Champions League, zwei Intercontinental Cupsiesge und einen sieg im FIFA-Weltpokal verbuchen.

Inter Mailand ist der bisher bekannteste europäische Fußballclub, der mehrheitlich in chinesische Hände übergeht. Vorgänger sind Espanyol Barcelona und Aston Villa. Minderheitsbeteiligungen halten chinesische Investoren an Manchester City und Atletico Madrid. Auch Inters Lokalrivale AC Milan wird von Interessenten aus der Volksrepublik umworben.

Chinas Präsident Xi Jinping gilt als prominenter Fußballfan. Chinesische Konzerne planen, ihre Sportgeschäfte weltweit auszubauen - von Fußballclubs bis hin zu Fernsehsendern.

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