Champions League: Dortmund auch ohne Klopp erfolgreich, Schalke siegt in Basel + Sky-HD-Video-Link

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Die Revier-Rivalen haben sich in der Champions League am Dienstag keine Blöße gegeben und wichtige Punkte für ein erfolgreiches Abschneiden in der Gruppenphase gesammelt. Der BVB siegte mit dem gesperrten Klopp als Gast einer VIP-Loge 3:0 (1:0) gegen den französischen Vizemeister Olympique Marseille, Schalke feierte dank Julian Draxler beim 1:0 (0:0)-Erfolg bei "Chelsea-Schreck" FC Basel einen Rekordstart in die Königsklasse.

In Dortmund blieb Klopps Sperre für seinen Wutausbruch in Neapel zumindest sportlich ohne Folgen. Der Vize-Meister demonstrierte durch Tore von Robert Lewandowksi (19./80./FE) und Marco Reus (52.) vor 65.600 Zuschauern einmal mehr seine Heimstärke in der Königsklasse mit dem siebten Dreier in Serie. Die letzte Niederlage datiert vom 6. Dezember 2011 - ebenfalls gegen Marseille (3:2). In Basel erzielte Nationalspieler Draxler das Tor für seine Mannschaft (54.).

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Dortmund gelang die erhoffte Revanche, obwohl Klopp seinem Assistenten Zeljko Buvac an der Seitenlinie eine Mannschaft ohne Fünf übergeben hatte. Denn neben dem nach seiner Roten Karte in Neapel ebenfalls gesperrten Torhüter Roman Weidenfeller musste der BVB vier weitere Stützen verzichten.

Die Borussia schien unbeirrt dort anknöpfen zu wollen, wo sie am vergangenen Samstag beim 5:0 in der Bundesliga gegen den SC Freiburg aufgehört hatte. Den ersten Warnschuss feuerte Marco Reus (6.) ab und zwang somit Steve Mandanda im Tor der Franzosen zu einer Glanzparade. Beim ersten der gefürchteten Konter von "OM" hatten die Westfalen Glück, als Durm im Strafraum Saber Khalifa zu Fall brachte, aber der spanische Referee David Fernández Borbalán keinen Grund für einem Elfmeterpfiff sah.

Führungstreffer des BVB

In einer Phase, als Marseille seine Offensiv-Bemühungen verstärkte, schloss Lewandowski einen Bilderbuch-Konter des BVB nach Vorlage von Durm zum Führungstreffer ab. In der Folge betrieben die Borussen ein gefährliches Spiel, indem sie den Gegner in der eigenen Hälfte allzu viel Raum zum Kombinieren ließen. Weidenfeller-Ersatz Mitchell Langerak wurden allerdings lediglich mit einem Freistoß von Mathieu Valbuena geprüft.

Nach dem Wiederanpfiff suchte der BVB die Vorentscheidung. Der Plan schien aufzugehen, als Marseilles Keeper nach einem Freistoß von Reus beim Abwehrversuch mit dem Ball hinter die Torlinie fiel. Nach dem 0:2 boten sich den Borussen weitere Chancen, vorwiegend durch Konter. Doch oft fehlte es an der letzten Konsequenz oder an der Präzision des letzten Passes, um aus dem Spiel heraus noch erfolgreicher zu sein. Den Endstand besorgte Lewandowski per Strafstoß, nachdem Nicolas Nkoulou Reus im Strafraum von den Beinen geholt hatte.

Schalke stieß derweil das Tor zum Achtelfinale weit auf, mit sechs Punkten sind die Gelsenkirchener Tabellenführer der Gruppe E. In ihren fünf Champions-League-Starts zuvor hatten die Schalker die Gruppenphase noch nie mit zwei Siegen begonnen - drei Tage nach dem viel diskutierten 3:3 bei 1899 Hoffenheim und der Suspendierung von Jermaine Jones gaben sie damit die ideale Antwort.

Das Spiel war bis zum Treffer von Draxler, einem unhaltbaren Schuss aus 18 Metern, über weite Strecken allerdings ein Langeweiler. Eine Protestaktion von Greenpeace gegen Schalke- und UEFA-Hauptsponsor Gazprom war für lange Zeit die meistdiskutierte Szene des Abends. Vier Aktivisten hatten sich vom Dach des St.-Jakob-Parks abgeseilt, ein riesiges Plakat entrollt und für die erste politisch bedingte Unterbrechung in der Geschichte der Champions League gesorgt. UEFA-Präsident Michel Platini saß während der fünfminütigen Zwangspause kurz nach dem Anpfiff kopfschüttelnd auf der Ehrentribüne.

Auf dem Rasen war vor 33.251 Zuschauern von Schalker Verunsicherung nach der indiskutablen zweiten Halbzeit von Hoffenheim und den Nachwirkungen kaum etwas zu spüren. Kevin-Prince Boateng, der erstmals seit seinem Wechsel nach Gelsenkirchen als Sturmspitze auflief, vergab in der zwölften Minute die erste große Chance zur Führung. Danach hatte die Partie vor etwa 35.000 Zuschauern nur wenige Höhepunkte, was auch an der kontrollierten und disziplinierten Schalker Defensivarbeit lag. Im Spiel nach vorne unterliefen den Gästen allerdings zahlreiche Fehler, so dass auch die Basler Defensive zunächst kaum Mühe hatte.

Boateng tat sich im Sturmzentrum anstelle des grippegeschwächten Adam Szalai, der kurz vor der Pause für den an der Leiste verletzten Jefferson Farfan doch früher als erwartet ins Spiel kam, schwer. Nach der Pause behielt Schalke die Kontrolle und hatte kurz vor Draxlers Treffer Pech. Neustädter traf mit einem sehenswerten Schuss die Latte, nachdem Szalai aus wenigen Metern den Ball nicht im Tor untergebracht hatte (52.). Basel wirkte danach weiter gehemmt und hatte kaum nennenswerte Szenen.

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