Bundesliga: Rapid ist Vize-Meister, Wacker Innsbruck steigt ab

Bundesliga: Rapid ist Vize-Meister, Wacker Innsbruck steigt ab

Mit einem 2:0 Sieg gegen Wacker Innsbruck (1:0 durch Boyd in der 34. Minute, 2:0 durch Sabitzer in der 83. Minute) sichert sich Rapid Wien den Vizemeister-Titel und schießt Innsbruck aus der Bundesliga.

Nach vier Jahren in der Fußball-Bundesliga muss der FC Wacker Innsbruck wieder in die Erste Liga absteigen. Die Tiroler verloren am Sonntagabend in der vorletzten Runde bei Rapid Wien verdient 0:2 (0:1) und sind damit aus sportlicher Sicht nicht mehr zu retten. Die Rapidler fixierten in ihrem vielleicht letzten Pflichtspiel im Hanappi-Stadion den Vizemeistertitel.

Wieder einmal war es US-Teamstürmer Terrence Boyd, der die Hütteldorfer auf die Siegerstraße brachte. Mit seinem fünften Tor in den jüngsten drei Partien und insgesamt 14. in dieser Saison wurde er in Minute 34 einmal mehr zum Matchwinner für Grün-Weiß. Den Endstand besorgte Marcel Sabitzer (83.). Damit blieb Rapid im zehnten Match en suite seit der 3:6-Niederlage am 2. März beim Meister in Salzburg sowie im 13. Heimspiel in Serie ungeschlagen.

Innsbruck ist dagegen weiter seit dem 1:0-Erfolg am 20. April 2002 bzw. seit 16 Partien im Hanappi-Stadion ohne Auswärtssieg und damit in der kommenden Saison wohl nur noch zweitklassig. Letzter kleiner Hoffnungsschimmer für die Mannschaft von Michael Streiter ist die Tatsache, dass Admira Wacker Mödling in erster Instanz die Lizenz verweigert worden ist.

Kurzer Hoffnungsschimmer

Die Tiroler schöpften zuletzt mit sieben Punkten aus drei Spielen wieder Hoffnung und versteckten sich auch bei Rapid zunächst nicht. Doch mit zunehmender Dauer bekamen die Gastgeber die Partie in den Griff und gingen nach einer guten halben Stunde in Führung. Außenverteidiger Schimpelsberger tankte sich auf der rechten Seite durch und flankte auf Boyd, der per Kopf das 1:0 besorgte.

Mit diesem Pausenrückstand waren die Tiroler noch gut bedient, denn in der Nachspielzeit ließ Burgstaller nach Pass von Hofmann einen Sitzer aus (45.+1). In dieser Tonart ging es auch nach der Pause weiter, als Sabitzer aus kürzester Distanz an Schober scheiterte (51.). Auf der Gegenseite machte Rapid-Tormann Novota eine Topchance von Milosevic zunichte (54.).

Dann war wieder Boyd am Drücker, der an der Außenstange scheiterte (59.) sowie einen Schlenzer neben das Tor setzte (74.) und damit seinen dritten Doppelpack en suite verpasste. Marcel Sabitzer machte es besser und erzielte nach Zuspiel von Schaub in Minute 83 das 2:0, mit dem die Partie endgültig entschieden war.

Vor dem Match waren mit dem gesperrten Christopher Trimmel, Branko Boskovic, Stephan Palla, Samuel Radlinger und Lukas Königshofer gleich fünf Rapid-Spieler verabschiedet worden. Ob es auch der Pflichtspielabschied aus dem Hanappi-Stadion war, wird sich Ende Mai/Anfang Juni entscheiden. Dann soll feststehen, ob noch heuer mit dem Stadion-Neubau in Hütteldorf begonnen werden kann und Rapid deshalb für seine Heimspiele in der kommenden Saison ins Happel-Stadion ausweichen muss.

Reaktionen

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Platz zwei war in dieser Saison das Maximum für uns. Salzburg spielt in einer anderen Liga, hat unglaubliches Potenzial und dieses fast voll ausgeschöpft. Es war ein tolles Spiel vor einer perfekten Kulisse, ein Fußballfest gegen einen Gegner, der es uns nicht leicht gemacht hat. Persönlich tut es mir sehr leid, dass Innsbruck abgestiegen ist. Aber ich hoffe, dass sie schon bald wieder in die Bundesliga aufsteigen werden."

Michael Streiter (Innsbruck-Trainer): "Der Klassenerhalt ist nicht heute verspielt worden. Bis zum 1:0 war das Spiel sehr offen, wir hatten auch noch eine große Ausgleichschance. Der Abstieg ist sehr, sehr bitter. Wir haben einfach zu viel X gespielt, vor allem, wenn wir geführt haben in einem Spiel. Jetzt muss man abwarten, was bis Ende Mai mit der Lizenz (Anm.: Admira) passiert. Bis dahin müssen wir vom Kader her weiterhin zweigleisig für die nächste Saison planen. Ich gehe aber davon aus, dass ich auch in der ersten Liga Trainer der Mannschaft bleiben werde."

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