Borussia Dortmund (BVB) erkämpft sich Sieg gegen Eintracht Braunschweig

Borussia Dortmund (BVB) erkämpft sich Sieg gegen Eintracht Braunschweig

Sieben Minuten nach seiner Einwechslung erzielte der 21-Jährige beim 2:1 (0:0)-Arbeitssieg von Borussia Dortmund (BVB) gegen den aufopfernd kämpfenden Aufsteiger Eintracht Braunschweig den erlösenden ersten Treffer. Dem 2:0 von Nationalspieler Marco Reus (86./Elfmeter) ging ein Foul an Hofmann im Strafraum voraus.

"Ich sollte einfach wie im Training Gas geben und Spaß haben", sagte Matchwinner Hofmann nach der Begegnung bei Sky und verriet auch gleich seine Abendplanung: "Ich werde nach Hause gehen und mir mit meiner Freundin einen gemütlichen Abend machen."

Dass Jürgen Klopp den Abend genießen konnte und seinen 100. Sieg als BVB-Trainer feierte, daran hatte Hofmann großen Anteil. Bis zu seiner Einwechslung tat sich der Favorit schwer und ließ mehrere große Möglichkeiten ungenutzt. Am Ende stand der beste Saisonstart des Champions-League-Finalisten seit zwölf Jahren. Daran änderte auch der Anschlusstreffer durch Kevin Kratz (89.) nichts mehr.

Klopp hatte vor 80.200 Zuschauern überraschend sämtliche drei insgesamt 50 Millionen Euro teuren Neuzugänge aufs Feld geschickt. Mchitarjan, der zuvor vier Wochen wegen eines Teilrisses der Syndesmose pausieren musste, rückte für Reus in die Startformation, für Neven Subotic der Grieche Sokratis in die Vierer-Abwehrkette. Im Aufgebot fehlte Nationalspieler Ilkay Gündogan (Stauchung der Wirbelsäule). Die Niedersachsen mussten weiter auf ihren Torjäger Domi Kumbela und auch Deniz Dogan verzichten.

Die geballte BVB-Offensive sah sich von Beginn an einer dichte Abwehrkette der Eintracht gegenüber. Dennoch besaßen die Gäste nach nur 90 Sekunden die erste Chance des Spiels durch Dennis Kruppke. Doch im Anschluss sahen die 7000 Fans aus Braunschweig Einbahnstraßen-Fußball auf das Tor ihrer Mannschaft.

Mchitarjan deutete seine Qualitäten bereits in der Anfangsphase an, fand dank seiner exzellenten Technik auch auf engstem Raum stets Lösungen, seine Schussversuchen fanden jedoch noch nicht ihr Ziel. Braunschweig kompensierte spielerischen Defizite mit seiner takischen Disziplin und unbändigem Engagement, große Torchancen des BVB blieben somit in der ersten Halbzeit Mangelware, was aber auch am teilweise unpräzisen Passspiel lag.

Beinahe wäre der Schuss für die Borussen nach hinten losgegangen, als Norman Theuerkauf das BVB-Gehäuse bei einem der wenigen Entlastungsangriffe der Eintracht nur knapp verfehlte (33.).

Es lief nicht rund beim BVB, der sich in den ersten 45 Minuten keine hochkarätige Möglichkeit erspielen konnte und lediglich bei Standardsituationen für Gefahr sorgte. Erst nach dem Wechsel erhöhte sich der Druck. Sven Bender, Nuri Sahin und Lewandowski hatten Pech mit ihren Distanzschüssen.

In der Schlussphae stand Braunschweigs Torhüter Daniel Davari verstärkt im Mittelpunkt, als sich die Borussen Chancen in Serie erspielten - aber zunächst ungenutzt ließen, bis Hofamnn mit einem Flaschuss aus spitzem Winkel traf.

Beim BVB vermochten besonders Mats Hummels und Hofmann zu gefallen. Die Braunschweiger hatten in Torhüter Davari und Marcel Correira ihre besten Kräfte.

Hertha aus dem Traum remisiert

Hertha BSC ist nach gut einwöchigem Höhenflug auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Der Aufsteiger kam beim 1. FC Nürnberg trotz ordentlicher Leistung nicht über ein 2:2 (0:1) hinaus und muss seine Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga nach nur einem Spiel wieder abgeben.

Die Berliner, am 1. Spieltag noch 6:1-Sieger gegen Eintracht Frankfurt, hatten erneut viele gute Chancen, ließen jedoch die Durchschlagskraft in der Offensive vermissen. Immerhin reichte es für die Hauptstädter nach fünf Niederlagen in Nürnberg mal wieder zu einem Punkt.

Die Hauptstädter waren durch das erste Bundesliga-Tor von Josip Drmic vor 37.068 Zuschauern in Rückstand geraten (40.). Doch Sami Allagui mit seinem dritten Saisontreffer erzielte den Ausgleich (61.). Und der eingewechselte Ronny brachte Hertha mit einem allerdings umstrittenem Foulelfmeter in Führung und ließ die Berliner vom ersten Sieg in Nürnberg seit zehn Jahren träumen (78.). Zuvor war Alexander Baumjohann nach einem Duell mit Javier Pinola zu Fall gekommen. Ein sehenswerter Freistoß von Hiroshi Kiyotake verhinderte Herthas zweiten Sieg im zweiten Spiel (89.).

Die Hertha zeigte zunächst die reifere Spielanlage, flüssigere Kombinationen und mehr Mut. Nürnberg schaffte es erst nach rund 15 Minuten, aus seinem 4-1-4-1-System Offensivdrang zu entwickeln. Doch wie so oft benötigten die Franken lange Standards, um Torgefahr zu entwickeln. Nach einer Ecke von Hiroshi Kiyotake köpfte Daniel Ginczek vorbei (16.), vier Minuten später setzte der Neuzugang einen Kopfball nach Freistoßflanke des Japaners an den Außenpfosten.

Berlin, dem beide etatmäßigen Außenverteidiger verletzungsbedingt fehlten, geriet jetzt stärker unter Druck. Club-Verteidiger Javier Pinola verpasste das Tor der Gäste bei seinem Distanzschuss knapp (25.), einen Schuss von Robert Mak parierte Hertha-Keeper Thomas Kraft sicher (31.). Dann setzte sich Ginczek an der Strafraumgrenze gegen drei Herthaner stark durch und spielte Drmic mustergültig in den Lauf. Der Schweizer, der den Vorzug vor Mike Frantz erhalten hatte, traf aus Mittelstürmer-Position eiskalt.

Die Gäste sorgten in dieser Phase nur gelegentlich über Konter für Gefahr. Markus Feulner klärte vor dem einschussbereiten Änis Ben-Hatira (32.), dann wehrte Torhüter Raphael Schäfer einen Schuss des auffälligsten Berliners ab (36.).

Auch in der zweiten Hälfte begann Berlin stärker. Adrian Ramos köpfte neben das Tor (49.), Kapitän Fabian Lustenberger ließ sich den Ball in aussichtsreicher Position von Feulner abluchsen (55.). Kurios dann der Ausgleich, als Berkay Dabanli den Schuss von Allagui unhaltbar für Schäfer abfälschte. Unmittelbar nach dem 1:1 hatte der bis dahin weitgehend unauffällige Baumjohann die Chance zur Führung, scheiterte jedoch an Schäfer (62.). Glück hatte Baumjohann, dass er nur die Gelbe Karte sah, als er Pinola ins Gesicht fasste.

Nürnberg, das auf Per Nilsson und Timo Gebhart verzichten musste, hielt in der zweiten Halbzeit nur mit großer Mühe dagegen. Wie beim 2:2 bei 1899 Hoffenheim stimmte beim Club allenfalls die kämpferische Leistung. Spielerisch genügte die Vorstellung der Mannschaft von Michael Wiesinger aber höheren Anforderungen nicht - aber auf Kiyotake war Verlass.

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