Auftakterfolg gegen Borussia Mönchengladbach: Neue Bayern in altem Glanz

Auftakterfolg gegen Borussia Mönchengladbach: Neue Bayern in altem Glanz

Die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola gewann das Auftaktspiel der 51. Bundesliga-Saison gegen Borussia Mönchengladbach verdient mit 3:1 (2:1) und hat dabei, angeführt von seinen Superstars Franck Ribéry und Arjen Robben, zumindest offensiv begeistert. Defensiv griff bei Bayern München im ersten Liga-Spiel unter Guardiola vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena noch nicht jedes Rädchen ins andere.

Doch individuelle Klasse und Tore von Robben (11.), Mario Mandzukic (16.) und David Alaba (69., Handelfmeter) sorgten für den Erfolg. Der frühere Gladbacher Dante hatte per Eigentor (40.) für das 1:2 gesorgt. Bayern-Profi Thomas Müller scheiterte mit einem weiteren Handelfmeter an Marc-André ter Stegen (68.). Beide Strafstöße hatte Álvaro Domínguez verschuldet.

"Wichtig ist, dass man das erste Saisonspiel gewinnt, es war ein guter Start. Nach dem unglücklichen Gegentor hat der Gegner ein wenig Schwung bekommen. Wir sind jedoch nach 45 Tagen Vorbereitung froh, dass die Saison wieder begonnen hat", meinte Bayern-Kapitän Philipp Lahm. "Wir sind viel gelaufen, haben attackiert. Wir sind froh, dass wir gewonnen haben, denn es war war ein schwieriges Spiel. Wir haben mit viel Spaß gespielt", ergänzte Ribéry.

"Wir haben es insgesamt gut gemacht und gute Konterchancen gehabt. So viele Chancen haben wir uns in München noch nie erspielt. Es war deshalb schade". meinte Gladbachs Abwehrspieler Martin Stranzl.

Guardiola, im grauen Anzug mit Krawatte und Einstecktuch, war an der Seitenlinie von Beginn an sehr aktiv. Er schrie, gestikulierte, schnipste mit den Fingern, doch seine Profis tasteten sich teilweise etwas unsicher ins Spiel. Hier und da klafften Lücken zwischen den Mannschaftsteilen, das von Guardiola gelehrte Positionsspiel scheint noch nicht allen Stars in Fleisch und Blut übergegangen zu sein. Die Fähigkeiten vor allem von Robben und Ribéry überdeckten dies, doch das genügte Guardiolas hohen Ansprüchen nicht ganz.

Robben, der die Bayern im Mai zum Champions-League-Triumph geschossen hatte, traf per Dropkick nach einem Traumpass von Ribéry über Gladbachs Abwehr hinweg. Mandzukic erhöhte per Abstauber nach Robbens Freistoß. Mit dem 2:0 im Rücken trumpften die "Super-Bayern" teilweise auf wie zu besten Triple-Zeiten, obwohl mit dem erkrankten Thiago und Rekonvaleszent Mario Götze noch zwei Asse fehlten. Auf der Tribüne klatschte Präsident Uli Hoeneß selig Beifall.

Taktisch veränderte Guardiola wie erwartet die Grundausrichtung. Bastian Schweinsteiger, vor dem Spiel als "Fußballer des Jahres" geehrt, gab im 4-1-4-1-System den einzigen Sechser vor der Abwehr und war mitunter zu sehr auf sich allein gestellt. Personell jedoch blieb die Revolution aus: Guardiola vertraute zehn Spielern, die auch schon im Endspiel der Königsklasse gegen Borussia Dortmund begonnen hatten, für Rekordmann Javi Martínez spielte Toni Kroos.

Gladbach-Coach Lucien Favre hatte nach dem peinlichen Pokal-Aus gegen Drittligist Darmstadt 98 auf drei Positionen umgestellt, der wiedergenesene Juan Arango war wieder dabei. Die Borussia spielte mutig mit, der auffällige Raffael hatte erste Chancen (17., 24.). Nationaltorhüter Manuel Neuer parierte stark gegen Max Kruse (30.), schließlich lenkte Dante eine Hereingabe von Arango vorbei an Neuer ins eigene Tor. Kroos und Mandzukic hätten für die Bayern erhöhen können.

"Bayern war ball- und passsicherer, klar dominant, fußballerisch überlegen", analysierte Bundestrainer Joachim Löw in der Pause bei der ARD. Bei Sky lobte er "Spielkultur, gute Ordnung und schnelles Spiel in die Spitze" der Münchner. Gladbach habe bei beiden Toren geschlafen. Zudem sei es der Borussia nicht gelungen, die Münchner Anfälligkeit bei Ballverlust auszunutzen, meinte Löw.

Letzteres änderte sich in Hälfte zwei. Gladbach traute sich nun noch mehr zu, stand zudem defensiv sicherer. Die beste Gelegenheit hatten aber zunächst die Bayern, ein Distanzschuss von Kroos krachte an den rechten Pfosten (60.). Domínguez zweites Handspiel direkt nach ter Stegens Parade bei Müllers Strafstoß sorgte dann für die Vorentscheidung.

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