Adi Hütter ist neuer Red Bull-Trainer

Adi Hütter ist neuer Red Bull-Trainer

Der 44jährige Vorarlberger folgt Roger Schmidt in Salzburg nach. Er kehrt nach Salzburg zurück, wo er auch als Spieler seine erfolgreichste Zeit erlebt hat. Er soll den Tempofußball seines Vorgängers fortsetzen. Red Bull-Chef Mateschitz streut Hütter Rosen.

Salzburg. Vom "Dorfclub" Grödig, den er als Aufsteiger in der soeben abgeschlossenen Saison zum Europa-League-Teilnehmer machte, wechselt nun der Erfolgscoach Adi Hütter. Er wurde am Montag offiziell von Österreichs Ligakrösus Red Bull Salzburg präsentiert.

"Großes Ziel ist die Champions League und die Gruppenphase nicht nur zu erreichen, sondern auch eine Rolle zu spielen", sagte der 44-Jährige bei seiner Antrittspressekonferenz. Man werde sich punktgenau vorbereiten auf dieses Ziel.

Red-Bull-Sportdirektor Ralf Rangnick sprach von einer naheliegenden Entscheidung: "Die Spielphilosophie, wie Grödig aufgetreten ist, ist nicht so weit weg von unserer."

Hütter hatte mit dem SV Grödig auf attraktiven Tempofußball gesetzt und war mit einer bis dato nahezu unbekannten Mannschaft erfolgreich, wenngleich in der Rückserie ein Leistungseinknick kurzfristig erfolgt war.

Am gestrigen Sonntag hatte es für Grödig trotz einem dürftigen Remis gegen den Absteiger Innsbruch zum dritten Platz und somit zum Aufstieg in die Europa League gereicht. Der Vorjahresmeister Austria Wien hatte gegen Sturm Graz gepatzt - und ist somit in der Saison 2014/15 im internationalen Geschäft nicht vertreten.

Vertrauensvorschuß von Mateschitz

Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz ist von den Fähigkeiten des neuen Salzburg-Trainers Adi Hütter überzeugt. "Er hat eine enorme Entwicklung hinter sich", sagte der Clubchef der APA - Austria Presse Agentur. Hütter war bereits als Spieler und als Trainer der Red Bull Juniors in Salzburg tätig. Am Montag kehrte der Vorarlberger als Chefcoach zum österreichischen Fußball-Meister zurück.

"Es spricht sehr viel für ihn als Trainer", erklärte Mateschitz. "Seine sportliche Leistung steht außer Frage. Altach und Grödig sind keine leichten Jobs", meinte der Milliardär. Zudem sei Hütter in Salzburg verwurzelt. Mateschitz: "Er hat seine Familie da, das ist immer gut." Bei Red Bull gilt es als Ausnahmefall, dass eine Führungskraft in den Konzern zurückkehrt. Hütter hatte die Bullen 2009 nach einem Jahr als Cheftrainer der Juniors verlassen, um in Altach anzuheuern - angeblich nach einem internen Machtkampf. "Er ist gleich nach seiner aktiven Karriere bei uns im Nachwuchs eingestiegen", relativierte Mateschitz. Seither habe sich Hütter enorm weiterentwickelt.

Vergangenen Montag hatten sich der Red-Bull-Boss und sein neuer Trainer im Salzburger Hangar-7 zu einem ausführlichen Gedankenaustausch getroffen. "Er hat die Transformation vom aktiven Fußballer zum Trainer sehr schnell und sehr gut hinbekommen. Das schaffen nicht viele", sagte Mateschitz.

Hütter spielte von 1993 bis 2000 bei der Austria Salzburg, mit der er dreimal Meister wurde (1994, 1995, 1997). Danach wechselte er für zwei Jahre zum GAK, wo er 2002 den Cupsieg erringen konnte.

Insgesamt brachte er es auf 234 Bundesliga mit 19 Toren in zehn Saisonen. 14 Spiele absolvierte Hütter für das ÖFB-Team zwischen 1994 und 1997.

Den Abschluss als Spieler machte Hütter in den Jahren 2005 bis 2007 bei den Red Bull Salzburg Juniors. Danach wechselte er in den Trainerstab (siehe unten). 2007 wechselte er als Cheftrainer zu Altach, 2012 kam er zu Grödig.

Laufbahn als Spieler:
1988 - 1989 GAK
1989 - 1991 LASK
1991 - 1992 SCR Altach
1992 - 1993 GAK
1993 - 2000 Austria Salzburg
2000 - 2002 GAK
2002 - 2005 Kapfenberger SV
2005 - 2007 Red Bull Salzburg Juniors

Erfolge:
* 1994, 1995, 1997: Meister mit Austria Salzburg
* 2002: Cupsieger mit GAK
* 234 Bundesligaspiele in 10 Saisonen (19 Tore)
* 14 Spiele für das ÖFB-Nationalteam zwischen 1994 und 1997 (3 Tore)

Laufbahn als Trainer:
2007 - 2008 Co-Trainer von RB Salzburg Juniors
2008 - 2009 Trainer von RB Salzburg Juniors
2009 - 2012 Trainer von SCR Altach
2012 - 2014 Trainer von SV Grödig
ab 2014 Trainer von Red Bull Salzburg

Größter Erfolg als Trainer:
2013 Aufstieg mit Grödig in die Bundesliga, Platz drei sowie
Erreichen der Europa-League-Qualifikation mit Grödig

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