Abstiegskandidat Werder Bremen

Abstiegskandidat Werder Bremen

Wenige Tage vor dem Saisonstart offenbart der Double-Sieger von 2004 eklatante Schwächen. Bremen, bei dem Innenverteidiger Prödl und Mittelfeldmann Zlatko Junuzovic durchspielten und Marko Arnautovic zur Halbzeit eingewechselt wurde, musste sich nach Preußen Münster im Vorjahr und dem 1. FC Heidenheim in der Saison davor damit bereits zum dritten Mal en suite in der ersten Cuprunde einem Drittliga-Club beugen.

Wer glaubte, dass es nach dem unrühmlichen Ende der 14-jährigen Ära von Thomas Schaaf und dem Fast-Abstieg der vergangenen Saison nur noch nach oben gehen könnte, sieht sich nach dem Horror-Auftritt von Saarbrücken getäuscht. Die Alarmglocken schrillen an der Weser lauter denn je.

Ein patzender Torwart, eine schläfrige Abwehr, ein ideenloses Mittelfeld und ein harmloser Angriff: Die Pflichtspiel-Premiere von Dutt am Sonntag geriet zu einem wahren Fiasko. Einen Klassen- geschweige denn einen Zweiklassen-Unterschied zwischen dem früheren Champions-League-Stammgast und dem Drittligisten war nicht zu erkennen. Mit der katastrophalen Vorstellung gegen den 18. der 3. Liga knüpften die Grün-Weißen nahtlos an die schwachen Auftritte fast der gesamten Vorbereitung und der zurückliegenden Bundesliga-Rückserie an.

Es sind aber keineswegs nur die sportlichen Unzulänglichkeiten, die den Werder-Fans tiefe Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Auch in der Kabine der Bremer rumort es. Zwar werden Trainingsreibereien wie die zwischen Mehmet Ekici und Aaron Hunt in der vergangenen Woche offiziell heruntergespielt. Doch dem Team fehlt neben sportlicher Qualität ganz offensichtlich eine klare Hierarchie. Es fehlt ein Antreiber, ein echter Leader, der den Mitspielern sagt, wo es langgeht, und der mit Leistung vorangeht.

Nun sind Trainer Dutt und Sportdirektor Thomas Eichin gefordert, das fragile Bremer Teamgebilde bis zum richtungweisenden Ligastart am Samstag in Braunschweig wieder aufzurichten. Zudem muss die Mannschaft schnellstmöglich verstärkt werden. Denn ohne Ersatz für die abgewanderten Leistungsträger Sokratis und Kevin de Bruyne dürfte es sogar schwer werden, Platz 14 aus der Vorsaison zu wiederholen.

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