Fußball WM 2014: Statt "Rot" zur Strafe Sozialdienst im Kindergarten

Fußball WM 2014: Statt "Rot" zur Strafe Sozialdienst im Kindergarten

Nachdem Deutschland Portugal mit 4-0 weggefegt hat, gibt es Diskussionen zum Platzverweis des Portugiesen Pepe, der nach einem Foul und Unsportlichkeit vom Feld verwiesen wurde. Der deutsche Trainer Felix Magath findet die Bestrafung viel zu hart. Er würde verhaltensauffällige Spieler lieber zum Sozialdienst verdonnern.

Je nach Sichtweise kann man immer über den Ausschluss, die "Rote Karte" eines Spielers diskutieren. Im Fall der Attacke mit anschließend angedeuteter Kopfnuss des Portugiesen Pepe gegen den Deutschen Müller beim Spiel Deutschland gegen Portugal kamen die Experten grosso modo zu einem einstimmigen Urteil: Rote Karte geht in Ordnung.

Eine zumindest originelle Betrachtungsweise, von Pädagogen bestimmt nicht goutierte Erklärung, hat nun der deutsche Ex-Nationalspieler und Erfolgstrainer Felix Magath am Tag nach dem Match parat. Via Facebook lässt er mitteilen, dass der Ausschluss gegen Pepe zu hart gewesen sei.

Unter dem Titel "Ab in den Kindergarten" bringt Magath seine Ideen auf den Punkt, ohne den Gesundheitsaspekt auszulassen: "Ich bin grundsätzlich gegen Platzverweise, wenn die strittige Aktion – wie in diesem Fall – die Gesundheit des Gegners nicht gefährdet. Nach der Hinausstellung hatte das Spiel für mich schon von der 37. Minute an jede Spannung verloren. Das ist nicht im Sinne der Zuschauer im Stadion und an den Bildschirmen."

Foulsünder als Sozialarbeiter

Zum Zeitpunkt der Unsportlichkeit stand es 2-0. Magath hat nun folgenden Vorschlag: " Gelbe Karte plus zusätzlicher Geldstrafe. Oder besser noch: Sozialdienst im Krankenhaus oder Kindergarten. Davon haben am Ende alle etwas, und der Fußballfan wird nicht um die erhoffte und meist teuer bezahlte Unterhaltung gebracht.“

Nur: Dann müsste das Regelwerk geändert werden. Und wie heißt es so schön: In einem Zweikampf um den Ball hat der Ellenbogen des Abwehrspielers Pepe nichts am Hals-/Gesichtsbereich des Gegenspielers zu suchen. Und die darauf folgende Kopfnuss mit leichten Kopfkontakt ist alleine schon - die Andeutung reicht - ein Feldverweis wert - zumindest laut Regelwerk.

"Das Provozieren gehört dazu"

Giovanne Élber, Ex-Nationalspieler von Brasilien und Spieler von Bayern München, derzeit Co-Kommentator im ZDF, hat eine Erklärung, mit der er Pepe beinhartes Kalkül unterstellt: "Pepe ist ein Brasilianer. Die, wir sind so, das Provozieren gehört dazu, bis der Gegner die Ruhe verliert und sich hinreißen lässt." Soll heißen: Pepe provoziert Müller, damit dieser zurückschlägt. Und dieses Mal habe eben Pepe verloren. Müller hielt sich zurück - zuckte Élber grinsend die Achseln.

Der zweifelsohne erstklassige Spieler Pepe, der im Vorjahr eine sehr gute und faire Saison mit Real Madrid samt Champions League gewonnen hatte, galt lange Zeit als Raufbold. Aber vielleicht lag es nur an der Hitze.

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