Fußball WM 2014: Shaqiri schießt Schweiz ins Achtelfinale

Fußball WM 2014: Shaqiri schießt Schweiz ins Achtelfinale

Der Mittelfeldspieler von Bayern München traf beim 3:0 (2:0) gegen Honduras dreimal (6., 31., 71.) für die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld.

Weil zur gleichen Zeit die Ecuadorianer nicht gegen eine B-Auswahl von Gruppensieger Frankreich gewannen, stehen die Eidgenossen bei ihrer zehnten WM-Teilnahme zum fünften Mal und wie zuletzt 2006 im Achtelfinale. Dort treffen sie am Dienstag in Sao Paulo auf Lionel Messi und Argentinien. Die Franzosen treffen in der Runde der letzten 16 bereits am Montag in Brasilia auf Nigeria.

"Es hat schon eine große Bedeutung, wenn man bei einer WM drei Tore schießt", sagte Shaqiri, der nach seiner Auswechslung (81.) und nach dem Spiel dem glücklichen Hitzfeld kurz um den Hals fiel: Mal schau'n: Jetzt sind wir im Achtelfinale. Jetzt ist alles möglich." Das sah auch Hitzfeld so, obwohl es gegen Messi und Co. geht: "Wir haben nichts mehr zu verlieren, von daher kann es nur aufwärts gehen mit uns."

Ecuador muss dagegen wie Honduras, dessen Trainer Luis Suarez wenige Minuten nach dem Ausscheiden seinen Rücktritt erklärte, die Heimreise antreten. Das Team von Trainer Reinaldo Rueda kam gegen die Equipe Tricolore nicht über ein 0:0 hinaus und musste als einzige der sechs südamerikanischen Mannschaften beim Turnier in Brasilien schon nach der Vorrunde die Segel streichen.

Den Tiefpunkt einer völlig verkorksten WM erlebte Ecuadors Kapitän Antonio Valencia. Der Angreifer von Manchester United sah in der 50. Minute nach grobem Foulspiel an Lucas Digne die Rote Karte schwächte sein Team damit entscheidend.

Grenzenloser Jubel herrschte dagegen bei den Eidgenossen in Manaus: Die Schweiz, das war klar, benötigte einen Sieg gegen Honduras, um noch eine Chance auf das Achtelfinale zu haben. Die Schweiz, das war zu erkennen, wollte ihr Glück erzwingen. Die Schweiz - hat Shaqiri. Der kleinste Mann auf dem Feld (169 cm), der nach den ersten beiden Spielen noch arg kritisiert worden war, lief parallel zur Strafraumlinie und schoss den Ball beim ersten Treffer aus 20 Metern mit einer Wucht in den Torwinkel, dass es beinahe das Netz zerriss. Von da an lief Shaqiri zu großer Form auf - assistiert von Josip Drmic. Der künftige Leverkusener war von Hitzfeld neu in die Mannschaft genommen worden, als einer von sieben Spielern aus der Bundesliga bei den Eidgenossen. Ein guter Entschluss des Trainers: Drmic bildete mit Shaqiri ein Dreamteam, er legte die Treffer zwei und drei auf. "Wir haben super harmoniert", sagte "Shaq".

In Rio reichte Karim Benzema und Co. der eine Punkt zum Gruppensieg, die Spuren ihrer großen Vorbilder verließen die heutigen Stars aber. Die Weltmeister-Equipe von 1998 bleibt damit das einzige französische Team in der WM-Geschichte, das die Vorrunde mit neun Punkten beendet hat. Gegner in der Runde der letzten 16 ist am Dienstag in Sao Paulo Nigeria.

"Uns hat ein wenig die Effizienz vor dem Tor gefehlt, aber das Wichtigste ist, dass wir als Gruppensieger ins Achtelfinale eingezogen sind", sagte Frankreichs Trainer Didier Deschamps: "Wir müssen und werden uns gut vorbereiten. Nigeria steht nicht zufällig im Achtelfinale." Star-Angreifer Benzema ergänzte: "Wir werden wieder zulegen und Nigeria auf keinen Fall unterschätzen. Es gibt nun keine leichten Gegner mehr."

Ohne Stammkräfte wie Patrice Evra, Raphael Varane, Patrice Evra oder Mathieu Valbuena versprüht die Equipe Tricolore aber nicht den Glanz der ersten beiden Partien. Frankreichs Trainer Didier Deschamps hatte im Vergleich zum 5:2 gegen die Schweiz munter durchgewechselt. Der Weltmeister von 1998 schonte gleich fünf Stammkräfte und musste auch auf den gelbgesperrten Yohan Cabaye verzichten. Heraus kam die jüngste französische WM-Elf seit 1978, doch auch sie zeigte sich von Beginn an absolut konkurrenzfähig.

Die Franzosen spielten schnell und schnörkellos, hatten aber auch direkt Glück. Nach einen Ellbogenschlag in Gesicht von Oswaldo Minda hätte Mamadou Sakho früh die Rote Karte sehen müssen (8.). Doch der ivorische Schiedsrichter Noumandiez Doue übersah die Szene. Gegen Antonio Valencia, der in der Aktion vor dem Platzverweis mit der Sohle voran in Digne gegangen war, reagierte er später relativ streng.

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