Fußball WM 2014:: Nigeria plant fürs Achtelfinale – Bosnien fliegt heim

Fußball WM 2014:: Nigeria plant fürs Achtelfinale – Bosnien fliegt heim

Die Verlierer schworen sich auf ihren nächsten WM-Gegner ein, die Sieger verabschiedeten sich aus Brasilien: Nigerias Super Eagles hielten sich nicht lange mit dem 2:3 (1:2) gegen Argentinien auf, sondern nahmen Ex-Weltmeister Frankreich für das Achtelfinale ins Visier.

Edin Dzeko und Bosnien-Herzegowina hatten nach dem historischen 3:1 (1:0) gegen den Iran das blöde Gefühl, viel mehr verloren zu haben.

Über allem strahlte jedoch Lionel Messi, der Außerirdische. "Der stammt bestimmt vom Jupiter", mutmaßte Nigerias Trainer Stephen Keshi. Der Superstar hatte einen Tag nach seinem 27. Geburtstag Argentinien mit seiner dritten Weltklasseleistung bei der WM und seinen Turniertoren Nummer drei und vier vor einer Blamage bewahrt. "Nein, ich komme wirklich nicht von einem anderen Planeten", entgegnete Messi, "aber ich fühle mich geschmeichelt."

Während der viermalige Weltfußballer mit der Albiceleste im Achtelfinale als klarer Favorit auf die Schweiz trifft, erwartet den Gruppenzweiten Nigeria die bislang so starke Equipe Tricolore. "Wir müssen uns sehr intensiv auf sie vorbereiten, wir müssen zu unseren Tugenden zurückkehren, wir müssen viel härter arbeiten", forderte Mittelfeldspieler Ahmed Musa.

Dass er Minuten zuvor noch zweimal eingenetzt hatte und damit sozusagen zum "nigerianischen Messi" avancierte, spielte in diesem Moment keine Rolle mehr. "Das ist schön, und ich danke Gott dafür. Aber wichtiger ist, dass wir uns für die nächste Runde qualifiziert haben", sagte Musa.

Das tat der Olympiasieger von 1996 zum ersten Mal seit 16 Jahren - und zwar mit mehr Glück als Verstand. Weil die Iraner im Parallelspiel gegen Dzeko und Co. verloren, durfte sich Nigeria den Ausrutscher leisten. "Die Adler tanzen in die K.o.-Runde", schrieb der nigerianische Daily Independent. Doch von spielerischer Leichtigkeit waren Keshis Schützlinge meilenweit entfernt. In Salvador wollte derweil Dzeko nur noch weg. Der Stürmerstar der Bosnier schnappte sich die FIFA-Trophäe für den besten Spieler, lächelte kurz für ein schnelles Foto, dann war er verschwunden. Der erste WM-Sieg für sein Land konnte den ehemaligen Wolfsburger nicht aufmuntern, zu groß war die Enttäuschung über eine Weltmeisterschaft der vergebenen Möglichkeiten.

Der Stuttgarter Vedad Ibisevic versuchte, seinen Sturmpartner zu trösten. "Wir können erhobenen Hauptes nach Hause fahren", sagte der Bundesligaprofi. Doch es blieb die unbefriedigende Erkenntnis, dass beim WM-Debüt für Bosnien-Herzegowina so viel mehr möglich gewesen wäre - wenn Dzeko nicht erst im unbedeutenden letzten Gruppenspiel gegen die harmlosen Asiaten sein erstes Tor erzielt hätte.

"Mit ein bisschen mehr Glück, etwas besserem Fußball und weniger Schiedsrichterfehlern wären wir in der nächsten Runde", klagte Trainer Safet Susic. Dzeko wusste ganz genau, was der 59-Jährige meinte. Der 28-Jährige von Manchester City hatte alles bei seiner ersten WM am eigenen Leib erfahren: beim 0:1 gegen Nigeria einen Pfostenschuss und ein Tor, das zu Unrecht nicht anerkannt wurde, viele Schwächephasen in den ersten beiden Spielen, harsche Kritik aus der Heimat.

Erst als es zu spät war, zeigte der Torjäger des englischen Meisters seine wahre Klasse. Und war wohl auch der Hauptgrund, warum Irans Trainer Carlos Queiroz die Bosnier als "beste Mannschaft der Gruppe" bezeichnete. Was als Lob gemeint war, klang auch wie ein Vorwurf: Warum seid ihr nicht weitergekommen?

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