Fußball WM 2014: Live: Deutschland vs Algerien 2:1 nach Verlängerung

Nach der regulären Spielzeit stand es im Spiel Deutschland gegen Algerien 0:0. Wenige Sekunden in der Verlängerung schoss André Schürrle das 1:0 für Deutschland. Özil erhöhte in der 120. Minute auf 2:0, Djabou konnte für Algerien nur den Anschlusstreffer erzielen.

Fußball WM 2014: Live: Deutschland vs Algerien 2:1 nach Verlängerung

Deutschland ist am Montag im Achtelfinale der Fußball-WM gegen Algerien mit einem blauen Auge davongekommen. Die Deutschen hatten mit dem krassen Außenseiter aus Nordafrika weit mehr Mühe als erwartet, der Aufstieg wurde erst mit 2:1 nach Verlängerung unter Dach und Fach gebracht.

Die deutschen Tore vor 43.000 Zuschauern in Porto Alegre gelangen Andre Schürrle (92.) und Mesut Özil (119.), für Algerien traf Abdelmoumene Djabou (121.). Die Deutschen hingen vor allem vor der Pause in den Seilen, besser ins Spiel kamen sie erst mit der Einwechslung des späteren Torschützen Schürrle in der 46. Minute.

Algerien kann stolz und mit erhobenem Haupt aus der WM gehen. So sieht das auch Verteidiger Madjid Bouguerra: "Wir können stolz sein. Wir haben der ganzen Welt gezeigt, dass wir eine tolle Equipe sind. Wir haben Afrika bestens repräsentiert."

Deutschlands Teamchef Joachim Löw: "Am Ende war es ein Sieg des Willens. Vor der Pause waren wir schlecht, nach der Pause hätten wir das Spiel aber noch vor der Verlängerung entscheiden müssen."

Im Viertelfinale treffen die Deutschen am Freitag (18.00 Uhr) in Rio de Janeiro auf Frankreich, das ebenfalls am Montag Nigeria 2:0 besiegte. In den bisherigen sechs Achtelfinalpartien hat sich somit sechs Mal der Gruppensieger gegen den Gruppenzweiten durchgesetzt. Am Dienstag werden die Achtelfinali mit den Partien Argentinien-Schweiz (18.00 Uhr) und Belgien-USA (22.00 Uhr) abgeschlossen.

Algerien wollte Revanche

Revanche für die Schande von Gijon : Algerien fieberte dem Spiel des Jahres gegen die schier übermächtigen Deutschen entgegen. Auch wenn martialische Kampfansagen vor dem WM-Achtelfinale in Porto Alegre ausgeblieben sind und kein einziger aktueller Kicker am 25. Juni 1982 schon geboren war - die Erinnerungen an diesen beschämenden Tag sind in Algerien allgegenwärtig. Algeriens Trainer Vahid Halilhodzic wollte, das Trauma eines ganzen Landes überwinden. "1982 kann man nie vergessen", sagt er.

"So trifft man sich wieder", titelte "La Liberte" nicht ohne Ironie vor dem historisch brisanten Duell."Algerien - Deutschland, wie sich alles wiederholt", schrieb "La Gazette du Fennec". 32 Jahre nach dem Nicht-Angriffspakt zwischen Deutschland und Österreich und dem Scheitern der goldenen algerischen Generation mit Idolen wie Rabah Madjer und Lakhdar Belloumi holt die Geschichte die beiden ungleichen Achtelfinal-Kontrahenten wieder ein.

"Natürlich, es ist Deutschland. Sie sind die absoluten Favoriten", betonte Algeriens Trainer Vahid Halilhodzic schon vor dem Spiel. "Aber unsere Stärke ist der Teamgeist. Wir haben keinen Eto'o oder Drogba. Aber jeder kämpft für den anderen. Wir werden sehr viel taktisch arbeiten, und wir wollen sie ärgern", kündigte der Bosnier in der "L'Equipe" an. Den Team- und Kampfgeist sollten die Algerier über 120 Minuten lang eindrucksvoll zeigen. Sie spielten die hoch favorisierten Deutschen mitunter an die Wand und scheiterten oftmals nur an einem überragenden Manuel Neuer im Tor, der zeitweilig in eine Libero-Rolle schlüpfte und gefährliche Bälle gnadenlos auch außerhalb des Strafraums abräumte.

"Es ist Raum für eine weitere Heldentat", sagte Algeriens Kapitän Madjid Bougherra vor dem Match. "Deutschland ist Favorit. Wenn wir verlieren, wäre es logisch, aber wenn wir gewinnen, wäre es eine enorme Leistung", betont ere. Auch der neue Volksheld Islam Slimani, Schütze des Ausgleichs gegen Russland, wollte nicht in Ehrfurcht erstarren. "Es wird sehr, sehr schwer, aber am Ende ist es ein Fußballmatch. In 90 Minuten ist alles möglich", meint Slimani. Er lag damit falsch, das Spiel sollte 120 Minuten dauern, und für Algerien sollte doch nicht alles möglich sein.

Deutschland ohne Podolski

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft musste im WM-Achtelfinale gegen Algerien auf Lukas Podolski verzichten. Podolski muss laut Bundestrainer wegen einer Zerrung zwei oder drei Tage pausieren. Wegen Kniebeschwerden konnte Jerome Boateng am Samstag nur individuell trainieren. Der Verteidiger soll aber gegen die Afrikaner mit dabei sein. "Wenn jemand denkt, dass man es jetzt im Achtelfinale mit einem vermeintlich leichten Gegner zu tun hat, macht man einen riesengroßen Fehler", warnte Löw, der noch viel Potenzial im DFB-Team sieht. "Wir wissen, wir können besser spielen, wir sind noch nicht am Limit."

Der Ort des Geschehens: Das Estádio Beira-Rio in Porto Alegre

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