Fußball WM 2014: Italien scheidet mit 0:1 gegen Urugay aus

Fußball WM 2014: Italien scheidet mit 0:1 gegen Urugay aus

Endspiel für Italien: Uruguay gewinnt das Entscheidungsspiel in der Gruppe D der Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien gegen Italien mit 1:0 und steigt in das Achtelfinale auf. Italien muss die Heimreise antreten. Das Gold-Tor für Uruguay schoss Godin in Minute 81 nach einem Eckball per Kopf.

Italien ist zum zweiten Mal in Folge bei einer Fußball-WM schon in der Gruppenphase ausgeschieden. Die "Squadra Azzurra" verlor am Dienstag in Natal das direkte Gruppe-D-Aufstiegsduell mit Uruguay nicht unverdient mit 0:1 (0:0). Die Südamerikaner wurden nach der Pause deutlich stärker und stehen dank eines Kopfball-Tores von Diego Godin (81.) im Achtelfinale.

Uruguay benötigte wegen der um einen Treffer schlechteren Tordifferenz bei Punktegleichheit unbedingt einen Sieg, trat allerdings vor der Pause alles andere als offensiv auf. Nach dem Seitenwechsel legte der WM-Vierte von 2010 aber einen Gang zu, während die Italiener nur versuchten, das torlose Remis über die Zeit zu bringen. Das Unterfangen wurde nach einer gerechtfertigten Roten Karte für Claudio Marchisio (59.) nach hartem Einsteigen gegen Alevaro Rios richtig schwer und misslang am Ende.

Italiens Coach Cesare Prandelli ließ sein Team im "wichtigsten Spiel seines Lebens" auch in der dritten Partie in einer anderen Formation einlaufen. Mit Leonardo Bonucci, Marco Verratti, Mattia de Sciglio und Neo-Dortmund-Stürmer Ciro Immobile durften sich im Gegensatz zum 0:1 gegen Costa Rica gleich vier neue Spieler beweisen, diesmal in einer 3-5-2-Formation. Uruguay war hingegen im Vergleich zum 2:1 gegen England unverändert.

Ein Fußball-Leckerbissen war es allerdings lange Zeit nicht. Die gut gestaffelten Abwehrreihen ließen wenig zu, wurden aber auch nur selten wirklich geprüft. In einer kampfbetonten Partie hatten die Italiener deutlich mehr Ballbesitz, konnten sich aber kaum gefährliche Aktionen herausspielen. Uruguay-Goalie Fernando Muslera musste nur bei einem Pirlo-Freistoß eingreifen (12.), Immobile setzte einen schwierig zu nehmenden Volley in die Wolken. Dessen Sturmpartner Mario Balotelli trat nur mit einer Gelben Karte in Erscheinung. Zur Pause blieb der leicht angeschlagene Milan-Angreifer in der Kabine.

Bis dorthin zeigte Uruguay nur einmal seine Offensivstärke bei einer schön herausgespielten Aktion. Suarez kam aus spitzem Winkel zum Abschluss, scheiterte aber an Italien-Tormann Gianluigi Buffon, der auch den Nachschuss von Nicolas Lodeiro mit einer tollen Reaktion vereitelte (33.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Südamerikaner aber deutlich ihre Offensivbemühungen, während die Italiener nur mehr versuchten das Ergebnis zu verwalten. Ein Zweikampf von Bonucci mit Cavani im Strafraum blieb ungeahndet (51.). In Minute 58 setzte Cristian Rodriguez einen Abschluss am langen Eck vorbei . Eine Minute später folgte eine Schlüsselszene: Marchisio stieg hart gegen Arevalo Rios ein und sah die Rote Karte.

Das spielte der Truppe von Teamchef Oscar Tabarez natürlich in die Karten. Buffon konnte sich bei einem Abschluss des sonst über weite Strecken kaum gefährlichen Suarez noch auszeichnen. Der Liverpool-Stürmer hatte in der Folge wiederum Glück, dass eine vermeintliche Tätlichkeit nach einem Gerangel mit Chiellini nicht geahndet wurde (80.).

Jubeln durften Suarez und Co. aber doch noch. Nach einem Ramirez-Corner erlöste Godin seine Mannschaft mit einem für Buffon unhaltbaren Kopfball ins Eck. Die Schlussoffensive der Italiener blieb unbelohnt. Sie scheiterten damit wie 1962 und 1966 zweimal in Folge schon vor der K.o.-Runde.

Missbrauchsvorwürfe gegen ÖSV-Trainerlegende Charly Kahr

Sport

Missbrauchsvorwürfe gegen ÖSV-Trainerlegende Charly Kahr

Wirtschaft

Formel 1 will mit "Cable Cowboy" neu durchstarten

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft

Wirtschaft

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft

Sport

Abpfiff: Brexit für die Profifußballer Payet, Kante, Wimmer, Can & Co