Fußball WM 2014: Griechenland ringt Elfenbeinküste mit 2:1 nieder

Fußball WM 2014: Griechenland ringt Elfenbeinküste mit 2:1 nieder

Bis zur 93. Spielminute stand die Elfenbeinküste im Achtelfinale, aber ein Elfmeter in der allerletzten Spielminute bescherte Griechenland den Sieg. Die Hellenen stehen damit erstmals in der Geschichte in einem WM-Achtelfinale. Griechenland trifft auf Costa Rica. Die in Trauerflor angetretenen Spieler der Elfenbeinküste müssen die Heimreise antreten.

Griechenland steht erstmals im Achtelfinale einer Fußball-WM. Die Griechen besiegten am Dienstag zum Abschluss der Gruppe C in Fortaleza die Elfenbeinküste dank eines Elfmetertors von Giorgios Samaras in der 93. Minute mit 2:1 (1:0) und schafften bei ihrem dritten WM-Turnier auch dank Schützenhilfe von Gruppensieger Kolumbien den historischen Aufstieg. Im Achtelfinale geht es gegen Costa Rica.

Andreas Samaris brachte Griechenland in der 42. Minute in Führung, Wilfried Bony gelang in der 76. Minute der Ausgleich. Nach Foul von Sio an Samaras in der Nachspielzeit entschied der venezolanische Schiedsrichter Carlos Vera auf Elfmeter, den der Gefoulte sicher verwertetet. Der Europameisters von 2004 traf zudem durch Holebas (33.), Karagounis (68.) und Torosidis (80.) dreimal nur Latte oder Stange. Die Elfenbeinküste, die ein Unentschieden für das Achtelfinale gebraucht hätte, muss dagegen auch bei ihrer dritten WM-Teilnahme nach der Gruppenphase die Heimreise antreten.

Griechenland setzte einmal mehr auf seine defensive Stärke und überwand auch personelle Probleme. Kapitän Katsouranis fehlte wegen einer Sperre, Stürmer Mitroglou verletzt. Zudem schieden Kone (8.) und Torhüter Karnezis (24.) früh wegen Verletzung aus. Für Kone kam Samaris, der nach einem schweren Fehler der Elfenbeinküste die Serie der Joker-Tore fortsetzte. Tiote verlor in der Vorwärtsbewegung den Ball, Samaras setzte Samaris ein und der Mittelfeldspieler von Olympiakos Piräus ließ sich die Chance nicht entgehen.

Es war eine nicht unverdiente Führung in einer Partie, die in der ersten Halbzeit kein Tempo und ganz wenige Höhepunkte hatte. Und die setzten nicht wie erwartet die Elfenbeinküste, die erstmals mit Stürmerstar Didier Drogba in der Startelf angetreten war. Die Afrikaner versuchten zwar das Spiel zu machen, spielten aber zu langsam im Aufbau und kamen so zunächst zu keiner echten Torchance.

Griechenland tauchte in der ersten Hälfte auch nur zweimal vor dem Tor der Elfenbeinküste auf, war da aber jeweils brandgefährlich. Im ersten Versuch traf Holebas im Konter aus 18 Metern die Latte (33.), der zweite Schuss kurz vor der Pause saß.

Nach dem Wechsel erhöhte die Elfenbeinküste das Tempo ein wenig, aber nicht genug. Die Griechen kamen nur selten in Verlegenheit und sorgten mit ihren Kontern immer wieder für Gefahr. Etwa Karagounis, dessen Schuss aus gut 25 Metern an die Latte krachte (68.). Der eingewechselte Bony schaffte aber doch noch den Ausgleich - der den Ivorern zum Aufstieg gereicht hätte. Doch die Griechen gaben nicht auf. Torosidis traf zunächst nur die Stange (80.), ehe Samaras die Griechen doch noch belohnte.

Für zwei Spieler der Elfenbeinküste war die Partie eine besonders emotionale. Ibrahim Toure, der jüngere Bruder der beiden Teamspieler Yaya und Kolo Toure, war in der vergangenen Woche verstorben. Die beiden Brüder entschieden sich aber zu bleiben, die Ivorer liefen als Zeichen der Anteilnahme mit Trauerflor ein.

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